| Wappen | Deutschlandkarte |
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Koordinaten: 48° 18′ N, 12° 0′ O |
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| Basisdaten | |
| Bundesland: | Bayern |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern |
| Verwaltungssitz: | Erding |
| Fläche: | 870,44 km² |
| Einwohner: |
127.011 (31. Dez. 2010)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 146 Einwohner je km² |
| Kfz-Kennzeichen: | ED |
| Kreisschlüssel: | 09 1 77 |
| NUTS: | DE21H |
| Kreisgliederung: | 26 Gemeinden |
| Adresse der Kreisverwaltung: | Alois-Schießl-Platz 2 85435 Erding |
| Webpräsenz: | |
| Landrat: | Martin Bayerstorfer (CSU) |
| Lage des Landkreises Erding in Bayern | |
Der Landkreis Erding liegt im nordöstlichen Teil des bayerischen Regierungsbezirkes Oberbayern und grenzt im Nordosten an den niederbayerischen Landkreis Landshut. Oberbayerische Nachbarn sind im Osten und Südosten der Landkreis Mühldorf im Süden der Landkreis Ebersberg sowie im Westen die Landkreise München und Freising.
Das Gebiet des Landkreises Erding ist geografisch nicht klar begrenzbar. Man unterscheidet drei Landschaftsformen, nämlich das tertiäre Isar-Inn-Hügelland im Norden und Osten (Erdinger Holzland), das eiszeitliche Moränengebiet im Süden und Südosten (siehe dazu auch Gattergebirge) sowie das Erdinger Moos als Fortsetzung der Münchner Schotterebene, hier befindet sich noch das Naturschutzgebiet Viehlaßmoos.
Der Landkreis Erding liegt etwa zwischen 430 und 650 m über dem Meeresspiegel. Die höchste Erhebung (649 m) befindet sich östl. von Lichtenweg in der Gemeinde Isen am südl. Rand des Landkreises.
Nachdem bereits 7000 v. Chr. erste menschliche Spuren nachgewiesen wurden, entwickelte sich um 2000 v. Chr. rege Siedlungstätigkeit. Die Viehzucht überwog gegenüber dem Ackerbau.
Um 500 v. Chr. siedelten die Kelten im jetzigen Landkreis. Um etwa 15 v. Chr. verleibten sich die Römer das Gebiet ein.
Die Römer hinterließen mehrere Straßenzüge, wie etwa den von Riegerau nach Langenpreising, der einen Teil der Fernverbindung Augsburg-Regensburg darstellt und den vom Chiemgau über Anzing, Altenerding, Langengeisling bis Berglern.
Im 5. Jahrhundert mussten die Römer den Germanen weichen und hinterließen Teile des römischen Straßennetzes. So gingen die Fernverbindungen Augsburg-Regensburg und die vom Chiemgau über Anzing, Altenerding, Langengeisling bis Berglern durch den heutigen Landkreis. Bevorzugte Siedlungsgebiete waren in der Zeit ab dem 6. Jahrhundert die Flusstäler von Sempt und Strogen.
Zur Sicherung der Verbindung zwischen den Hauptorten München und Landshut wurde etwa 1230 die spätere Stadt Erding als Schutzfeste gegründet. In der Teilung Bayerns von 1255 kamen die Gerichte Erding und Dorfen zu Niederbayern.
In den Jahren 1503 und 1504 verwüstete der Landshuter Erbfolgekrieg das Land. Eine schwere konfessionelle Krise erwuchs dem Land Mitte des 16. Jahrhunderts, als sich der reichsunmittelbare Graf von Haag aus dem Geschlecht der Fraunberger, die in der Erdinger Gegend ihren Stammsitz hatten, der Reformation anschloss. In den Jahren nach dem Dreißigjährigen Krieg gelangte die Erdinger Bevölkerung zu bedeutendem Wohlstand.
1803 wurde das Landgericht Erding errichtet, das während der Reformen von Montgelas ab 1808 zum Isarkreis und ab 1838 zum Kreis Oberbayern gehörte. Das Leben richtete sich vorrangig nach München hin aus. 1858 wurden für 19 Gemeinden des Landgerichtsbezirks Erding das eigenständige Landgericht Dorfen errichtet. 1862 wurde aus beiden Landgerichtsbezirken das Bezirksamt Erding errichtet, das ab 1939 als Landkreis bezeichnet wurde.
Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg ist geprägt von Wiederaufbau und Eingliederung von rund 10.000 Heimatvertriebenen.
Bei der Gebietsreform 1972 wurden dem Landkreis Erding im Südosten einige Gemeinden der Landkreise Wasserburg und Mühldorf eingegliedert. Damit erreichte er seine heutige Ausdehnung.
Am 17. Mai 1992 wurde der neue Flughafen München im Erdinger Moos eröffnet. In der Folge kam es zu einem spürbaren Anwachsen der Bevölkerung, einer konstant niedrigen Arbeitslosenquote und der Ansiedlung neuer Betriebe.
Der Landkreis Erding hat eine Partnerschaft mit dem französischen Bezirk Bastia auf Korsika.
Am 23. September 2008 erhielt der Kreis den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.
Das Wappen des Landkreises Erding wurde am 9. Oktober 1953 festgelegt und am 31. Oktober 1972 bestätigt: "Unter einem Schildhaupt mit den bayerischen Rauten in Silber ein aufspringendes, goldbewehrtes rotes Pferd."
Das Ross im Wappen hat eine doppelte Bedeutung. Der Landkreis war lange Zeit der pferdereichste Bezirk Bayerns. Das springende Ross war ferner das Wappenzeichen der reichsunmittelbaren Grafschaft Haag, das auf das Siegel der Gurren zu Haag in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts zurückgeht (das Stammschloss Fraunberg ihrer gräflichen Nachfolger seit 1245 liegt im Landkreis Erding). Die Rauten beziehen sich auf das herzogliche Gericht Erding. Zu seinen Hauptorten zählte Wartenberg, das vor der Errichtung der landesherrlichen Residenzen Landshut und München ein Burgsitz der wittelsbachischen Grafen und späteren Herzöge gewesen war.
Neben dem Wappen führt der Landkreis eine Fahne mit den Farben Weiß-Rot-Gelb.
Der Kreistag besteht seit der Kommunalwahl 2008 aus 60 Mitgliedern:
Der Landkreis Erding zeigt auch heute noch ein vorwiegend ländliches Bild, in dem sich Landwirtschaft, Handwerk und gewerblicher Mittelstand ergänzen.
Durch die Eröffnung des neuen Flughafen München Franz Josef Strauß im Erdinger Moos im Jahre 1992 kam es zu einem spürbaren Anwachsen der Bevölkerung und der Ansiedlung neuer Betriebe.
Die Verkehrsbelastung der Stadt Erding hat seit der Eröffnung des Flughafens massiv zugenommen. Der geplante S-Bahn-Ringschluss in Kombination mit der Regionalbahn-Anbindung soll hier Entlastung bringen.
SPNV
Im Landkreis Erding sind alle Bahnstrecken von der Bayerischen Staatsbahn erbaut worden.
Seit 1871 durchquert ihn die Hauptbahn München - Mühldorf; an ihr liegen auf Landkreisgebiet die Stationen Hörlkofen, Walpertskirchen, Thann-Matzbach und Dorfen. Die hier verkehrenden Züge erlauben eine sehr schnelle Verbindung Richtung München, allerdings nur im Stundentakt (morgens und abends öfter).
Außerhalb des Kreises zweigt von der Hauptstrecke die Stichbahn zur Kreisstadt Erding ab; sie wurde 1872 eröffnet und wird heute von der S-Bahnlinie S2 befahren. Im Landkreis liegen die Stationen Ottenhofen, St. Koloman, Aufhausen, Altenerding und Erding.
Weitere Lokalbahnstrecken waren an die Hauptlinie angeschlossen:
Auf beiden Bahnen wurde der Personenverkehr 1968 eingestellt (31 km).
(Einwohner am 31. Dezember 2010[2])
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Vor der Gebietsreform hatte der Landkreis Erding 47 Gemeinden (siehe Liste unten). Im Jahr 1900 waren es noch eine mehr. Pfrombach wurde 1927 in das Bezirksamt Freising umgegliedert.Ottenhofen wurde 1928 vom Bezirksamt Ebersberg in das Bezirksamt Erding umgegliedert. Die um 1900 noch selbständige Gemeinde Hubenstein wurde schon vor der Gebietsreform in den 1970er-Jahren nach Taufkirchen (Vils) eingemeindet.
Im Norden grenzte der Landkreis an den Landkreis Landshut, im Nordosten an den Landkreis Vilsbiburg, im Osten an den Landkreis Mühldorf a.Inn, im Südosten an den Landkreis Wasserburg a.Inn, im Süden an den Landkreis Ebersberg, im Westen an den Landkreis München und im Nordwesten an den Landkreis Freising.
Die Gemeinden des Landkreises Erding vor der Gemeindereform 1971/78[3][4]. (Die Gemeinden, die es heute noch gibt, sind fett geschrieben.)
| frühere Gemeinde | heutige Gemeinde | heutiger Landkreis |
|---|---|---|
| Altenerding | Erding | Landkreis Erding |
| Auerbach | Wartenberg | Landkreis Erding |
| Berglern | Berglern | Landkreis Erding |
| Bockhorn | Bockhorn | Landkreis Erding |
| Buch a.Buchrain | Buch a.Buchrain | Landkreis Erding |
| Dorfen (seit 1954 Stadt) | Dorfen | Landkreis Erding |
| Eibach | Dorfen | Landkreis Erding |
| Eitting | Eitting | Landkreis Erding |
| Erding (Stadt) | Erding | Landkreis Erding |
| Eschlbach | Bockhorn | Landkreis Erding |
| Finsing | Finsing | Landkreis Erding |
| Forstern | Forstern | Landkreis Erding |
| Fraunberg | Fraunberg | Landkreis Erding |
| Gebensbach | Taufkirchen (Vils) | Landkreis Erding |
| Grünbach | Bockhorn | Landkreis Erding |
| Grüntegernbach | Dorfen | Landkreis Erding |
| Hausmehring | Dorfen | Landkreis Erding |
| Hofkirchen | Taufkirchen (Vils) | Landkreis Erding |
| Hofstarring | Steinkirchen | Landkreis Erding |
| Hohenpolding | Hohenpolding | Landkreis Erding |
| Inning a.Holz | Inning a.Holz | Landkreis Erding |
| Kirchberg | Kirchberg | Landkreis Erding |
| Langengeisling | Erding | Landkreis Erding |
| Langenpreising | Langenpreising | Landkreis Erding |
| Lengdorf | Lengdorf | Landkreis Erding |
| Matzbach | Lengdorf | Landkreis Erding |
| Moosen (Vils) | Taufkirchen (Vils) | Landkreis Erding |
| Moosinning | Moosinning | Landkreis Erding |
| Niederneuching | Neuching | Landkreis Erding |
| Notzing | teils Oberding, teils Hallbergmoos | teils Landkreis Erding, teils Landkreis Freising |
| Oberding | Oberding | Landkreis Erding |
| Oberneuching | Neuching | Landkreis Erding |
| Ottenhofen (gehörte bis 1928 zum Bezirksamt Ebersberg) | Ottenhofen | Landkreis Erding |
| Pastetten | Pastetten | Landkreis Erding |
| Reichenkirchen | Fraunberg | Landkreis Erding |
| Salmannskirchen | Bockhorn | Landkreis Erding |
| Steinkirchen | Steinkirchen | Landkreis Erding |
| Sulding | Hohenpolding | Landkreis Erding |
| Taufkirchen (Vils) | Taufkirchen (Vils) | Landkreis Erding |
| Thalheim | Fraunberg | Landkreis Erding |
| Walpertskirchen | Walpertskirchen | Landkreis Erding |
| Wambach | Taufkirchen (Vils) | Landkreis Erding |
| Wartenberg (Markt) | Wartenberg | Landkreis Erding |
| Wasentegernbach | Dorfen | Landkreis Erding |
| Watzling | Dorfen | Landkreis Erding |
| Wörth | Wörth | Landkreis Erding |
| Zeilhofen | Dorfen | Landkreis Erding |
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