Montag, 28. Mai 2012

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Landkreis Lichtenfels

Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Lichtenfels Deutschlandkarte, Position des Landkreises Lichtenfels hervorgehoben50.1111.12
Koordinaten:
50° 7′ N, 11° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Verwaltungssitz: Lichtenfels
Fläche: 521,83 km²
Einwohner:

68.087 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 130 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: LIF
Kreisschlüssel: 09 4 78
DE24C
Kreisgliederung: 11 Gemeinden
Adresse der Kreisverwaltung: Kronacher Str. 28-30 96215 Lichtenfels
Webpräsenz: www.landkreis-lichtenfels.de
Landrat: Christian Meißner (CSU)
Lage des Landkreises Lichtenfels in Bayern
Karte
Über dieses Bild

Der Landkreis Lichtenfels liegt im Westen des Regierungsbezirks Oberfranken in Bayern. Nachbarkreise sind im Westen und Norden der Landkreis Coburg, im Nordosten der Landkreis Kronach, im Osten der Landkreis Kulmbach, im Südosten der Landkreis Bayreuth und im Süden der Landkreis Bamberg.

Geographie

Das Kreisgebiet wird vor allem geprägt durch den Main und das Maintal, das sich von Ost nach West durch den Kreis zieht. Hier liegen die wichtigsten Städte des Landkreises, wie Burgkunstadt, Bad Staffelstein und die Kreisstadt Lichtenfels. Von den Nebenflüssen des Mains im Kreisgebiet ist die Rodach, die zwischen Hochstadt am Main und Lichtenfels von Norden kommend mündet, der größte. Südlich des Mains erstrecken sich die Ausläufer der Fränkischen Alb mit ihren vorgelagerten Bergen, darunter der Staffelberg bei Bad Staffelstein. Nördlich des Mains erstrecken sich die Ausläufer des Itz-Baunach-Hügellandes.

Geschichte

Das heutige Kreisgebiet gehörte vor 1800 überwiegend zum Hochstift Bamberg. 1802 kam es zu Bayern. 1804 wurden die Landgerichte Lichtenfels und Weismain eingerichtet, die zum Mainkreis, ab 1817 Obermainkreis, ab 1838 Oberfranken, gehörten. 1862 wurden beide Landgerichte unter Ausgliederung von 26 Gemeinden im Raum Staffelstein zum Bezirksamt Lichtenfels vereinigt. Für die ausgegliederten Gemeinden wurde ein eigenes Landgericht bzw. Bezirksamt Staffelstein errichtet, in dem auch das 1812 eingerichtete Landgericht Seßlach sowie einige Gemeinden des Landgerichts Scheßlitz aufgingen. 1938 wurden beide Bezirksämter in Landratsämter und die Bezirke in Landkreise umbenannt.

Bei der Gebietsreform in Bayern im Jahr 1972 wurde aus dem bisherigen Landkreis Lichtenfels (mit Ausnahme von Burkersdorf, das in die Gemeinde Küps, Landkreis Kronach, eingegliedert wurde) und dem Großteil des Landkreises Staffelstein der heutige Landkreis Lichtenfels gebildet. Die anderen Gemeinden des Landkreises Staffelstein wurden auf die Landkreise Bamberg und Coburg aufgeteilt.

Politik

Landrat

Der derzeitige Landrat Christian Meißner (CSU) ist seit 15. Dezember 2011 im Amt.

Seine Vorgänger waren: Dr. Max Jüngling (CSU) Landrat vom 14. Februar 1946 bis zu seinem Tod am 14. Februar 1963. Ihm folgte Helmut G. Walther (SPD), der vom 1. Mai 1963 bis zu seinem Tod am 8. Oktober 1981 amtierte. Danach hatte vom 15. Dezember 1981 bis zum 14. Dezember 1993 Ludwig Schaller (CSU), 1970-1972 letzter Landrat von Staffelstein, das Amt des Landrats inne und schließlich vom 15. Dezember 1993 bis 14. Dezember 2011 Reinhard Leutner (CSU).

Kreistag

CSU SPD FW GRÜNE JW/JWU Soziale Bürger Gesamt
2002 23 13 8 2 4 - 50 Sitze
CSU SPD FW GRÜNE JB/JWU Soziale Bürger Gesamt
2008 23 11 8 3 4 1 50 Sitze

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Eisenbahnstrecke Bamberg–Lichtenfels wurde 1846 als Teil der Ludwigs-Süd-Nord-Bahn eröffnet. Lichtenfels ist ein regionaler Eisenbahnknotenpunkt und ICE-Halt der Linie Hamburg–Berlin–München.

Die von der Werra-Eisenbahn-Gesellschaft gebaute Werrabahn von Lichtenfels über Coburg und Meiningen nach Eisenach nahm 1859 ihren Betrieb auf.

Die Hochstadt-Stockheimer Eisenbahn stellte 1861 von dem benachbarten Bahnhof Hochstadt-Marktzeuln die Verbindung in Richtung Kronach her, die heute – ebenso wie die anderen Strecken im Kreis – ein Teil wichtiger Hauptstrecken ist.

Das Gesamtnetz ist in vollem Umfang von 51 Kilometern noch in Betrieb.

Sehenswürdigkeiten

  • Kloster Banz

  • Basilika Vierzehnheiligen

Städte und Gemeinden

(Einwohner am 31. Dezember 2010[2])

Städte

  1. Bad Staffelstein (10.618)
  2. Burgkunstadt (6637)
  3. Lichtenfels (20.555)
  4. Weismain (4721)

Märkte

  1. Ebensfeld (5638)
  2. Marktgraitz (1275)
  3. Marktzeuln (1635)

Gemeinden

  1. Altenkunstadt (5393)
  2. Hochstadt a.Main (1674)
  3. Michelau i.OFr. (6535)
  4. Redwitz a.d. Rodach (3406)

Verwaltungsgemeinschaften

  1. Hochstadt-Marktzeuln mit Sitz in Marktzeuln mit den Mitgliedsgemeinden Hochstadt a. Main und Marktzeuln (Markt)
  2. Redwitz a.d. Rodach mit den Mitgliedsgemeinden Marktgraitz (Markt) und Redwitz a.d. Rodach

Gemeindefreie Gebiete (7,49 km²)

  1. Breitengüßbacher Forst (2,40 km²)
  2. Mainecker Forst (aufgelöst am 1. Januar 2000)
  3. Neuensorger Forst (5,09 km²)
Municipalities in LIF.svg
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Einwohnerentwicklung

2004–2009

Wie auch in den Jahren zuvor, verlor der Landkreis Lichtenfels insgesamt zwischen 2004 und 2009 konstant an Einwohnern. Nach dem Statistischen Landesamt nahm die Bevölkerung in diesem Zeitraum um 2057 Personen ab. Dies entspricht einem Minus von 2,91 %. Während im Westen des Landkreises, vor allem in Ebensfeld, der Bevölkerungsschwund eher gering war, lässt sich Richtung Osten ein Gefälle hinsichtlich des Einwohnerschwundes feststellen. Am prozentual stärksten nahm die Bevölkerung in Marktzeuln mit -9,09 % (163 Einwohner) ab, effektiv am stärksten in Lichtenfels mit 768 Einwohnern (-3,57 %). Als einzige Gemeinde im Landkreis konnte Redwitz mit +0,88 % ein Bevölkerungswachstum verzeichnen.[3]

Stadt/Gemeinde 30. Sept. 2004 30. Sept. 2009 Bevölkerungswachstum
Altenkunstadt 5.619 5.417 -3,59 %
Bad Staffelstein 10.684 10.523 -1,50 %
Burgkunstadt 6.969 6.690 -4,00 %
Ebensfeld 5.733 5.705 -0,48 %
Hochstadt am Main 1.701 1.688 -0,76 %
Lichtenfels 21.457 20.689 -3,57 %
Marktgraitz 1.375 1.290 -6,18 %
Marktzeuln 1.793 1.630 -9,09 %
Michelau 6.908 6.599 -4,47 %
Redwitz 3.373 3.403 +0,88 %
Weismain 4.849 4.770 -1,62 %
Gesamt: 70.461 68.404 -2,91 %

Städte und Gemeinden des Landkreises vor der Gebietsreform 1971/78

Bis zur Gebietsreform 1971/78 hatte der Landkreis Lichtenfels 57 Gemeinden (siehe Liste unten). Um das Jahr 1900 hatte der Landkreis noch drei Gemeinden mehr, Burgberg (heute Teil der Stadt Lichtenfels), Hain (heute Teil der Gemeinde Küps im Landkreis Kronach und Wildenberg (heute Teil der Gemeinde Weißenbrunn im Landkreis Kronach).[4]

Im Norden grenzte der Landkreis an den Landkreis Coburg, im Nordosten an den Landkreis Kronach, im Südosten an den Landkreis Kulmbach im Süden an den Landkreis Ebermannstadt, im Südwesten an den Landkreis Bamberg und im Nordwesten an den Landkreis Staffelstein.

Die Gemeinden des Landkreises Lichtenfels vor der Gemeindereform 1971/78 [5][6]. (Die Gemeinden, die es heute noch gibt, sind fett geschrieben.)

frühere Gemeinde heutige Gemeinde heutiger Landkreis
Altenkunstadt Altenkunstadt Landkreis Lichtenfels
Arnstein Weismain Landkreis Lichtenfels
Buch a.Forst Lichtenfels Landkreis Lichtenfels
Buckendorf Weismain Landkreis Lichtenfels
Burgkunstadt (Stadt) Burgkunstadt Landkreis Lichtenfels
Burkersdorf Küps Landkreis Kronach
Burkheim Altenkunstadt Landkreis Lichtenfels
Ebneth Burgkunstadt Landkreis Lichtenfels
Fesselsdorf Weismain Landkreis Lichtenfels
Gärtenroth Burgkunstadt Landkreis Lichtenfels
Geutenreuth Weismain Landkreis Lichtenfels
Großziegenfeld Weismain Landkreis Lichtenfels
Hochstadt a.Main Hochstadt a.Main Landkreis Lichtenfels
Isling Lichtenfels Landkreis Lichtenfels
Kaspauer Weismain Landkreis Lichtenfels
Kirchlein Burgkunstadt Landkreis Lichtenfels
Kleinziegenfeld Weismain Landkreis Lichtenfels
Kösten Lichtenfels Landkreis Lichtenfels
Köttel Lichtenfels Landkreis Lichtenfels
Lahm b.Lichtenfels Lichtenfels Landkreis Lichtenfels
Lettenreuth Michelau i.OFr. Landkreis Lichtenfels
Lichtenfels (Stadt) Lichtenfels Landkreis Lichtenfels
Maineck Altenkunstadt Landkreis Lichtenfels
Mainroth Burgkunstadt Landkreis Lichtenfels
Mannsgereuth Redwitz a.d.Rodach Landkreis Lichtenfels
Marktgraitz Marktgraitz Landkreis Lichtenfels
Marktzeuln (Markt) Marktzeuln Landkreis Lichtenfels
Michelau i.OFr. Michelau i.OFr. Landkreis Lichtenfels
Mistelfeld Lichtenfels Landkreis Lichtenfels
Modschiedel Weismain Landkreis Lichtenfels
Mönchkröttendorf Lichtenfels Landkreis Lichtenfels
Neudorf Weismain Landkreis Lichtenfels
Neuensee Michelau i.OFr. Landkreis Lichtenfels
Neuses a.Main Burgkunstadt Landkreis Lichtenfels
Oberlangheim Lichtenfels Landkreis Lichtenfels
Obersdorf Hochstadt a.Main Landkreis Lichtenfels
Oberwallenstadt Lichtenfels Landkreis Lichtenfels
Pfaffendorf Altenkunstadt Landkreis Lichtenfels
Redwitz a.d.Rodach Redwitz a.d.Rodach Landkreis Lichtenfels
Reundorf Lichtenfels Landkreis Lichtenfels
Roth Lichtenfels Landkreis Lichtenfels
Rothmannsthal Lichtenfels Landkreis Lichtenfels
Schney Lichtenfels Landkreis Lichtenfels
Schwürbitz Michelau i.OFr. Landkreis Lichtenfels
Seubelsdorf Lichtenfels Landkreis Lichtenfels
Stetten Lichtenfels Landkreis Lichtenfels
Strössendorf Altenkunstadt Landkreis Lichtenfels
Theisau Burgkunstadt Landkreis Lichtenfels
Trainau Redwitz a.d.Rodach Landkreis Lichtenfels
Trieb Lichtenfels Landkreis Lichtenfels
Wallersberg Weismain Landkreis Lichtenfels
Weiden Weismain Landkreis Lichtenfels
Weidnitz Burgkunstadt Landkreis Lichtenfels
Weismain (Stadt) Weismain Landkreis Lichtenfels
Wolfsloch Hochstadt a.Main Landkreis Lichtenfels
Zettlitz Marktzeuln Landkreis Lichtenfels
Zeublitz Altenkunstadt Landkreis Lichtenfels

Sonstiges

Durch den Landkreis verläuft die Bamberger Schranke, eine Sprachgrenze zwischen dem itzgründischen und dem oberfränkischen Dialekt. Orte mit kultureller/ökonomischer Bindung an den nordwestlich gelegenen Landkreis Coburg gehören zum itzgründischen, Orte mit stärkerer Anbindung an die Landkreise Kronach, Kulmbach oder Bayreuth zum oberfränkischen Sprachraum. Südlich der Kreisgrenze geht das Itzgründische in den bambergischen Dialekt über.

Der Landkreis Lichtenfels ist das deutsche Korbmacherzentrum und gemeinsam mit dem Landkreis Coburg das Zentrum der deutschen Polstermöbelindustrie. Wichtigster Arbeitgeber ist die Kfz-Zulieferindustrie.

Im Landkreis liegt der sogenannte Gottesgarten mit der Basilika Vierzehnheiligen und dem Kloster Banz.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende)
  3. Zeitungsartikel Nur in Redwitz geht es aufwärts im Obermain Tagblatt, Seite 3, vom 29./30. Mai 2010
  4. Seite über den Landkreis Lichtenfels auf gemeindeverzeichnis.de (abgerufen am 28. Juni 2010)
  5. Seite über den Landkreis Staffelstein auf verwaltungsgeschichte.de (abgerufen am 27. Juni 2010)
  6. BayernViewer der Bayerischen Vermessungsverwaltung (abgerufen am 27. Juni 2010)

Weblinks

 Commons: Landkreis Lichtenfels – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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Diese Seite wurde zuletzt am 3. Mai 2012 um 11:18 Uhr geändert.

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