Montag, 28. Mai 2012

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Landkreis München

Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises München Deutschlandkarte, Position des Landkreises München hervorgehoben48.0711.63
Koordinaten:
48° 4′ N, 11° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Verwaltungssitz: München
Fläche: 667,27 km²
Einwohner:

323.015 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 484 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: M
Kreisschlüssel: 09 1 84
DE21H
Kreisgliederung: 29 Gemeinden
Adresse der Kreisverwaltung: Mariahilfplatz 17 81541 München
Webpräsenz: www.landkreis-muenchen.de
Landrat: Johanna Rumschöttel (SPD)
Lage des Landkreises München in Bayern
Karte
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Der Landkreis München ist mit 320.000 Einwohnern der nach Einwohnern größte Landkreis in Bayern. Er liegt in der Mitte des Regierungsbezirks Oberbayern und umschließt im Norden, Osten und Süden die kreisfreie Stadt München. Die größte Kommune des Kreises ist die Stadt Unterschleißheim. Die Nachbarlandkreise sind im Norden die Landkreise Dachau, Freising und Erding, im Osten der Landkreis Ebersberg, im Süden die Landkreise Rosenheim, Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen und im Westen der Landkreis Starnberg sowie kurz der Landkreis Fürstenfeldbruck.

Geographie

Der Landkreis liegt im Wesentlichen in der Münchner Schotterebene, die im Süden vom Hochufer der Isar durchschnitten wird.

Geschichte

Auf dem Gebiet des heutigen Landkreises München bildete man 1803 das Landgericht München. Es war für das Münchener Umland zuständig. Für das Stadtgebiet gab es ab 1804 das Stadtgericht München, und ab 1809 wurde München zur kreisunmittelbaren Stadt mit einem eigenen Polizeidirektor. Stadt und Landgericht München gehörten zum Isarkreis, der 1838 in Oberbayern umbenannt wurde. Bereits 1831 wurde das Landgericht München aufgeteilt. Es entstand das neue Landgericht Au. Nach der Eingemeindung von Au, Giesing und Haidhausen in die Stadt München 1854 schuf man für die neuen Stadtteile das Stadtgericht "München rechts der Isar", aus dem bisherigen Stadtgericht München wurde das Stadtgericht "München links der Isar". Gleichzeitig fand eine Umorganisation der Landgerichte des Umlandes statt: Aus dem Landgericht München wurde das „Landgericht München links der Isar“ und aus den Restgemeinden des bisherigen Landgerichts Au das „Landgericht München rechts der Isar“.

Aus diesen beiden Landgerichten gingen 1862 bei Trennung von Verwaltung und Justiz die gleichnamigen Bezirksämter hervor. Dabei wurde dem Bezirksamt München links der Isar auch das Landgericht Starnberg und dem Bezirksamt München rechts der Isar das Landgericht Wolfratshausen zugeteilt. 1879 wurden aufgrund des Gerichtsverfassungsgesetzes die Gerichte neu organisiert (es entstanden unter anderem die Amtsgerichte München I und München II) und die Bezirksämter von 1862 wieder aufgelöst, doch schon ein Jahr später (1880) wurden wieder zwei neue Bezirksämter errichtet: München I umfasste das Amtsgericht München II und München II umfasste die Amtsgerichte Starnberg und Wolfratshausen. 1902 wurden schließlich das Bezirksamt München II aufgelöst und die beiden neuen Bezirksämter Starnberg und Wolfratshausen errichtet. Ab 1939 hießen die drei Bezirksämter bzw. Bezirke München, Starnberg und Wolfratshausen Landratsämter bzw. Landkreise.

Im Rahmen der Gebietsreform 1972 kamen acht Gemeinden des bisherigen Landkreises Wolfratshausen sowie die Gemeinde Helfendorf (heute zur Gemeinde Aying) und das gemeindefreie Gebiet Hofoldinger Forst-Süd aus dem Landkreis Bad Aibling zum Landkreis München. Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert waren immer wieder verschiedene Gemeinden in die kreisfreie Stadt München eingegliedert worden. Ansonsten blieb der Landkreis München in seinen bisherigen Grenzen erhalten.

Wirtschaft und Infrastruktur

Börsennotierte Unternehmen (mit Sitz im Landkreis)

DAX

MDAX

TecDAX

SDAX

CDAX

Verkehrsgeschichte

Die kreisfreie Stadt München, die der Landkreis teilweise umschließt, ist der größte Eisenbahnknotenpunkt in Bayern. Die Entwicklung begann im Jahre 1839 mit der Eröffnung der München-Augsburger Eisenbahn, die bald darauf Anschluss an die Ludwig-Süd-Nord-Bahn erhielt.

Die staatliche Bayerische Maximiliansbahn stellte ab 1854 die Verbindung über Holzkirchen nach Rosenheim ins Voralpenland her. Ebenfalls nach Süden in Richtung Garmisch-Partenkirchen führte 1854 die Pasing-Starnberger Eisenbahn. Die AG der Bayerischen Ostbahnen nahm 1858 den Betrieb von München nach Freising–Landshut–Regensburg auf. Die Verbindung nach Ingolstadt kam durch eine Strecke der Bayerischen Staatsbahn im Jahre 1867 zustande. Dann folgten 1871 die direkte Bahn nach Rosenheim über Grafing und die Linie nach Mühldorf.

Die letzte Hauptbahn von München wurde 1873 in Richtung Geltendorf–Buchloe erbaut. In den folgenden Jahren wurde das Netz verdichtet und durch Nebenstrecken ergänzt, so z.B. 1909 nach Ismaning. Die Lokalbahn Aktien-Gesellschaft München eröffnete 1891/92 vom Isartalbahnhof aus die Vorortbahn nach Wolfratshausen–Bichl, die schon vom Jahre 1900 an bis Höllriegelskreuth-Grünwald elektrisch betrieben worden ist. Zahlreiche Ring- und Verbindungsbahnen entstanden im Stadtgebiet für den Güterverkehr. Etwa ab 1970 folgte der Ausbau der S-Bahnlinien, deren Kernstück die Tunnelstrecke zwischen dem Hauptbahnhof und dem Ostbahnhof durchs Stadtzentrum ist.

Politik

Landräte

Liste der Landräte des Landkreises München

Landrätin des Landkreises München ist seit dem 1. Mai 2008 Johanna Rumschöttel (SPD). Sie setzte sich in der Stichwahl am 16. März 2008 mit 54,1 Prozent der Stimmen gegen den Amtsinhaber Heiner Janik (CSU) durch.

Kreistag

Die Kommunalwahl vom 2. März 2008 ergab folgendes Ergebnis:

Landtags- und Bundestagsabgeordnete

Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis München-Land-Nord ist derzeit Ernst Weidenbusch (CSU); für den Wahlkreis München-Land-Süd sitzt Kerstin Schreyer-Stäblein (CSU) im Landtag. Der SPD-Landtagsabgeordnete Prof. Dr. Peter Paul Gantzer ist Stimmkreiskandidat der SPD im Wahlkreis München-Land Nord. Er gehört dem Bayerischen Landtag seit 1978 an und war ab 2003 bis 2009 Vizepräsident des Bayerischen Landtags. Die SPD-Landtagsabgeordnete und Generalsekretärin der BayernSPD Natascha Kohnen ist seit 2008 die Stimmkreiskandidatin der SPD im Wahlkreis München-Land Süd.

Direkt gewählter Abgeordneter für den Bundestagswahlkreis München-Land (der aber nicht mit dem Landkreis München deckungsgleich ist) für den Bundestag ist Florian Hahn (CSU). Über die Landeslisten zogen zudem Jimmy Schulz (FDP) und Toni Hofreiter (Grüne) in den Bundestag ein.

Wappen

Das Wappen des Landkreises München zeigt in gespaltenem Schild, vorne die bayerischen Rauten in Silber und Blau, hinten von Schwarz und Gold geteilt; belegt mit einem silbernen Wellenbalken. Das Wappen wird seit der ministeriellen Zustimmung vom 3. April 1957 geführt.

Die Rauten stehen für die Wittelsbacher und für Bayern, Gold und Schwarz für die Stadt München. Der Wellenbalken symbolisiert den Fluss Isar, der den Landkreis durchzieht.

Städte und Gemeinden

Municipalities in M.svg
Über dieses Bild

(Einwohner am 31. Dezember 2010[2])

Städte

  1. Garching bei München (15.860)
  2. Unterschleißheim (26.416)

Gemeindefreie Gebiete (69,97 km²)

  1. Forstenrieder Park (37,08 km²)
  2. Grünwalder Forst (19,53 km²)
  3. Perlacher Forst (13,36 km²)

Gemeinden

  1. Aschheim (7665)
  2. Aying (4499)
  3. Baierbrunn (2944)
  4. Brunnthal (4765)
  5. Feldkirchen (6389)
  6. Gräfelfing (12.870)
  7. Grasbrunn (6411)
  8. Grünwald (11.057)
  9. Haar (19.430)
  10. Hohenbrunn (8954)
  11. Höhenkirchen-Siegertsbrunn (9803)
  12. Ismaning (15.389)
  13. Kirchheim bei München (12.463)
  14. Neubiberg (13.938)
  15. Neuried (8411)
  16. Oberhaching (12.939)
  17. Oberschleißheim (11.296)
  18. Ottobrunn (20.105)
  19. Planegg (10.415)
  20. Pullach i.Isartal (8733)
  21. Putzbrunn (6035)
  22. Sauerlach (7128)
  23. Schäftlarn (5564)
  24. Straßlach-Dingharting (2963)
  25. Taufkirchen (17.868)
  26. Unterföhring (9931)
  27. Unterhaching (22.774)

Städte und Gemeinden des Landkreises vor der Gebietsreform 1971/78

Vor der Gebietsreform im Jahr 1972 hatte der Landkreis München 29 Gemeinden. Im Jahr 1900 waren es noch 47 Gemeinden. 19 dieser Gemeinden wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach München eingemeindet. Die Gemeinden, die es heute noch gibt, sind fett geschrieben.

Der Landkreis München grenzte vor der Gebietsreform an die kreisfreie Stadt München und folgende Landkreise (im Uhrzeigersinn): Landkreis Freising, Landkreis Erding, Landkreis Ebersberg, Landkreis Bad Aibling, Landkreis Wolfratshausen, Landkreis Starnberg, Landkreis Fürstenfeldbruck und Landkreis Dachau.

Lage in Bayern
Gemeinden im Jahr 1900[3] Gemeinden vor 1972[4] heutige Gemeinde heutiger Landkreis
Allach München (eingemeindet 1938) München München
Aschheim Aschheim Aschheim Landkreis München
Aubing München (eingemeindet 1942) München München
Berg am Laim München (eingemeindet 1913) München München
Brunnthal Brunnthal Brunnthal Landkreis München
Daglfing München (eingemeindet 1930) München München
Dornach Dornach Aschheim Landkreis München
Feldkirchen Feldkirchen Feldkirchen Landkreis München
Feldmoching München (eingemeindet 1938) München München
Forstenried München (eingemeindet 1912) München München
Freimann München (eingemeindet 1931) München München
Garching b.München Garching b.München Garching b.München Landkreis München
Gräfelfing Gräfelfing Gräfelfing Landkreis München
Grasbrunn Grasbrunn Grasbrunn Landkreis München
Großhadern München (eingemeindet 1938) München München
Grünwald Grünwald Grünwald Landkreis München
Haar (die Gemeinde hieß damals noch Salmdorf) Haar Haar Landkreis München
Harthausen (Neubildung der Gemeinde aus Teilen vonGrasbrunn im Jahr 1907) Harthausen Grasbrunn Landkreis München
Heimstetten Heimstetten Kirchheim b.München Landkreis München
Hofolding Hofolding Brunnthal Landkreis München
Hohenbrunn Hohenbrunn Hohenbrunn Landkreis München
Höhenkirchen Höhenkirchen Höhenkirchen-Siegertsbrunn Landkreis München
Ismaning Ismaning Ismaning Landkreis München
Kirchheim b.München Kirchheim b.München Kirchheim b.München Landkreis München
Langwied München (eingemeindet 1942) München München
Ludwigsfeld München (eingemeindet 1938) München München
Milbertshofen München (eingemeindet 1913) München München
Moosach München (eingemeindet 1913) München München
Neuried Neuried Neuried Landkreis München
Oberföhring München (eingemeindet 1913) München München
Oberhaching Oberhaching Oberhaching Landkreis München
Obermenzing München (eingemeindet 1938) München München
Oberschleißheim Oberschleißheim Oberschleißheim Landkreis München
Ottobrunn (Neubildung der Gemeinde aus Teilen vonUnterhaching im Jahr 1955) Ottobrunn Landkreis München
Pasing (seit 1905 Stadt) München (eingemeindet 1938) München München
Peiß Peiß Aying Landkreis München
Perlach München (eingemeindet 1930) München München
Planegg Planegg Planegg Landkreis München
Pullach i.Isartal Pullach i.Isartal Pullach i.Isartal Landkreis München
Putzbrunn Putzbrunn Putzbrunn Landkreis München
Siegertsbrunn Siegertsbrunn Höhenkirchen-Siegertsbrunn Landkreis München
Solln München (eingemeindet 1938) München München
Taufkirchen Taufkirchen Taufkirchen Landkreis München
Trudering München (eingemeindet 1932) München München
Unterbiberg Unterbiberg Neubiberg Landkreis München
Unterföhring Unterföhring Unterföhring Landkreis München
Unterhaching Unterhaching Unterhaching Landkreis München
Untermenzing München (eingemeindet 1938) München München
Unterschleißheim Unterschleißheim Unterschleißheim Landkreis München

Sonstiges

Kreisbehörde ist das Landratsamt München.

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende)
  3. Seite über das Bezirksamt München auf gemeindeverzeichnis.de (abgerufen am 21. November 2010)
  4. Seite über den Landkreis München auf verwaltungsgeschichte.de (abgerufen am 21. November 2010)

Literatur

  • Lebensraum Landkreis München: Vielfalt im Landkreis München. 2004, von Manfred Bialucha (Autor) und Landratsamt München (Herausgeber), Stephan Heller Verlag. München. 400 S., ISBN 3-88863-022-3
  • Lebensraum Landkreis München. 1998, von Heiner Janik (Vorwort), Frank Becker (Autor), Manfred u.a. Bialucha (Autor), Landratsamt München (Herausgeber), Isabella Validiviso (Illustrator), Stephan Heller Verlag. 240 S., ISBN 3-88863-016-9
  • Lebensraum Landkreis München. 1990, von Joachim Gillessen (Vorwort), Manfred Bialucha (Autor), Fritz Lutz (Autor), Peter Weinzierl (Autor), Stefan Winghart (Autor), Landkreis München (Herausgeber), Helmut Heigl (Illustrator),Stephan Heller Verlag. 456 S., ISBN 3-88863-009-6
  • Wissenschaft, Bildung und Forschung im Landkreis München. 2003, von Manfred Bialucha (Autor), Stephan Heller Verlag. München. 120 S. ISBN 3-88863-021-5
  • Sammler und Sammlungen im Landkreis München. 2006, von Manfred Bialucha (Autor), Landratsamt München (Herausgeber), Stephan Heller Verlag. München. 168 S. ISBN 3-88863-023-1

Weblinks

 Commons: Landkreis München – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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Diese Seite wurde zuletzt am 6. Mai 2012 um 15:48 Uhr geändert.

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