| Wappen | Deutschlandkarte |
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Koordinaten: 50° 22′ N, 10° 15′ O |
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| Basisdaten | |
| Bundesland: | Bayern |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken |
| Verwaltungssitz: | Bad Neustadt a.d.Saale |
| Fläche: | 1.021,87 km² |
| Einwohner: |
82.916 (31. Dez. 2010)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 81 Einwohner je km² |
| Kfz-Kennzeichen: | NES |
| Kreisschlüssel: | 09 6 73 |
| NUTS: | DE266 |
| Kreisgliederung: | 37 Gemeinden |
| Adresse der Kreisverwaltung: | Spörleinstraße 11 97616 Bad Neustadt a.d.Saale |
| Webpräsenz: | |
| Landrat: | Thomas Habermann (CSU) |
| Lage des Landkreises Rhön-Grabfeld in Bayern | |
Der Landkreis Rhön-Grabfeld ist der nördlichste Landkreis Bayerns. Er liegt im Regierungsbezirk Unterfranken und grenzt im Westen an den hessischen Landkreis Fulda, im Norden und Osten an die thüringischen Landkreise Schmalkalden-Meiningen und Hildburghausen und im Süden an die Landkreise Haßberge, Schweinfurt und Bad Kissingen. Kreisstadt ist mit rund 16.000 Einwohnern die Stadt Bad Neustadt an der Saale.
Das Kreisgebiet hat, wie es der Name des Kreises bereits ausdrückt, Anteil an der Rhön und der Landschaft Grabfeld. Die Rhön bedeckt den Westen des Kreisgebiets. Dort liegt auch die höchste Erhebung des Kreises, der Kreuzberg (928 m). Das Grabfeld ist eine flachwellige Hügellandschaft östlich der Kreisstadt Bad Neustadt an der Saale. Bedeutendster Fluss des Kreises ist die Fränkische Saale, die im Osten des Kreises in zwei Quellen bei Trappstadt und Obereßfeld entspringt und im Grabfeld und am Ostrand der Rhön das Kreisgebiet von Ost nach West durchzieht, ehe sie es südwestlich von Bad Neustadt verlässt. Sie nimmt bei Heustreu die Streu und in Bad Neustadt die Brend auf, zwei kleine Flüsse, die in der Rhön entspringen.
Der Großteil des heutigen Kreisgebiets gehörte vor 1800 zum Hochstift Würzburg. 1803 kam das Gebiet an Bayern. 1804 wurden die Landgerichte Bischofsheim, Hofheim, Königshofen, Mellrichstadt und Neustadt errichtet. Sie gehörten ab 1817 zum Untermainkreis, der 1838 in Unterfranken und Aschaffenburg (später nur noch Unterfranken) umbenannt wurde.
1862 wurde aus den Landgerichten Neustadt und Bischofsheim das Bezirksamt Neustadt, aus den Landgerichten Königshofen und Hofheim das Bezirksamt Königshofen im Grabfeld und aus dem Landgericht Mellrichstadt das gleichnamige Bezirksamt errichtet. 1900 wurde das Gebiet um Hofheim vom Bezirksamt Königshofen getrennt und zum eigenständigen Bezirksamt erklärt. Dieses wurde 1920 um Teile des ehemaligen Fürstentums Coburg erweitert, nachdem dieses an Bayern kam und gehört heute zum Landkreis Haßberge. Das Bezirksamt Neustadt wurde 1934 in Bad Neustadt an der Saale umbenannt, nachdem die Stadt das Prädikat Bad von der eingegliederten Gemeinde Bad Neuhaus übernommen hatte. Die Bezirksämter wurden ab 1939 in Landratsämter, die zugehörigen Bezirke in Landkreise umbenannt. 1945 wurde der Landkreis Mellrichstadt um einige Gemeinden Thüringens erweitert.
Im Rahmen der Gebietsreform am 1. Juli 1972 erhielt der Landkreis Bad Neustadt seine heutige Größe, indem er um die bisherigen Landkreise Mellrichstadt und Königshofen im Grabfeld erweitert wurde. Zum 1. Mai 1973 wurde er in Landkreis Rhön-Grabfeld umbenannt.
Die Bayerischen Staatseisenbahnen haben hier sämtliche Strecken eingerichtet: Es begann 1874 mit der Hauptbahn Meiningen–Bad Neustadt–Schweinfurt, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Mellrichstadt, kurz vor der damaligen DDR-Grenze endete und seit dem Lückenschluss 1991 wieder durchgehend befahren wird.
Von der Kreisstadt aus wurden 1885 in die Rhön nach Bischofsheim und 1893 ins Grabfeld nach Bad Königshofen Lokalbahnen eröffnet.
Eine weitere Stichbahn in die Rhön verkehrte seit 1898 von Mellrichstadt aus über Ostheim vor der Rhön nach Fladungen. Nach der Aufgabe des Personenverkehrs 1976 und des Güterverkehrs 1987 ist sie in den Jahren 1996–2000 als Museumsbahn wieder zu neuem Leben erweckt worden.
Der reguläre Personenverkehr auf 60 km Nebenbahnen ist eingestellt worden:
Jetzt ist nur die Hauptbahn mit 27 km Strecke und drei Stationen (Bad Neustadt an der Saale, Burglauer und Mellrichstadt Bahnhof) im Kreis noch in Betrieb, der von der Deutschen Bahn und dem UnterfrankenShuttle der Erfurter Bahn (EB) bedient wird.
Für den bayerischen Teil des Grabfelds wurde 2010 von Schülern der Volksschule in Bad Königshofen eine Bevölkerungsprognose erstellt und als Grundlage für politische Entscheidungen vorgestellt. Sie erläutert die Folgen der Bevölkerungsentwicklung und zeigt Maßnahmen auf, wie auf den zukünftig höheren Anteil älterer Bewohner bei gleichzeitigem deutlichen Rückgang jüngerer Menschen reagiert werden kann. [2]
Im November 2010 hat der Kreistag ein Angebot der Deutschen Telekom zum Breitbandausbaus des Landkreis angenommen. Der Ausbau wird auf einem Glasfasernetz basieren (fiber to the curb). An den örtlichen Kabelverzweigern werden DSL-AMs eingerichtet, die per Lichtwellenleiter an das Backbone der Telekom angeschlossen sind. Die letzte Meile wird über die bestehenden zweiadrigen Kupferleitung per DSL realisiert. Das Konzept sieht vor, in 24 Gemeinden die Kabelverzweiger um DSL-AMs zu erweitern, wodurch eine Verbesserung der Breitbandversorgung im gesamten Landkreis erreicht wird. [3] Rhön-Grabfeld ist damit der erste Landkreis in Deutschland, der auf diese Weise erschlossen wird. [4]
Der Kreistag besteht aus 60 Mitgliedern:
(Stand: Kommunalwahl 2008)
Das Wappen des Landkreises Rhön-Grabfeld besteht aus zwei Hälften, die durch ein silbernes waagrechtes Wellenband getrennt sind. Die obere Hälfte zeigt eine Krone auf rotem Grund, die untere Hälfte zeigt drei Kreuze auf grünen Grund, was Bezug auf das Wahrzeichen der Rhön, den Kreuzberg, nimmt. Das silberne Band symbolisiert die Fränkische Saale, die grüne Farbe den Waldreichtum.
(Einwohner am 31. Dezember 2010[7])
Gemeindefreie Gebiete (79,49 km²)
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Im Osten des Landkreises werden überwiegend Mundarten des Grabfeldischen gesprochen, das zu den mainfränkischen Dialekten gehört. Im Westen jedoch ist das Rhöner Platt verbreitet.
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