Laschkar e-Taiba (Urdu لشكرِ طيبه, wörtlich „Armee der Reinen“, auch Lashkar-i-Tayyaba, Lashkar-e-Tayyaba, Lashkar-e-Toyba oder Lashkar-i-Toiba) ist eine islamistische Terrororganisation in Kaschmir.
Die Gruppe wurde 2003 auf einer durch die EU veröffentlichten Liste terroristischer Einzelpersonen und Organisationen genannt[1].
Mitglieder von Laschkar e-Taiba haben in der Vergangenheit schwere Terroranschläge in Indien ausgeführt. Sie werden mit dem Bombenattentat in Mumbai 2006 und mit dem Terroranschlag in Mumbai im November 2008[2] in Verbindung gebracht. Ihr Ziel ist die Einführung eines Islamischen Staates in Südasien sowie die „Befreiung“ der im indischen Teil von Kaschmir lebenden Moslems.[3]
Die Gruppe wurde 1989 von Hafiz Muhammad Saeed und Zafar Iqbal in der afghanischen Provinz Kunar gegründet.[3] Öffentlichen Quellen zufolge soll die Organisation ihre Zentrale in Muridke in der Nähe von Lahore haben und über mehrere Ausbildungslager im pakistanischen Teil von Kaschmir verfügen.[4] Über Jahre hinweg wurde die Organisation von der pakistanischen Regierung unterstützt.[5] Allerdings wurde im Jahre 2002 auf Druck Indiens und der USA die Unterstützung eingestellt. In Indien, Pakistan, den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Russland und Australien ist die Gruppierung als Terroristische Vereinigung verboten. Im Dezember 2008 waren Geheimdienststellen der USA jedoch der Auffassung, dass Laschkar e-Taiba nach wie vor Unterstützung und Schutz vom pakistanischen Geheimdienst ISI erhält.[6]
Im März 2012 setzten die Vereinigten Staaten auf Hafiz Mohammad Saeed ein Kopfgeld von zehn Millionen Dollar aus.[7]
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