Montag, 28. Mai 2012

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Legde/Quitzöbel

Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Legde/Quitzöbel führt kein Wappen
Legde/Quitzöbel
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Legde/Quitzöbel hervorgehoben
52.91666666666711.96666666666724
Koordinaten:
52° 55′ N, 11° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Prignitz
Amt: Bad Wilsnack/Weisen
Höhe: 24 m ü. NN
Fläche: 41,42 km²
Einwohner:

656 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner je km²
Postleitzahl: 19336
Vorwahl: 038791
Kfz-Kennzeichen: PR
Gemeindeschlüssel: 12 0 70 241
Adresse der Amtsverwaltung: Am Markt 1 19336 Bad Wilsnack
Webpräsenz: www.amt-badwilsnack-weisen.de
Bürgermeister: Wolfgang Milstrey
Lage der Gemeinde Legde/Quitzöbel im Landkreis Prignitz
Karte
Über dieses Bild

Die Gemeinde Legde/Quitzöbel liegt im Landkreis Prignitz im Land Brandenburg.

Sie entstand am 31. März 2002 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Legde und Quitzöbel.[2] Bewohnte Gemeindeteile sind Legde, Lennewitz, Quitzöbel und Roddan.

Legde

Kirche in Legde

Legde ist ein kleines Dorf in der Prignitz mit etwa 250 Einwohnern. Sehenswert sind die Kirche und das Quitzow-Denkmal. Die erste geschichtliche Erwähnung war 1274, wo Legde in Beziehung mit einem Grenzstreit zwischen Legde und Roddan erwähnt wird. Weiterhin soll unter dem Quitzow-Denkmal das Pferd vom Herrn von Quitzow begraben worden sein. Im Zweiten Weltkrieg wehrten sich die Einwohner Legdes vehement gegen eine Einnahme seitens der Russen. Sie errichteten Panzersperren, welche sie aber wieder eigenmächtig abbauen mussten, weil der russische Kommandant sonst angeordnet hätte, die Häuser der Dorfbewohner mit ihren Panzern niederzufahren.

Lennewitz

Lennewitz ist ein kleines Dorf mit etwa 35 Einwohnern (2006). Die erste urkundliche Erwähnung stammt von 1310 als Leneuiz. Der Name ist slawisch und leitet sich vom Personennamen Len ab, was wiederum Faulpelz bedeutet. Sehenswert ist die Kirche, welche 1909 als Jugendstilbauwerk errichtet wurde. Die Pläne dazu stammten von dem Berliner Architekten Georg Büttner, die Verzierungen vom Kunstmalereiunternehmen Otto Linnemann aus Frankfurt am Main.[3]

Quitzöbel

Quitzöbel war Stammsitz des märkischen Adelsgeschlechts von Quitzow. Die erste urkundliche Erwähnung stammt von 1310 als Quitzhovel. Der mittelniederdeutsche Name bedeutet Quitzows Hügel. Im 17. Jahrhundert ging der Ort in den Besitz der von Bülows über. Später wurden die Familien von Gansauge und danach von Jagow Eigentümer der Siedlung. Heute hat Quitzöbel 310 Einwohner (2006). Sehenswert ist die Backsteinkirche, welche Anfang des 16. Jahrhunderts errichtet wurde.[4]

Am 1. Februar 1974 wurde Quitzöbel nach Legde eingemeindet. Am 1. Mai 1990 wurde der Ort wieder zu einer selbstständigen Gemeinde.[5]

Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft

Der westdeutsche Baustoffindustrielle Kurt Glass betreibt seit den 1990er Jahren in Legde ein Wellnesshotel.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Bevölkerung im Land Brandenburg am 31. Dezember 2010 nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden (PDF; 31,71 KB), Stand 31. Dezember 2010. (Hilfe dazu)
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
  3. Märkische Oderzeitung, 13. Okt. 2006, S. 9
  4. Märkische Oderzeitung, 14./15. Okt. 2006, S. 11
  5. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt

Weblinks

 Commons: Legde/Quitzöbel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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Diese Seite wurde zuletzt am 18. November 2011 um 16:24 Uhr geändert.

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