Leon Edward Panetta (* 28. Juni 1938 in Monterey, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Politiker (Demokratische Partei) und seit 1. Juli 2011 der Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten.
Panetta war von Januar 1994 bis April 1997 Stabschef des Weißen Hauses unter US-Präsident Bill Clinton, ist ein früheres Mitglied des Repräsentantenhauses sowie Gründer und Direktor des Panetta Institute. Er gehörte der Baker-Kommission an, die am 15. März 2006 vom US-Kongress eingesetzt wurde, um eine unabhängige Beurteilung der Situation im Irak und Empfehlungen für künftige Strategien und Aktionen zu erarbeiten. Der Abschlussbericht der Baker-Kommission wurde am 6. Dezember 2006 veröffentlicht.
Anfang Januar 2009 wurde Panetta vom designierten Präsidenten Barack Obama überraschend als neuer Direktor der CIA nominiert, obwohl er über keine geheimdienstliche Erfahrung verfügte. Dies wurde von Experten als geplanter Neuanfang für den Geheimdienst gedeutet.[1] Dem früher als Kandidaten für das Amt in Erwägung gezogenen ehemaligen CIA-Mitarbeiter John O. Brennan war vorgeworfen worden, die Misshandlung von Terrorverdächtigen geduldet zu haben.[2]
Panetta wurde zum 1. Juli 2011 Nachfolger von Verteidigungsminister Robert Gates, nachdem dies am 22. Juni 2011 einstimmig vom Senat beschlossen wurde. Als Panettas Nachfolger im Amt als CIA-Chefs wurde General David Petraeus nominiert.[3]
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