Leonhard Schmidtner (* 21. Oktober 1800 in Weilheim in Oberbayern; † 20. Januar 1873 in Landshut, Niederbayern) war ein bayerischer Architekt und „Civilbau-Inspektor“. Er gehörte im zweiten und dritten Viertel des 19. Jahrhunderts zu den meistbeschäftigten Architekten im Königreich Bayern.
Schmidtner war der Sohn des Weilheimer Maurermeisters Sebastian Schmidtner und seiner Ehefrau Magdalena, geborene Sanktjohanser. Auch Leonhards Brüder Sebastian und Josef-Benedikt, sowie des letzteren Sohn Joseph waren Maurermeister, doch sind ihre Lebensdaten und Arbeiten bisher nahezu unbekannt.
Zunächst in Nürnberg angestellt, war er anfänglich eher der klassizistischen Stilrichtung zugeneigt. Da man dort aber die Neugotik als passender für die „altdeutsche“ Stadt empfand, wurde er 1837 in die Stellung eines „Civilbau-Inspektors“ bei der Regierung von Niederbayern versetzt, denn dort würde "seine Richtung nicht schaden". Nachdem die Regierung ihren Sitz nach Landshut verlegte, hat er jedoch in Niederbayern die Neugotik eingeführt. Er betrieb ausgedehnte Studien der gotischen Architektur und plante, darüber ein Lehrbuch zu verfassen.
Schmidtners Werke wurden im 20. Jahrhundert nicht sonderlich gewürdigt, da der Historismus lange minder bewertet wurde.
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