Dienstag, 29. Mai 2012

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Liam Neeson

Jugend

Neeson wurde als Sohn eines Schulhausmeisters und einer Köchin geboren. In seiner Jugend gewann er den nordirischen Meistertitel im Boxen. Dieser Kampfsport brachte ihm auch einen Nasenbeinbruch ein, dem er seine charakteristische Nasenform zu verdanken hat. Ursprünglich wollte er Lehrer werden und studierte an der Queen’s University of Belfast die Fächer Mathematik, Physik, Informatik und Theaterwissenschaft. Er brach das Studium ab und jobbte u. a. als Gabelstaplerfahrer in einer Guinness-Brauerei.

Karriere

1976 schloss Neeson sich der Theatergruppe Lyric Players’ Theatre in Belfast an, wo er in Joseph Plunketts Drama The Risen People sein Bühnendebüt gab. Zwei Jahre später wechselte er an das Abbey Theatre in Dublin. Dort sah ihn 1980 John Boorman die Rolle des Lennie in John Steinbecks Of Mice and Men (Von Mäusen und Menschen) spielen und engagierte ihn daraufhin für die Rolle des Ritters Gawain in dem Fantasyfilm Excalibur.

Fortan spielte er in zahlreichen Filmen mit, immer wieder in Nebenrollen an der Seite von bekannten und erfolgreichen Schauspielern, wie zum Beispiel in Die Bounty (1984) neben Mel Gibson und Anthony Hopkins, in Mission (1986) neben Jeremy Irons und Robert De Niro, in High Spirits (1988) neben Peter O’Toole, Beverly D’Angelo, Steve Guttenberg und Daryl Hannah, und in Ehemänner und Ehefrauen (1992) von und mit Woody Allen und Blythe Danner, Judy Davis, Mia Farrow, Juliette Lewis, Sydney Pollack.

In Steven Spielbergs Schindlers Liste spielte Neeson die Rolle des Industriellen Oskar Schindler, der im Dritten Reich rund 1200 Juden durch die Anstellung in seiner Fabrik das Leben rettete. Für seine Darstellung erntete Neeson großes Lob von den Kritikern. Er schaffte damit seinen endgültigen Durchbruch und erlangte internationale Anerkennung mit Nominierungen für den Oscar, Golden Globe sowie BAFTA Award jeweils in der Kategorie Bester Hauptdarsteller.

Seine deutsche Synchronstimme stammt überwiegend von Bernd Rumpf; in drei der wichtigeren Filme seiner Karriere, nämlich Schindlers Liste, Michael Collins und Rob Roy, wurde er jedoch von dem sehr ähnlich, allerdings etwas wärmer klingenderen Helmut Gauß gesprochen, der Neeson auch in einigeren kleineren Filmen seine Stimme lieh (Darkman und Tatsächlich...Liebe).

Neben seiner Karriere als Filmschauspieler ist Neeson noch auf der Theaterbühne zu sehen. 1993 spielte er in der Wiederaufführung von Eugene O’Neills Anna Christie neben Natasha Richardson; beide wurden für den Antoinette Perry Award (Tony Award) nominiert. In The Judas Kiss spielte er die Rolle des Oscar Wilde, und seine Darstellung in dem Stück The Crucible (Die Hexenjagd) (2003) mit Laura Linney brachte ihm erneut eine Tony-Award-Nominierung ein. Im März 2003 hatte Neeson einen Gastauftritt in dem Stück The Play What I Wrote, das in New York unter der Regie von Kenneth Branagh aufgeführt wurde.

Persönliches

Von 1994 bis zu ihrem Tod im Jahr 2009 war Neeson mit Natasha Richardson, Tochter von Vanessa Redgrave und Tony Richardson, verheiratet. Aus der Beziehung zu der Schauspielerin gingen zwei gemeinsame Söhne hervor. Das Paar hatte sich 1993 bei der Wiederaufführung von Anna Christie auf dem Broadway kennengelernt[1] und in dem Film Nell (1994) gemeinsam vor der Kamera gestanden.

Die US-Staatsbürgerschaft besitzt Neeson seit August 2009.

Filmografie (Auswahl)

Auszeichnungen

Weblinks

 Commons: Liam Neeson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. vgl. Liam Neeson. In: Internationales Biographisches Archiv (Munzinger-Archiv), aufgerufen am 20. März 2009
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Diese Seite wurde zuletzt am 20. Mai 2012 um 15:17 Uhr geändert.

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