Dienstag, 29. Mai 2012

Themen


Libreville

Libreville
Libreville (Gabun)
Libreville
Libreville
Lage
Basisdaten
Staat Gabun

Provinz

Estuaire
Höhe 0 m
Einwohner 578.156 (1. Januar 2005)
ISO 3166-2 GA-1
Politik
Bürgermeister Jean-François Ntoutoume Emane
Libreville1.jpg

0.394444444444449.4541666666667
Koordinaten:
0° 24′ N, 9° 27′ O

Libreville (französisch freie Stadt) ist die Hauptstadt Gabuns. Mit 578.156 Einwohnern (Stand 1. Januar 2005) ist Libreville mit großem Abstand vor Port-Gentil, Lambaréné und Franceville die größte Stadt des Landes. Libreville ist auch die Hauptstadt der Provinz Estuaire. Ferner ist die Stadt Sitz eines römisch-katholischen Erzbistums.

Geografie

Geografische Lage

Die Stadt liegt an der Corisco-Bucht, der Mündung des Mbé in den Golf von Guinea. Östlich von Libreville liegen die Monts de Cristal (Kristallberge), im Süden das Mündungstiefland des Ogooué.

Stadtgliederung

Klimadiagramm von Libreville

Libreville besteht aus den Stadtteilen Batterie IV, Quartier Louis, Mont-Bouët, Nombakélé, Glass (Europäischer Stadtteil), Oloumi (Industriegebiet), Dakar, Damas Aleka, Akébe Kinguélé, Nouvelle Terre, Bellevue, Avea, Avea II, Sotéga, Derriére la Prison, Les Charbonnages und Lalala.

Klima

Libreville befindet sich in der tropischen Klimazone. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 26,0 Grad Celsius, die jährliche Niederschlagsmenge 2.509,5 Millimeter im Mittel. Die durchschnittlichen Höchsttemperaturen liegen das ganze Jahr über zwischen 26 und 30 Grad, die Tiefsttemperaturen zwischen 22 und 24 Grad im Mittel.

Die Trockenzeit beginnt im Mai und endet im September. Der meiste Niederschlag fällt im November mit durchschnittlich 373,4 Millimeter, der wenigste im Juli mit 2,5 Millimeter im Mittel.

Bevölkerung

Die Bevölkerung ist seit der Unabhängigkeit 1960 von ca. 30.000 Einwohnern bis heute auf ca. 570.000 (Stand: 2006) Einwohner stark angewachsen.

Geschichte

Das Mündungsgebiet des Mbé wurde schon lange bevor die Franzosen das Gebiet von König Antchouwé Kowe Rapontchombo 1839 erwarben von den Mpongwé, einer Bantu-Gruppe bewohnt. 1843 wurde das Fort Aumale als Marinestützpunkt gegründet, das in den kommenden Jahren mit umliegenden Siedlungen zu einer Stadt zusammenwuchs. Die Stadt wurde 1849 offiziell als Siedlung für freigelassene Sklaven gegründet und erhielt nach dem Vorbild von Freetown den Namen Libreville. 1886 wurde Libreville zum Verwaltungssitz der Provinz Gabun. Als Gabun 1960 die Unabhängigkeit erlangte, wurde es zur Hauptstadt des neuen Staates.

Wirtschaft und Infrastruktur

Dem Ranking der Zeitschrift The Economist zufolge ist Libreville die viertteuerste Stadt der Welt (Stand 2004).

Nahe Libreville befindet sich der internationale Flughafen (LBV). In Owendo, südlich des Stadtzentrums befindet sich sowohl der Hafen der Stadt, als auch der Bahnhof der Transgabonais-Eisenbahn, die Libreville mit Franceville im Südosten des Landes verbindet. Durch die Transgabonais-Bahn können die Mangan- und Eisenerzvorkommen zum Hafen in Owendo transportiert werden.

Bildung

Die Stadt ist Sitz zahlreicher Bildungseinrichtungen. Dazu gehören unter anderem die 1970 gegründete Université Omar Bongo (UOB), die Université des Sciences de la Santé, die Omar Bongo Ondimba Technical School und weitere kleinere Institute, sowie die Nationalbibliothek.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

In Libreville befindet sich das Nationalmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, das eine umfangreiche Sammlung von Reliquien und rituellen Masken beheimatet. Die Holzkirche St. Michel ist für ihre Schnitzereien bekannt. Sie wurde erst 1961 errichtet, die Schnitzereien - Szenen aus dem Alten und dem Neuen Testament - schuf ein erblindeter Holzschnitzer in monatelanger Arbeit. Die Kirche ist besonders an Sonntagen ein Magnet für Besucher. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Kathedrale St. Marie, das Arboretum de Sibang und ein französisches Kulturzentrum. Ein weiteres bemerkenswertes Holzgebäude befindet sich am Boulevard Georges Pompidou, es beherbergt im Erdgeschoss die Kunstgalerie Louis, der Besitzer handelt auch mit afrikanischen Antiquitäten. Der Präsidentenpalast, der in den 1970er Jahren gebaut wurde, ist nicht für Besucher geöffnet und darf nicht fotografiert werden. Das Mausoleum des ehemaligen Präsidenten Léon M’ba erhebt sich an der Esplanade. Im Inneren befindet sich ein schlichter Gedenkstein, das Mausoleum selbst ist nach allen Seiten offen, ein solches Beispiel für fehlenden Personenkult ist selten in Afrika. Librevilles größter Markt ist der Marché du Mont-Bouët östlich des Stadtzentrums.

Söhne und Töchter der Stadt

Siehe auch

Literatur

  •  Mylène Rémy: Gabun in Farbe. Reisen heute. Jeune Afrique, Paris 1977, ISBN 2-85258-070-5, S. 264.

Weblinks

 Commons: Libreville – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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Diese Seite wurde zuletzt am 27. Februar 2012 um 10:16 Uhr geändert.

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