Dienstag, 29. Mai 2012

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Liechtensteiner Vaterland

Liechtensteiner Vaterland
Liechtensteiner Vaterland
Beschreibung Liechtensteinische Tageszeitung
Verlag Vaduzer Medienhaus AG
Erscheinungsweise Montag bis Samstag (Grossauflage: Dienstag)
Chefredakteur Günther Fritz
Herausgeber Vaduzer Medienhaus AG
Weblink Website des Liechtensteiner Vaterland

Das Liechtensteiner Vaterland ist die größte Tageszeitung Liechtensteins. Sie ist das offizielle Parteiblatt der Vaterländischen Union, wurde im Laufe der Zeit jedoch immer unabhängiger. Dieser Trend ist auch bei der grössten Konkurrenzzeitung in Liechtenstein, dem Liechtensteiner Volksblatt zu erkennen.

Das Vaterland, wie die Zeitung im Volksmund kurz genannt wird, beschäftigt derzeit etwa 50 Mitarbeiter und hat seinen Sitz in der liechtensteinischen Hauptstadt Vaduz.

Die Zeitungen in Liechtenstein sind in der Bevölkerung für ihre Leserbriefe bekannt. Viele Leser bekunden ihren Unmut, ihre Ängste oder Freude und informieren so ihre Staatsgenossen über verschiedenste Themen. Bei einer Abstimmung im Jahre 2003 zur Verfassungsinitiative wurden durch die hohe emotionale Bindung der Bevölkerung sogar mehrere Seiten mit Leserbriefen veröffentlicht, da die Frage einerseits die Bevölkerung gespalten hatte und andererseits das Vaterland alle würdigen Leserbriefe abdruckt.

Die Normalauflage beträgt etwa 10'000 Exemplare (Reichweite: 19'000), die Grossauflage 18'500 Exemplare (Reichweite: 24'000).[1] Das Liechtensteiner Vaterland ist somit auf die Einwohnerzahl bezogen, die reichweitenstärkste Zeitung der Welt, noch vor der österreichischen Kronen Zeitung.[2]

Geschichte

Anfang der 30er Jahre gab es in Liechtenstein zwei Parteien, die katholische Bürgerpartei und die liberal gesinnte Volkspartei. Beide Parteien gaben je eine Zeitung heraus, die jedoch keine tägliche Ausgabe hatten. Im Jahre 1933 trat eine neue politische Gruppe auf, die sich als Bewegung Liechtensteiner Heimatdienst ausgab. Diese Gruppe veröffentlichte eine Wochenzeitung als ihr Zeitungsorgan.

Im Dezember 1935 bildete sich die Vaterländische Union als Zusammenschluss vom Liechtensteiner Heimatdienst und der Volkspartei. Als Folge dieser Vereinigung wurden die beiden Zeitungen dieser Gruppen, der Liechtensteiner Heimatsdienst und die Liechtensteiner Nachrichten, eingestellt und am 1. Januar 1936 die Herausgabe der Zeitung Liechtensteiner Vaterland begonnen[3].

Die Leitung der neuen Zeitung übernahm Dr. Otto Schädler, die Schriftleitung Dr. Alois Vogt. Zuerst erschien die Ausgabe am Mittwoch und Sonnabend in einer Auflage von 1500 Stück. Die Zeitung wurde im ganzen Fürstentum Liechtenstein vertrieben, aber auch in angrenzenden Teilen von Österreich und der Schweiz.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Liechtensteiner Vaterland: Preise / Leistungen 2007
  2. Joachim Riedl: Was kommt nach Dichand? Auf www.zeit.de, 23. Juni 2010
  3. Vgl. Notiz Abonnements-Einladung auf Seite 1 der Erstausgabe (PDF, 234 kB)
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Diese Seite wurde zuletzt am 12. April 2012 um 17:41 Uhr geändert.

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