Literaturpreis der Stadt Bremen
Der Bremer Literaturpreis wurde von 1954 bis 1960 vom Senat der Freien Hansestadt Bremen vergeben. Seit der durch den Senat erfolgten Gründung der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung im Jahr 1962 verleiht diese den Bremer Literaturpreis. Er ist zurzeit mit 20.000 Euro dotiert. 1954 wurde die Auszeichnung zu Ehren des 75. Geburtstages von Rudolf Alexander Schröder zum ersten Mal verliehen. Zusätzlich wird seit 1977 ein mit 6000 Euro dotierter Förderpreis verliehen, der von 2004 bis 2013 von der Öffentlichen Versicherung Bremen (ÖVB) finanziert wird.
Alexander Kluge ist der bislang einzige Autor, dem diese Auszeichnung zweimal zuerkannt wurde (1979 und 2001).
Preisträger
1954 bis 1974
1975 bis 1999
- 1975 Franz Innerhofer für Schöne Tage. Roman
- 1976 Paul Nizon für Stolz. Roman
- 1977 Nicolas Born für Die erdabgewandte Seite der Geschichte. Roman, Heinar Kipphardt für März. Roman, Förderpreis an Karin Kiwus für Von beiden Seiten der Gegenwart. Gedichte
- 1978 Christa Wolf für Kindheitsmuster, Förderpreis an Maria Erlenberger für Der Hunger nach Wahnsinn. Prosa
- 1979 Alexander Kluge für Neue Geschichten. Hefte 1-18, Unheimlichkeit der Zeit, Förderpreis an Uwe Timm für Morenga. Roman
- 1980 Peter Rühmkorf für Haltbar bis Ende 1999. Gedichte, Förderpreis an Peter-Paul Zahl für Die Glücklichen. Schelmenroman
- 1981 Christoph Meckel für Suchbild. Über meinen Vater und Säure. Gedichte, Förderpreis an Werner Kofler für Aus der Wildnis. Zwei Fragmente
- 1982 Peter Weiss für Die Ästhetik des Widerstands, Förderpreis an Franz Böni für Die Wanderarbeiter. Roman
- 1983 Erich Fried für seinen Gedichtband Das Nahe suchen, Förderpreis an Clemens Mettler für Gleich einem Standbild, so unbewegt. Erzählungen
- 1984 Paul Wühr für Das falsche Buch. Roman, Förderpreis an Bodo Morshäuser für Die Berliner Simulation. Erzählung
- 1985 Rolf Haufs für Juniabend. Gedichte, Förderpreis an Herta Müller für Niederungen. Prosa
- 1986 Volker Braun für Hinze-Kunze-Roman, Förderpreis an Eva Schmidt für Ein Vergleich mit dem Leben. Erzählungen
- 1987 Jürgen Becker für Odenthals Küste. Gedichte, Förderpreis an Daniel Grolle für Keinen Schritt weiter. Erzählungen
- 1988 Peter Handke für Nachmittag eines Schriftstellers & Die Abwesenheit, Förderpreis an Evelyn Schlag für Die Kränkung. Erzählung
- 1989 Ingomar von Kieseritzky für Das Buch der Desaster. Roman, Förderpreis an Norbert Gstrein für Einer. Erzählung
- 1990 Wilhelm Genazino für Der Fleck, die Jacke, die Zimmer, der Schmerz. Roman, Förderpreis an Irina Liebmann für Mitten im Krieg
- 1991 Fritz Rudolf Fries für Die Väter im Kino. Roman, Förderpreis an Thomas Strittmatter für Raabe Baikal. Roman
- 1992 Ror Wolf für Nachrichten aus der bewohnten Welt, Förderpreis an Durs Grünbein für Schädelbasislektion. Gedichte
- 1993 Georges-Arthur Goldschmidt für Der unterbrochene Wald. Erzählung, Förderpreis an Hans-Ulrich Treichel für Von Leib und Seele. Berichte
- 1994 Wolfgang Hilbig für Ich. Roman, Förderpreis an Peter Weber für Der Wettermacher. Roman
- 1995 Reinhard Lettau für Flucht vor Gästen. Roman, Förderpreis an Marion Titze für Unbekannter Verlust. Roman
- 1996 Elfriede Jelinek für Die Kinder der Toten. Roman, Förderpreis an Jens Sparschuh für Der Zimmerspringbrunnen. Ein Heimatroman
- 1997 Michael Roes für Rub’ al-Khali – Leeres Viertel. Invention über das Spiel, Förderpreis an Stefanie Menzinger für Wanderungen im Inneren des Häftlings. Roman
- 1998 Einar Schleef für Droge Faust Parsifal, Förderpreis an Brigitte Oleschinski für Your passport is not guilty. Gedichte
- 1999 Dieter Forte für In der Erinnerung. Roman, Förderpreis an Judith Hermann für Sommerhaus, später. Erzählungen
Seit 2000
Weblinks
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Diese Seite wurde zuletzt am 25. Februar 2012 um 13:43 Uhr geändert.