| MTU Aero Engines Holding AG | |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| ISIN | DE000A0D9PT0 |
| Gründung | 1934 |
| Sitz | München, Deutschland |
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| Mitarbeiter | 7.907 (Dezember 2010)[1] |
| Umsatz | 2,707 Mrd € (2010)[1] |
| Branche | Maschinenbau |
| Website | www.mtu.de |
Die MTU Aero Engines Holding AG mit Sitz in München ist ein börsennotiertes Unternehmen, das sich der Herstellung und Instandhaltung von Triebwerken für die zivile und militärische Luftfahrt widmet.
Die Geschichte geht zurück bis in die Anfänge der Fliegerei, als Unternehmen wie BMW, Daimler-Benz oder MAN in diesem Bereich stärker engagiert waren. Speziell seit den späten 1960er-Jahren wurde die Marke MTU etabliert, zunächst mit den beiden Standorten Friedrichshafen und München. Später wurden die Aktivitäten konzentriert, in Friedrichshafen auf Kolbenmotoren und Integration stationärer Gasturbinen, in München auf Luftfahrtantriebe.
Die Abkürzung „MTU“ steht ursprünglich für „Motoren- und Turbinen-Union“. Unter dieser Firmierung gab es früher die MTU München und MTU Friedrichshafen, wobei letztere lange Zeit eine Tochter der Münchner Mutter war (und heute den Kern der ebenfalls börsennotierten Tognum bildet).
Im Jahr 1985 erwarb die damalige „Daimler-Benz AG“ die noch fehlenden 50 % Anteile von MAN und machte die MTU zu einem Teil der DASA. Dies entsprach dem damaligen Unternehmensziel von Edzard Reuter, einen Konzern möglichst breit aufzustellen und nicht auf ein einzelnes Kerngeschäft zu konzentrieren. Weil die MTU Aero Engines ein Triebwerkshersteller und kein Flugzeug- bzw. Raumfahrthersteller ist, wurde sie, als die DASA im Jahr 2000 mit anderen reinen Flugzeug- und Raumfahrtproduzenten zur EADS fusionierte, nicht in das neue europäische Luft- und Raumfahrtunternehmen integriert. Die MTU blieb deshalb ein Tochterunternehmen des DaimlerChrysler-Konzerns.
Der Nachfolger von Edzard Reuter, Jürgen Schrempp, richtete den Konzern wieder als einen reinen Automobil-Produzenten aus, weshalb schließlich kein Platz mehr für die Luftfahrtsparte der MTU im DaimlerChrysler-Konzern war. Deshalb verkaufte DaimlerChrysler diesen Teil der ursprünglichen MTU im Jahr 2003 als MTU Aero Engines an die US-amerikanische Private-Equity-Investorengruppe KKR, welche die MTU am 6. Juni 2005 an die Börse brachte. Die Aktie wurde mit Wirkung zum 19. September 2005 in den MDAX aufgenommen.[2] KKR trennte sich im Januar 2006 komplett von seinen Anteilen.[3] Dadurch befinden sich jetzt 100 % der Aktien im Streubesitz.
Heute ist die MTU Aero Engines an fast jedem modernen Triebwerk in der zivilen Luftfahrt als Partner beteiligt. Auch im militärischen Bereich gibt es auf nationaler Ebene kaum ein bemanntes Fluggerät, bei dem das Unternehmen nicht am Antrieb beteiligt ist. Über entsprechende Beteiligungen bzw. Tochtergesellschaften (MTU Aero Engines North America) ist die MTU mit allen großen Herstellern wie Pratt & Whitney, General Electric, Rolls-Royce, Volvo Aero, Avio oder Snecma eng verbunden.
Im Markt der Instandhaltung ist das Unternehmen mit ihrer Wartungsgruppe und lokalen Standorten in Langenhagen, Ludwigsfelde, Vancouver (Kanada) und Zhuhai (Volksrepublik China) führend. Der Standort Hannover repariert und überholt mittlere und große zivile Triebwerke. Derzeit (Oktober 2011) sind es die GE-Antriebe CF6-50 und CF6-80, das General Electric GE90, das PW2000 von Pratt & Whitney, das CFM56-7 von General Electric/Snecma und das Erfolgsmodell für die MTU – das IAE V2500. Beim V2500 ist MTU Hannover weltweit Marktführer.
Seit August 2006 ist MTU Hannover exklusiver Hersteller des PW6000 für den Airbus A318, das nach der Endmontage an das Airbus-Werk Hamburg ausgeliefert wird, wo es dann direkt an den A318 montiert wird. Dies wurde auch durch den Hochdruckverdichter der MTU erreicht, der im Jahr 2002 den Innovationspreis der deutschen Wirtschaft erhalten hat. Außerdem wird für den vierstrahligen Großraumpassagierjet A380 die neue Triebwerksserie für Mittel- und Langstreckenflugzeuge GP7000 in Zusammenarbeit unter anderem mit General Electric und Pratt & Whitney hergestellt.[4]
Die MTU Aero Engines ist an diversen Konsortien beteiligt, die Triebwerke gemeinsam entwickeln und schließlich fertigen. Im zivilen Bereich ist dies beispielsweise bei International Aero Engines, dem Hersteller des Triebwerks V2500, der Fall. Eingesetzt wird es bei der McDonnell Douglas MD-90 und der Airbus A320-Familie. Im August 2009 wurde das 4000. V2500-Triebwerk ausgeliefert.[5]
Ein ähnlich aufgebautes Konsortium, die Engine Alliance, liefert mit dem GP7000 einen Antrieb für den Airbus A380. Von diesem Triebwerk werden derzeit rund die Hälfte der insgesamt 200 bislang bestellten Großraumflugzeuge dieses Typs angetrieben.
Darüber hinaus ist das Unternehmen an zahlreichen weiteren Triebwerken als Partner beteiligt:
Militär:
In einer Presseerklärung vom 19. Januar 2009 gab das Unternehmen bekannt, dass das firmeneigene Museum ab sofort an einigen Tagen im Jahr auch für die Öffentlichkeit geöffnet wird. In der Vergangenheit bot sich die Möglichkeit unter anderem im Rahmen der Langen Nacht der Münchner Museen.
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