| Mahlwinkel
Gemeinde Angern
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| Koordinaten: | 52° 23′ N, 11° 47′ O52.3911.78305555555638 Koordinaten: 52° 23′ 24″ N, 11° 46′ 59″ O |
| Höhe: | 38 m ü. NN |
| Fläche: | 20,73 km² |
| Einwohner: | 576 (31. Dez. 2008) |
| Eingemeindung: | 1. Jan. 2010 |
| Postleitzahl: | 39517 |
| Vorwahl: | 03935 |
Mahlwinkel ist ein Ortsteil der Gemeinde Angern im Nordosten des Landkreises Börde in Sachsen-Anhalt.
Mahlwinkel am südöstlichen Rand der Altmark liegt zwischen den Auen des Tanger östlich der Colbitz-Letzlinger Heide und westlich der Elbe, großräumiger gesehen zwischen Magdeburg und Stendal. Der Landkreis Stendal grenzt unmittelbar nördlich und östlich an die Gemarkung Mahlwinkels.
Der Ort taucht erstmals 1416 in einer Urkunde auf. Der Name stammt von einer Mühle in einem abgelegenen Winkel. Das Lehngut Mahlwinkel gehörte von 1693 bis 1723 zum Schloss Angern, nachdem es lange im Besitz derer von Schulenburg war.
Der Bau der Eisenbahnlinie von Magdeburg nach Stendal 1849, dessen Trasse das Gemeindegebiet teilt, bescherte Mahlwinkel einen Haltepunkt und neue Entwicklungsmöglichkeiten. Neben einem Postamt (1897) wurde eine Gärtnerei eröffnet (1901). Mitte der 1950er Jahre ging eine Wäscherei in Betrieb.
1952 wurde in den Wäldern nahe Mahlwinkel ein Militärflugplatz gebaut und von 1957 bis 1994 waren hier Truppen der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland stationiert. An den Flugplatz angrenzend entstand ab 1968 eine Kaserne in der über den gesamten Zeitraum hinweg je ein Artillerie- und ein Mot-Schützenregiment stationiert war. Der Flugplatz selbst beherbergte 1989 das 337. Kampfhubschrauberregiment mit 60 Mi-8 und Mi-24, die 290. Drohnenstaffel mit Tupolew M-143 und die 296. Hubschrauberstaffel mit Mi-2, Mi-6, Mi-8 und Mi-24. Der Abflug der letzten Hubschrauber erfolgte am 24. Mai 1994. [1]
Nach der politischen Wende konnte 1993 eine zentrale Wasser- und Abwasserleitung installiert werden.
Am 1. Januar 2010 schlossen sich die bis dahin selbstständigen Gemeinden Mahlwinkel mit dem Ortsteil Zibberick, Bertingen und Wenddorf mit der Gemeinde Angern zur neuen Gemeinde Angern zusammen.[2]
Die letzte Bürgermeisterin der Gemeinde Mahlwinkel war Karin Osterland.
Das Wappen wurde am 30. April 1997 durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt.
Blasonierung: „In Rot die rechte Hälfte eines silbernen Mühlsteins an einem silbernen Winkelmaß, der Winkel links und abwärts kehrend; das Winkelmaß unten besteckt mit drei gestaffelt steigenden silbernen Ähren am Halm, die untere Ähre mit Blatt.“
Die Farben des Ortsteils sind Weiß-Rot.
Laut § 4 Abs. 4 der Gebietsänderungsvereinbarung [3] dürfen die Ortsteile und die Vereine in den Ortsteilen, soweit sie auch bisher dazu berechtigt waren, die bisherigen Wappen und Flaggen als Ausdruck der Verbundenheit der Bevölkerung weiter führen.
Von Mahlwinkel führen Verbindungsstraßen in die umliegenden Orte (Dolle, Tangerhütte, Kehnert, Wolmirstedt). Im 10 km entfernten Rogätz verkehrt eine Fähre (bis 25t) über die Elbe nach Burg. Im 12 km westlich liegenden Ort Dolle besteht Anschluss an die Bundesstraße 189 - die wichtigste Verbindung im Norden Sachsen-Anhalts.
Mahlwinkel liegt an der Bahnstrecke Magdeburg–Stendal mit stündlichen Verbindungen über Magdeburg nach Schönebeck (Elbe) und über Stendal nach Wittenberge.
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