Mark Zuckerberg
Leben
Zuckerberg wurde als Sohn eines Zahnarztes und einer Psychologin geboren und wuchs mit drei Schwestern in Dobbs Ferry (New York) auf. Er entstammt einem jüdischen Elternhaus[2] und bezeichnet sich selbst als Atheisten.[3] An der Harvard University studierte Zuckerberg Informatik und Psychologie. 2004 gründete er Facebook und gab 2006 sein Studium ohne Abschluss auf.
Am 19. Mai 2012 heiratete er seine langjährige, chinesischstämmige Freundin Priscilla Chan, mit der er seit 2003 eine Beziehung geführt hatte und in einer Villa in Palo Alto, Kalifornien lebt.[4]
Zuckerbergs Vermögen wurde im September 2011 vom Wirtschaftsmagazin Forbes auf rund 17,5 Milliarden US-Dollar geschätzt.[5] 2009 war er der jüngste lebende Self-made-Milliardär der Welt;[6] im September 2010 lief ihm allerdings sein acht Tage jüngerer Kompagnon Dustin Moskovitz diesen Rang ab.[7]
Facebook
Im Jahr 2004 gründete Zuckerberg als Student zusammen mit Dustin Moskovitz, Chris Hughes und Eduardo Saverin das soziale Netzwerk Facebook. Davor versuchte er sich erfolglos an einigen anderen Internetprojekten.[8] Verschiedene Quellen schätzten den Gesamtwert des Unternehmens auf rund 50 Milliarden US-Dollar.[9][10][11] Im Jahr 2007 erwarb Microsoft einen Minderheitenanteil von 1,6 Prozent an Facebook.[12]
Ansichten
Anfang des Jahres 2010 erklärte Zuckerberg in einem Interview mit Mike Arrington von TechCrunch, als Begründung für lascheren Datenschutz, dass Nutzer freiwillig immer mehr Daten im Internet von sich preisgeben würden und sich Facebook lediglich den gesellschaftlichen Realitäten anpasse.[13] Der Umgang der Menschen mit ihren Daten habe sich stark geändert. Die Menschen würden sich wohl fühlen, ihre persönlichen Informationen mit vielen Menschen zu teilen.[14] In einem anderen Interview erklärte er: Mehrere Identitäten zu besitzen sei „ein Beispiel für einen Mangel an Integrität“.[15] Im September desselben Jahres wurde bekannt, dass Zuckerberg 100 Millionen US-Dollar für die Schulen der Stadt Newark, New Jersey spenden will und den Aufbau einer Bildungsstiftung anstrebt.[16]
Auszeichnungen
- Am 15. Dezember 2010 ernannte das New Yorker Time-Magazin Zuckerberg zur „Person des Jahres“. Dieser Titel wird seit 1927 von der New Yorker Zeitschrift verliehen.
Sonstiges
- Seine Website FaceMash.com hat Mark Zuckerberg am 20. November 2010 beim Auktionsdienst Flippa für rund 30.000 US-Dollar versteigert.[20]
Literatur
- Sascha Adamek: Die facebook-Falle. Wie das soziale Netzwerk unser Leben verkauft. Wilhelm Heyne, München 2011, ISBN 978-3-453-60180-2.
- Juan Faerman: faceboom. Wie das soziale Netzwerk Facebook unser Leben verändert. südwest, München 2010, ISBN 978-3-517-08656-9. (Spanische Originalausgabe 2009)
- David Kirkpatrick: Der Facebook-Effekt. Hinter den Kulissen des Internet-Giganten. Carl Hanser, München 2011, ISBN 978-3-446-42522-4. (Amerikanische Originalausgabe 2010)
- Ben Mezrich: Die Gründung von Facebook. riva, München 2011, ISBN 978-3-86883-154-2. (Die englische Originalausgabe von 2009 The Accidental Billionaires war die Vorlage für den Film The Social Network)
- Jakob Steinschaden: Phänomen Facebook. Wie eine Webseite unser Leben auf den Kopf stellt. Carl Ueberreuter, Wien 2010, ISBN 978-3-8000-7488-4.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Facebook-Prospekt lässt Fragen offen. manager-magazin.de, abgerufen am 02. Februar 2012.
- ↑ Yaniv Halili: Changing His Status. In: 7 Days, Yedioth Ahronoth, issue #2408', 19. März 2010, S. 94–100.
- ↑ Vauhini Vara: Too Much Information? In: wsj.com. 28. November 2007, abgerufen am 26. Juni 2010 (englisch).
- ↑ ab Die wahre Welt von Facebook-Milliardär Mark Zuckerberg. bild.de, abgerufen am 23. Oktober 2009.
- ↑ Profil bei Forbes. In: Forbes Magazine. Abgerufen am Oktober 2012 (englisch).
- ↑ In Pictures: The World's Youngest Billionaires. Forbes.com, abgerufen am 8. Oktober 2009 (englisch).
- ↑ Facebook-Mitbegründer Dustin Moskovitz ist jüngster Milliardär der Welt. derStandard.at, abgerufen am 25. Oktober 2010.
- ↑ Zuckerberg über Entstehung von Facebook. Abgerufen am 4. Dezember 2011.
- ↑ Soziales Netzwerk. Goldman-Deal treibt Facebook-Wert auf 50 Milliarden Dollar. In: Spiegel Online. 3. Januar 2011, abgerufen am 7. Februar 2012.
- ↑ Facebook Now Worth $50 Billion In Secondary Trading. In: TechCrunch. 29. November 2010, abgerufen am 7. Februar 2012 (englisch).
- ↑ Accel Sold Big Chunk Of Facebook Stock At $35 Billion Valuation. In: TechCrunch. Abgerufen am 7. Februar 2012 (englisch).
- ↑ Einstieg bei Facebook: Microsoft landet Coup. n-tv, abgerufen am 25. Oktober 2010.
- ↑ Mark Zuckerberg - Facebook-Boss nennt weniger Datenschutz zeitgemäß. Große Aufregung um ein angebliches Zitat: Facebook-Chef Zuckerberg soll das Ende der Privatsphäre verkündet haben. Ganz so drastisch hat sich der Weltvernetzer nicht geäußert, seine Erklärung für laschere Richtlinien klingt dennoch recht abstrus: Man passe sich der gesellschaftlichen Realität an. In: Spiegel Online. 10. Januar 2010, abgerufen am 7. Februar 2012.
- ↑ Stefan Winterbauer: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg Über Soziale Normen. Zuckerberg und das Ende der Privatsphäre. In: meedia.de. 11. Januar 2010, abgerufen am 7. Februar 2012.
- ↑ David Galer Kirkpatrick: The Facebook Effect, Simon & Schuster, New York 2010, S. 199
- ↑ Richard Pérez-Peña: Facebook Founder to Donate $100 Million to Help Remake Newark’s Schools. In: The New York Times. 22. September 2010, abgerufen am 7. Februar 2012 (englisch).
- ↑ Finlo Rohrer: Is the Facebook movie the truth about Mark Zuckerberg? BBC, 30. September 2010, abgerufen am 18. Oktober 2010 (englisch).
- ↑ Andreas Borcholte: Facebook-Film "The Social Network" - Sozio-Pate. In: Spiegel Online. 25. September 2010, abgerufen am 7. Februar 2012.
- ↑ Film-Epos über Facebook: Kein süßer Zuckerberg. In: Heise.de. 25. September 2010, abgerufen am 7. Februar 2012.
- ↑ Zuckerberg versteigert seine Problem-Website. Facemash.com brachte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg vor sieben Jahren in Schwierigkeiten. Jetzt ist sie für rund 30'000 Dollar versteigert worden. In: tagesanzeiger.ch. 20. November 2010, abgerufen am 7. Februar 2012.
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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