Mashup (von englisch to mash für vermischen) bezeichnet die Erstellung neuer Medieninhalte durch die nahtlose (Re-)Kombination bereits bestehender Inhalte. Der Begriff stammt aus der Welt der Musik und bedeutet dort im Englischen so viel wie Remix (vgl. Mashup (Musik)). In den deutschen Sprachraum wurde der Begriff rund um das Schlagwort Web 2.0 importiert, da Mashups als ein wesentliches Beispiel für das Neue an Web 2.0 angeführt werden: Inhalte des Webs, wie Text, Daten, Bilder, Töne oder Videos, werden z. B. collagenartig neu kombiniert. Dabei nutzen die Mashups die offenen Programmierschnittstellen (APIs), die andere Webanwendungen zur Verfügung stellen.
So können z. B. Anbieter von Webseiten über die API von Google Maps Landkarten und Satellitenfotos auf der eigenen Webseite einbinden und zusätzlich mit individuellen Markierungen versehen. Auch die API von Flickr wird oft genutzt, um Fotos in neue Anwendungen einzubinden. Eine besonders große Anzahl an Mashups verknüpft dabei geografische Daten, beispielsweise von Google Maps oder von Bing Maps, mit anderen Inhalten wie Fotos oder Kleinanzeigen. Es werden auch in Internetseiten eingebettete Videos, wie etwa von YouTube, genutzt.
Während Mashups zunächst als Spielzeug abgestempelt wurden, machen sich in der Zwischenzeit auch einige kommerzielle Anbieter, z. B. Immobilienanbieter, die oben genannten Möglichkeiten zu Nutze, aber auch im sonstigen geschäftlichen Umfeld stellen sie im Rahmen von situativen Anwendungen eine Option dar. Dies ist speziell für den sogenannten Long Tail of Business interessant.
Mashups nutzen überwiegend moderne leichtgewichtige Webarchitekturen und -technologien. Meistens laufen sie im Browser, der dann mittels JSON, AJAX, REST, SOAP, RSS oder ATOM mit einem Server kommuniziert. All dies ist relativ unkompliziert bereits großteils mit JavaScript möglich, allerdings gibt es auch Mashup-Umgebungen, die auf eine bestimmte Technologie setzen, die dann beim Endanwender erst installiert werden muss. Beispiele dafür wären Adobe Flash, JavaFX oder Silverlight.
Es gibt diverse Anbieter von Mashup-Umgebungen. Oft können Benutzer hier durch grafische Benutzeroberflächen ein Mashup erstellen oder bearbeiten. Beispiele sind:
Die einzelnen Umgebungen unterscheiden sich hauptsächlich in ihrer Zielgruppe. Einzelne Umgebungen richten sich an Softwareentwickler, andere an Konsumenten oder an Mitarbeiter von Fachabteilungen in Unternehmen.
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