Das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (MPIB) ist eine international renommierte sozialwissenschaftliche Forschungseinrichtung auf dem Gebiet der Bildungsforschung mit Sitz in Berlin. Es wurde 1961 gegründet als Institut für Forschung auf dem Gebiet des Bildungswesens in der Max-Planck-Gesellschaft und nahm 1963 als Institut für Bildungsforschung in der Max-Planck-Gesellschaft die Arbeit auf. Im Jahre 1971 erhielt es den heutigen Namen. Mitbegründer und erster Direktor war Hellmut Becker. Es gehört zur Geistes-, Sozial- und Humanwissenschaftlichen Sektion der Max-Planck-Gesellschaft (MPG).
Forschungsgegenstand des Instituts ist die Entwicklung und Bildung des Menschen, hier wird in erster Linie Grundlagenforschung betrieben. Die etwa 350 Mitarbeiter sind interdisziplinär in drei Forschungsbereichen und zwei Forschungsgruppen tätig:
Der Forschungsbereich Erziehungswissenschaft und Bildungssysteme (Direktor: Jürgen Baumert) beendete im Juni 2010 seine Tätigkeit.
Als die bekanntesten Forschungsprojekte gelten die TIMS-Studie sowie die PISA-Studien, ihre Ergebnisse erreichten eine starke massenmediale und politischen Beachtung.
Das Institut liegt im Südwesten Berlins im Ortsteil Wilmersdorf, unmittelbar an der nördlichen Grenze zum Ortsteil Dahlem und wird daher auch zum Wissenschaftsstandort Dahlem gerechnet. Dort befinden sich eine Vielzahl weiterer wissenschaftlicher Einrichtungen wie die Freie Universität Berlin, mit der das MPIB zusammenarbeitet.
Gründungsdirektor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung war Hellmut Becker, hinzu kamen als Direktoren der ersten Generation Dietrich Goldschmidt (1963) und Saul B. Robinsohn (1964). Es folgten als Direktoren Wolfgang Edelstein (1973) und Peter M. Roeder (1973), Paul B. Baltes (1980), Karl Ulrich Mayer (1983), Jürgen Baumert (1996), Gerd Gigerenzer (1997), Ulman Lindenberger (2003) und Ute Frevert (2008).
52.46825313.303843
Koordinaten: 52° 28′ 6″ N, 13° 18′ 14″ O
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