Die Mediennutzungsforschung ist ein Teilgebiet der Kommunikations- und Medienwissenschaft und analysiert die Nutzung von Massenmedien (Mediennutzung) durch deren Publikum.
In der Mediennutzungsforschung werden funktionale, individual-prozessuale und strukturelle Perspektiven unterschieden. Aus der funktionalen Perspektive werden Medienpräferenzen und Mediennutzungsmuster auf individuelle Bedürfnisse zurückgeführt. Die funktionale Perspektive hat die Mediennutzungsforschung über viele Jahre in Form des Uses-and-Gratifications-Ansatzes dominiert und geprägt. Bei der individual-prozessualen Perspektive werden Mediennutzungsepisoden als Prozesse in ihren situativen Kontexten untersucht. Aus der strukturellen Perspektive kommen vor allem die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und das Mediensystem zur Erklärung von Mediendiffusion und Publikumsstrukturen in den Blick.
Je nach Ansatz stehen die Beschreibung, die Erklärung oder die Prognose von Mediennutzung im Vordergrund.
Die an Universitäten betriebene Mediennutzungsforschung geht von einem aktiven Publikum aus, welches sich die Medieninhalte nach seinen Bedürfnissen aussucht (Uses-and-Gratifications-Ansatz).
Die von Medienunternehmen selbst betriebene Mediennutzungsforschung, die Mediaforschung, sieht das Publikum als passiv und beeinflussbar an. Es wird wie eine Art Ware von den Medienunternehmen in Form von Medienträgerkontaktchancen an die werbetreibende Wirtschaft verkauft. Sinn der Mediaforschung ist damit in erster Linie die Produkt- und Werbeoptimierung.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Mediennutzungsforschung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |