| Meteomedia AG | |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft [1] |
| Gründung | 1990 |
| Sitz | Gais, Schweiz |
| Leitung | Jörg Kachelmann (CEO und VR-Präsident) |
| Mitarbeiter | ca. 100 (Meteomedia-Gruppe) |
| Branche | Wetterdienst, Film- und Videofilmherstellung |
| Website | www.meteomedia.ch |
Die Meteomedia AG ist ein Ende 1990 von Jörg Kachelmann gegründetes Wetterdienst-Unternehmen.[2]
Die verschiedenen Unternehmen sind unter dem Dach der Jörg Kachelmann Produktions AG[3] mit Sitz in Appenzell organisiert.[4] Der Sitz der Meteomedia AG befindet sich seit 1995 in Gais im Kanton Appenzell Ausserrhoden.[1]
Das Unternehmen betreibt zusammen mit Partnern ein Netz von rund 830 privaten Wetterstationen allein in Deutschland und der Schweiz,[5] deren Einrichtung es sich von den örtlichen Gemeinden, Unternehmen, Vereinen und Sponsoren bezahlen lässt.[6] Die Firma bietet Wettervorhersagen, Unwetterwarnungen und meteorologische Gutachten an.
Darüber hinaus betreibt die Jörg Kachelmann Produktions AG die Vermarktung der meteorologischen Daten und einschlägige Film- und Videofilmherstellung.
Unternehmensgründer Jörg Kachelmann hält 49 Prozent der Anteile, 38 Prozent hält der Investor Frank B. Werner (Chefredaktor der "Euro" und "Euro am Sonntag"), früherer SonntagsBlick-Chefredaktor Peter Balsiger hält 9 Prozent. Die restlichen Anteile entfallen auf Mitarbeiterpapiere ohne Stimmrecht. Die Stimmrechtsmehrheit liegt damit bei Kachelmann.[7]
Meteomedia begründete auch das Unwetterwarnsystem WIND und ist als Firmengruppe unter dem Namen Unwetterzentrale, in der Schweiz als meteocentrale, in Deutschland (Meteomedia GmbH Bochum), Kanada und den USA (WeatherOK Inc., Weatherman Inc.) vertreten.[8][9][4]
Das Schweizer Online Wetter-Portal meteocentrale wurde 2006 von der Meteomedia AG gegründet und erreichte 2009 mehr als 50 Millionen Seitenabrufe. Im Mittelpunkt des Portals stehen Unwetterwarnungen.
Die Unwetterzentrale Deutschland mit Sitz in Bochum stellt mit einem Meteorologen-Team eine 24-Stunden-Versorgung von Behörden, Firmen und anderen Interessenten mit präzisen Unwetterwarnungen sicher. Auf der Website der Unwetterzentrale sind Informationen über betroffene Gebiete sowie über die Art und Stärke der erwarteten Unwetter für jeden abrufbar. Eine Besonderheit der Meteomedia Unwetterzentralen ist die Bewarnung auf Basis eines Polygonwarnprinzips: Im Gegensatz zu einem starren Warnraster können Warnbereiche individuell festgelegt und so je nach Bedarf definierte Flächen (z.B. Postleitzahlgebiete, Landkreise), Linien (z.B. Bahnlinien, Stromtrassen) oder Geokoordinaten (z.B. Baustellen, Industrieanlagen) einzeln bewarnt werden. Die Unwetterzentrale wird unterstützt von den öffentlichen Versicherern und wurde in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik (ISST) entwickelt.
Das französische Online-Wetterportal Vigilance Météo wurde 2010 gegründet und liefert Punktprognosen und Unwetterwarnungen für Frankreich und die französischen Überseegebiete.
Das belgische Online-Wetterportal Meteo Info wurde 2010 gegründet und liefert Punktprognosen und Unwetterwarnungen für Belgien.
Das luxemburgische Online-Wetterportal Meteozentral wurde 2010 gegründet und liefert Punktprognosen und Unwetterwarnungen für Luxemburg.
Das niederländische Online-Wetterportal Noodweercentrale wurde 2010 gegründet und liefert Punktprognosen und Unwetterwarnungen für die Niederlande.
Das dänische Online-Wetterportal Vejrcentral wurde 2010 gegründet und liefert Punktprognosen und Unwetterwarnungen für Dänemark.
Seit dem 1. April 2011 können bei der meteocentrale Liechtenstein Punktprognosen und Unwetterwarnungen für Liechtenstein abgerufen werden.
Das schwedische Online-Wetterportal Väder Alarm wurde 2011 gegründet und liefert Punktprognosen und Unwetterwarnungen für Schweden.
Das italienische Online-Wetterportal Meteoallerta wurde 2011 gegründet und liefert Punktprognosen und Unwetterwarnungen für Italien.
Das spanische Online-Wetterportal Alertas Tiempo wurde 2011 gegründet und liefert Punktprognosen und Unwetterwarnungen für Spanien.
Seit dem 1. Januar 2012 können auf Wetteralarm Österreich Punktprognosen und Unwetterwarnungen für Österreich abgerufen werden.
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