| Mexicana de Aviación | ||
|---|---|---|
| IATA-Code: | MX | |
| ICAO-Code: | MXA | |
| Rufzeichen: | MEXICANA | |
| Gründung: | 1921 | |
| Sitz: | Mexiko-Stadt, |
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| Drehkreuz: | ||
| Heimatflughafen: | Mexiko Stadt-Benito Juárez | |
| Leitung: | Manuel Borja Chico (CEO) | |
| Allianz: | oneworld[1]bis 2004 Star Alliance | |
| Vielfliegerprogramm: | Mexicana Go | |
| Flottenstärke: | ||
| Ziele: | National und international | |
Die Compañia Mexicana de Aviación, S.A. de C.V., im Außenauftritt kurz Mexicana, ist eine mexikanische Fluggesellschaft mit Sitz in Mexiko-Stadt. Sie war die erste Fluggesellschaft des Landes und nach Aeroméxico die zweitgrößte Airline Mexikos, sowie nach KLM, Avianca und Qantas die viertälteste noch operierende Fluggesellschaft der Welt.
Im August 2010 hat die Gesellschaft Insolvenz beziehungsweise Gläubigerschutz beantragt, wollte den Flugverkehr jedoch mit Ausnahme der Langstreckenflüge aufrechterhalten.[2] Am 28. August 2010 wurden jedoch bis auf weiteres alle Flüge eingestellt.[3] Bis Ende 2011 wurde der Betrieb nicht wieder aufgenommen.
Mexicana wurde 1921 als Compañía Mexicana de Transportación Aérea, S.A. (CMTA) von L.A. Winship und Harry J. Lawson gegründet. Der Erstflug erfolgte von Mexiko-Stadt nach Tampico. 1924 wurde die Gesellschaft von der von William Mallory und George Rihl geführten Compañia Mexicana de Aviación gekauft und führte den aktuellen Namen am 20. August 1924 ein. 1929 kaufte Pan American Airways die Linie, gab sie aber 1968 nach dem Konkurs wieder auf.
In den 1930er Jahren wurde das Streckennetz laufend erweitert und der Service verbessert. Mexicana war die erste ausländische Fluggesellschaft, die ab 3. Januar 1936 Los Angeles anflog.
Anfang der 1960er Jahre flottete Mexicana vier de Havilland Comet ein. Der erste Flug mit einer düsengetriebenen Maschine erfolgte am 4. Juli 1960 von Mexiko-Stadt nach Los Angeles. Ende der 1960er Jahre ging Mexicana in Konkurs. Zwischenzeitlich wurde 1966 die Boeing 727 eingeführt. Nach der Übernahme der Geschäftsführung durch Crescencio Ballesteros als Chairman und Manuel Sosa de la Vega am 15. Januar 1968 wurden die strategischen Pläne geändert und die ökonomischen Probleme in kurzer Zeit bewältigt.
In den 1970er Jahren vergrößerte sich die Flotte auf 19 Jets und war damit die größte düsengetriebene Flotte Lateinamerikas. Man betrieb in Mexiko-Stadt einen Boeing-727-Simulator. Mexicana besaß damals die größte Boeing-727-Flotte außerhalb der USA.
Am 15. Juli 1982 wurde die mexikanische Regierung mit einem Anteil von 58 % größter Aktionär. 1984 bezog Mexicana den neuen Hauptsitz in Mexiko-Stadt. 1988 meldete der Hauptkonkurrent Aeronaves de México (Aeroméxico) Konkurs an und Mexicana übernahm einige der Langstrecken, einschließlich Flüge nach Kanada und Südamerika.
Anfang der 1990er Jahre erfolgte die Deregulierung der Flugindustrie in Mexiko, und es wurden mehrere neue Fluggesellschaften in Mexiko gegründet. Darauf modernisierte Mexicana ab 1991 ihre Flotte durch Airbus-A320-Maschinen und zusätzlich ab 1992 durch Fokker 100. Die 1993 reorganisierte Aeroméxico erwuchs wieder und brachte Mexicana an den Rand des Ruins.
Mitte der 1990er litten alle mexikanischen Fluggesellschaften an der starken Abwertung des mexikanischen Pesos und Mexicana, Aeroméxico sowie deren angeschlossene regionale Fluggesellschaften wurden unter dem Dach nationalen Gesellschaft CINTRA (Corporación Internacional de Transporte Aereo) zusammengeschlossen und vom Staat übernommen. 1995 erfolgte der totale Zusammenschluss von Mexicana und Aeroméxico als ein Teil von CINTRA. Unter dem Dach von CINTRA wuchs Mexicana kontinuierlich und wurde 2000 Mitglied der Star Alliance, trat jedoch wegen Streitigkeiten um Verkehrsrechte mit United Airlines im März 2004 wieder aus.
Im Jahr 2003 wurden die letzten Boeing 727 außer Dienst gestellt und durch neue Airbus A318, A319 und A320 ersetzt. Nur die Langstrecken werden noch mit Boeing 767 geflogen. 2005 war ein einschneidendes Jahr für Mexicana, da die Gesellschaft und auch Aeroméxico privatisiert wurden. Beide Gesellschaften erhielten ihre Eigenständigkeit zurück. Gleichzeitig wurden mehrere Billigfluggesellschaften in Mexiko gegründet. Mexicana antwortete durch die Gründung einer eigenen Billigfluggesellschaft namens AeroCaribe, später "Click Mexicana". Am 29. November 2005 wurde Mexicana und ihre Tochtergesellschaft von CINTRA an die mexikanische Hotelkette Grupo Posadas verkauft. "Click Mexicana" wurde in "MexicanaClick" umbenannt und zur Regionalfluggesellschaft umgestaltet.
Mexicana arbeitet nach wie vor auch mit einigen Mitgliedern der Star Alliance, Aeroméxico und Avianca zusammen, ist aber am 10. November 2009 der oneworld Alliance beigetreten.[1]
Am 3. August 2010 beantragte Mexicana sowohl in Mexiko als auch in den USA Insolvenz, nachdem bereits amerikanische und kanadische Leasinggesellschaften Flugzeuge abgezogen hatten. Im Insolvenzverfahren soll die Gesellschaft restrukturiert und saniert werden, wobei der Flugplan, mit einigen wenigen Ausnahmen im Langstreckenbereich, aufrechterhalten werden soll. Die Tochter MexicanaClick ist von der Insolvenz nicht betroffen.[2] Am Abend des 4. August wurde der Ticketverkauf vorläufig eingestellt, bereits gebuchte Flüge sollen jedoch durchgeführt werden.[4] Am 9. August wurde bekanntgegeben, dass die internationalen Verbindungen vorerst eingestellt werden.[5]
Am 23. August wurde bekanntgegeben, dass ein 95-prozentiger Anteil an Mexicana durch das mexikanische Unternehmenskonsortium Tenedora K übernommen wird, während die weiteren 5 Prozent an eine Pilotengewerkschaft gehen.[6]
Am 27. August 2010 stellte Mexicana entgegen früheren Ankündigungen den gesamten Flugbetrieb aufgrund der gegenwärtigen finanziellen Situation und eines stockenden Restrukturierungsprozesses bis auf weiteres ein.[3] Die neuen Eigentümer Tenedora K erklärten einen Bedarf für weitere Investoren zur Rettung der insolventen Gesellschaft.[7]
Im November 2010 wurde mit PC Capital ein weiterer neuer Investor vorgestellt, der ankündigte, den Betrieb im Dezember 2010 sukzessive mit reduziertem Angebot und Kapazitäten wieder aufnehmen zu wollen.[8] Die Airline plante zunächst, ab 31. Januar 2011 wieder Flugtickets zu verkaufen und bald mit sechs Flugzeugen (zuzüglich einem als Reserve) zunächst elf Ziele anzufliegen.[9] Dies konnte jedoch nicht eingehalten werden.[10] Am 14. Februar wurde ein Testflug mit Beamten der mexikanischen und US-amerikanischen Luftfahrtbehörden nach San Antonio, Texas durchgeführt, um offiziell wieder fliegen zu dürfen.[11] Am 2. März 2011 wurde jedoch bekannt gegeben, dass der Verkauf und die Restrukturierung der Gesellschaft auf Grund einer ungeklärten Finanzierung durch neue Investoren zunächst auf Eis liegt.[12] Mit Stand August 2011 hat die Gesellschaft den Betrieb nach wie vor nicht wieder aufgenommen, die weitere Entwicklung ist bis dato unklar. Den jüngsten Planungen von November 2011 zufolge soll der Betrieb zunächst ausschließlich mit Charterflügen wieder aufgenommen werden.[13]
Mexicana betrieb ein nationales und internationales Streckennetz von ihrer Heimatbasis Aeropuerto Internacional Benito Juárez in Mexiko-Stadt.
Mit Stand August 2011 waren keine Flugzeuge mehr auf Mexicana registriert.[14]
Zur vorläufigen Einstellung des Flugbetriebs im August 2010 bestand die Flotte der Mexicana aus 65 Flugzeugen[14] mit einem Durchschnittsalter von 11,1 Jahren:[15]
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