Dienstag, 29. Mai 2012

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Meyenburg

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Meyenburg
Meyenburg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Meyenburg hervorgehoben
53.31277777777812.24305555555682
Koordinaten:
53° 19′ N, 12° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Prignitz
Amt: Meyenburg
Höhe: 82 m ü. NN
Fläche: 50,62 km²
Einwohner:

2.305 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 46 Einwohner je km²
Postleitzahl: 16945
Vorwahl: 033968
Kfz-Kennzeichen: PR
Gemeindeschlüssel: 12 0 70 280
Adresse der Amtsverwaltung: Freyensteiner Straße 42 16945 Meyenburg
Bürgermeister: Falko Krassowski
Lage der Stadt Meyenburg im Landkreis Prignitz
Karte
Über dieses Bild
Schloss

Meyenburg ist eine Stadt im Landkreis Prignitz in Brandenburg (Deutschland) und Verwaltungssitz des gleichnamigen Amtes.

Geografie

Meyenburg liegt am Südufer der Stepenitz, einem Nebenfluss der Elbe, und grenzt im Norden an Mecklenburg-Vorpommern. Zu Meyenburg gehören die Ortsteile Bergsoll, Buddenhagen, Griffenhagen, Penzlin, Penzlin-Süd, Schabernack und Schmolde.

Geschichte

Die Ackerbürgerstadt entstand südlich einer 1285 erstmals erwähnten markgräflichen Wasserburg, die als Grenzfestung gegen Mecklenburg entstanden ist. Die Stadt Meyenburg wird als solche erstmals im Jahr 1332 erwähnt. Der Stadtgrundriss ist rippenförmig und entwickelte sich zu beiden Seiten der von Süd nach Nord verlaufenden Straße. Schloss und Kirche liegen auf der weniger tiefen östlichen Seite.

Meyenburg war ein wichtiger Grenzort zu Mecklenburg und daher auch von den dortigen Herzögen begehrter Besitz. Mitte des 14. Jahrhunderts (vor 1364) gelangte Meyenburg als markgräfliches Lehen an die aus Bayern stammende Familie von Rohr, mit der die Stadtgeschichte seither eng verbunden ist. Die zunächst außerhalb der Stadt gelegene Burg gab man wahrscheinlich Anfang des 14. Jahrhunderts auf. Aus dieser Zeit stammen die ältesten Teile des heutigen Schlosses. Ein großer Stadtbrand zerstörte Meyenburg 1795 und machte eine neuzeitliche Planung mit einem Marktplatz möglich. Aus der Zeit nach diesem Brand stammen die ältesten Ackerbürgerhäuser in Fachwerk. Die beiden Stadttore wurden im 19. Jahrhundert abgetragen. In den Gründerjahren kam es zu einer Stadterweiterung entlang der Straßen nach Pritzwalk und Freyenstein.[2]

Mit der Anbindung der Bahn nach Pritzwalk und Güstrow am 11. Dezember 1887 kam es zu einem bescheidenen wirtschaftlichen Aufschwung. Als Verbindung von Bahnhofsstraße und Stadt wurde der von Gründerzeitbauten geprägte dreieckige Wilhelmsplatz geschaffen.[2]

Eingemeindungen

Buddenhagen gehört seit dem 1. Januar 1974 zu Meyenburg.[3] Schmolde wurde am 31. Dezember 2001 eingemeindet.[4]

Politik

Stadtverordnetenversammlung

Die Stadtverordnetenversammlung von Meyenburg besteht aus 12 Stadtverordneten.

  • Meyenburger WG: 7 Sitze
  • CDU: 2 Sitze
  • SPD: 2 Sitze
  • FDP: 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)[5]

Wappen

Das Wappen wurde am 21. Juli 1999 genehmigt.

Blasonierung: „In Silber eine zweitürmige rote Burg; die bezinnten Türme sind mit je zwei silbern gerahmten, schwarzen Spitzbogenfenstern und rot-beknauften blauen Spitzdächern versehen; über dem geschlossenen blauen Tor wächst aus einem gemauerten Stufengiebel ein vierblättriger grüner Zweig mit einem linksgewendeten auffliegenden schwarzen Vogel.“[6]

Sehenswürdigkeiten

  • Schloss Meyenburg (Modemuseum, Bibliothek, Schlossmuseum) mit Schlosspark
  • Evangelische Pfarrkirche, mit in der Grundsubstanz spätgotischem Saalbau und Chor. Der neugotische, freistehende Turm aus Backstein wurde 1848-50 durch den Baumeister Rosainsky errichtet. Auf dem Grabstein des 1589 verstorbenen Helmut von Rohr befindet sich ein großes Wappen der Familie von Rohr.
  • Mahnmalsanlage von 1946/47 auf dem Wilhelmsplatz zur Ehrung des Widerstands gegen den Faschismus
  • Gedenkstein von 1948 vor der katholischen Kapelle "St. Maria hilf" an der Straße nach Freyenstein zur Erinnerung an die Opfer des Todesmarsches von KZ-Häftlingen im April 1945
  • Gedenkmauer an der "Kriegsgräberstätte" auf dem Friedhof zur Erinnerung an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft

Weitere denkmalgeschützte Häuser sind auf der Liste der Baudenkmale in Meyenburg verzeichnet.

Wirtschaft und Infrastruktur

Industrie

Hauptwirtschaftszweig in der Region um Meyenburg ist das Meyenburger Möbel Werk, welches hier seit 1946, damals noch unter den Namen Wohnraummöbel geführt, ansässig ist. Die etwa 400 Mitarbeiter produzieren Möbel auf einer Fläche von etwa 4000 m². Hergestellt werden unter anderem die Billy-Regale für das schwedische Möbelhaus IKEA.

Verkehr

Meyenburg liegt an der Bahnstrecke Meyenburg–Neustadt (Dosse), die von der Prignitzer Eisenbahn GmbH betrieben wird. Aus Richtung Berlin kommt die Bahnstrecke Kremmen–Meyenburg der früheren Ruppiner Eisenbahn. Die Bahnstrecke Güstrow–Meyenburg wird im Personenverkehr nicht mehr bedient. Die Stadt liegt an der Bundesstraße 103 zehn Kilometer nördlich der Autobahn Autobahn 24 (BerlinHamburg). Über die B 103 und die nördlich der Stadt abzweigende B 198 besteht auch eine Verbindung zur Anschlussstelle Röbel der A 19 (Berlin - Rostock).

Persönlichkeiten

Weblinks

 Commons: Meyenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Bevölkerung im Land Brandenburg am 31. Dezember 2010 nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden (PDF; 31,71 KB), Stand 31. Dezember 2010. (Hilfe dazu)
  2. ab Edeltraud Pawelka, Torsten Foelsch, und Rolf Rehberg: Städte der Prignitz, Sutton Verlag, Erfurt 2004, ISBN 3-89702-707-0
  3. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  5. http://www.amtmeyenburg.de/politik/mitglieder.php?gremium=1538
  6. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
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Diese Seite wurde zuletzt am 4. Mai 2012 um 21:10 Uhr geändert.

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