Dienstag, 29. Mai 2012

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Micha Brumlik

Micha Brumlik (2012)

Micha Brumlik (* 1947 in Davos, Schweiz) ist ein Erziehungswissenschaftler und Publizist. Er wurde als Kind jüdischer Flüchtlinge in der Schweiz geboren und lebt seit 1952 in Deutschland. Er ist Professor am Fachbereich Erziehungswissenschaften an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Leben

Nach seiner Gymnasialzeit am Lessing-Gymnasium in Frankfurt am Main verbrachte Micha Brumlik zwei Jahre in Israel, wo er Philosophie studierte und in einem Kibbuz arbeitete. Nach seinem Studium der Pädagogik und Philosophie war er wissenschaftlicher Assistent der Pädagogik an den Universitäten Göttingen und Mainz, danach Assistenzprofessor in Hamburg. Von 1981 bis 2000 lehrte er Erziehungswissenschaft an der Universität Heidelberg. Er leitete seit 2000 das Fritz Bauer Institut in Frankfurt, ein Studien- und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Wirkung des Holocaust. Am 30. September 2005 lief sein Vertrag aus, den er nicht verlängern wollte. [1] Außerdem ist er seit 2000 Professor am Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main mit dem Schwerpunkt „Theorie der Erziehung und Bildung“. [2] Brumlik ist Mitherausgeber der politisch-wissenschaftlichen Monatszeitschrift Blätter für deutsche und internationale Politik und des Periodikums Babylon - Beiträge zur jüdischen Gegenwart. Er war Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Juden und Christen beim Deutschen Evangelischen Kirchentag.

Ende Februar 2008 sagte Micha Brumlik im Streit über die Neuformulierung der Karfreitagsfürbitte für die Juden innerhalb der Tridentinischen Messe seine Teilnahme am 97. Deutschen Katholikentag im Mai in Osnabrück ab. Auf epd-Anfrage erklärte er: „Entweder sie machen das rückgängig, oder der Dialog auf offizieller Ebene wird einfrieren.“ Zuvor hatte schon der Repräsentant der Weltunion für progressives Judentum, Rabbiner Walter Homolka, seine Anmeldung zurückgezogen. [3]

Brumlik war in Deutschland politisch aktiv im Sozialistischen Büro, als Frankfurter Stadtverordneter und Mitglied von Bündnis90/Die Grünen.

Auszeichnungen

Werke (Bücher)

Literatur

  • Georges Didi-Huberman: Bilder trotz allem. Wilhelm Fink Verlag, Paderborn, 2007. 260 Seiten. ISBN 3770540204

Weblinks

 Commons: Micha Brumlik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Interviews

Kontroverse Micha Brumlik/Rolf Verleger

Andere Veröffentlichungen

Einzelnachweise

  1. Nachrichten des Fritz Bauer Instituts
  2. seine Seite in der Universität
  3. Auch Micha Brumlik sagt Teilnahme am Katholikentag ab
  4. http://imgespraech.buber-gesellschaft.de/hefte/7/wahle.pdf, abgerufen am 24. Januar 2010
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