Dienstag, 29. Mai 2012

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Migrant

Nettomigrationsraten für 2006: positiv (blau), negativ (orange) und stabil (grün)

Als Migranten werden jene Menschen bezeichnet, die von einem Wohnsitz/Land zu anderen Wohnsitzen/Ländern wandern beziehungsweise durchziehen. Entweder sind sie dauerhaft nicht-sesshaft (wie beispielsweise viele Sinti und Roma), oder sie geben ihren bisherigen Wohnsitz auf, um zu einem anderen Wohnsitz zu ziehen (das lateinische Verb "migrare" bedeutet "auswandern, wandern, reisen").

Beschreibung

Aus Sicht ihres Herkunftslandes sind Migranten Auswanderer (Synonym "Emigranten"), aus Sicht des Aufnahmelandes Einwanderer (Immigranten). Die Umschreibung „Menschen mit Migrationshintergrund“ fasst Migranten und ihre Nachkommen unabhängig von der tatsächlichen Staatsbürgerschaft zusammen.

Der Begriff Migranten bzw. Migrantenfamilien wird in den deutschsprachigen Medien oft jedoch auch zur Bezeichnung von Familien verwendet, die dauerhaft eingewandert sind.

Eine Gruppe von Migranten sind Flüchtlinge, deren Status durch die Genfer Flüchtlingskonvention geregelt ist. Diese haben gewisse Rechte, zum Beispiel Recht auf politisches Asyl, die andere Migranten im Allgemeinen nicht genießen. Der Begriff des Flüchtlings umfasst nach dem Genfer Abkommen ausschließlich Personen, die aufgrund von Hautfarbe, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe (Ethnie) oder politischer Überzeugung ihr Land verlassen. Er schließt also insbesondere Elends- und Umweltflüchtlinge, Klimaflüchtlinge und Wirtschaftsflüchtlinge nicht ein.

2006 schätzte man weltweit 175 Millionen Immigranten (siehe unten). [1] Darunter befanden sich 8,4 Millionen Flüchtlinge.[2]

Im deutschen Sprachgebrauch unterscheidet man hingegen zwischen Asylberechtigten, die in ihrem Heimatland individuell politisch verfolgt wurden, und Flüchtlingen, die aufgrund von Kriegen fliehen mussten. Sie können beispielsweise als Kontingentflüchtlinge einen Aufenthaltstitel erhalten.

Arbeitsmigranten sind die wichtigste Gruppe von Migranten. Innerhalb der Europäischen Union wird Arbeitsmigration durch die Freizügigkeitsregelung erleichtert.

Zuwanderung sowie Abwanderung von Migranten

Die Zuwanderung beziehungsweise Abwanderung von Migranten kann politische und/oder ökonomische Probleme verursachen. [3] Während bei Emigranten das Herkunftsland oftmals unter der Abwanderung qualifizierter junger Menschen leidet, hängen die Probleme bei den Immigranten mit den meist geforderten Sprachkenntnissen beziehungsweise der sogenannten Integration in die Kultur des Aufnahmelandes zusammen. Der Trend zur Assimilation unterscheidet sich von Aufnahmeland zu Aufnahmeland. Während er in der französischen Gesellschaft relativ stark ausgeprägt ist, wird in Deutschland zumindest seitens der Politik von Immigranten keine Assimilation gefordert. Exemplarische Zahlen für Deutschland enthalten zehn Grafiken eines Spiegel-Online-Artikels. [4]

Migrantenkinder

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. International Organization for Migration, World Migration Report 2005, p. 13.
  2. 2006 UNHCR. Zur Zusammensetzung der Flüchtlinge und IDPs siehe diese Grafik. (UNHCR 2006)
  3. Deutschlandfunk vom 17. Oktober 2010
  4. Spiegel-Online-Artikel

Weblinks

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