| Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (bspw. Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Hilf bitte der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung. |
Die militärische Aufklärung beschafft, sammelt Informationen über die militärpolitische Lage in einzelnen Ländern und Bündnissen des potenziellen oder tatsächlichen Gegners und über seine Streitkräfte und wertet diese aus. Diese Informationen bilden die Grundlage für eigene Rüstungsmaßnahmen bzw. militärische Operationen. In der Bundeswehr führt das Kommando Strategische Aufklärung Maßnahmen zur strategischen Aufklärung durch. Das Führungsgrundgebiet 2 Militärisches Nachrichtenwesen bearbeitet innerhalb der Führungsorganisation diesen Arbeitsbereich. Ab der Verbandsebene wird die Aufklärung durch die S2 Stabsabteilung, ab der eines Großverbandes und Kommandobehörde durch das Dezernat Aufklärung der G2 Stabsabteilung bearbeitet.
Man unterscheidet strategische, operative und taktische Aufklärung. Dabei beschäftigt sich die strategische Aufklärung mehr mit den Absichten und Möglichkeiten feindlicher Kräfte, operative Aufklärung mit den Absichten und taktische Aufklärung mehr mit dem, was feindliche Kräfte machen.
Strategische Aufklärung soll Daten über das gegnerische Rüstungspotenzial, Neuentwicklungen von Waffen und die räumliche Verteilung von Feindkräften und -mittel beschaffen. Wesentliche Mittel sind Open Source Intelligence über frei zugängliche Medien, bildgebende Aufklärung über Satelliten sowie wesentlich die Elektronische Kampfführung mit der Fernmelde- und Elektronischen Aufklärung. Nur in Ausnahmefällen erfolgt eine unmittelbare Aufklärung durch verdeckte Kräfte, wie sie im Bundesnachrichtendienst vorhanden sind.
Operative Aufklärung arbeitet weitestgehend mit Aufklärungsmitteln und dient der Gewinnung von Informationen in der Tiefe des gegnerischen Raumes, die für die eigene weiterreichende Operationsführung eines Großverbandes notwendig sind. Wesentliche Mittel sind Aufklärungsflugzeug wie RECCE-Tornados mit Aufklärungsbehältern, heute vermehrt Unbemanntes Luftfahrzeug und Fernspähtrupps neben der Fernmeldeaufklärung. Dazu werden Räume die für Marschbewegungen und Rast insbesondere feindliche MSR als Raum durchlaufende Fernstraßen und deren Kreuzungen aufgeklärt. Ebenso in der Tiefe des Feindraumes gelegene Baulichkeiten wie Flugplätze, Eisenbahnlinien, Brücken und Wasserstraßen. Feindkräfte von besonderem Interesse sind dabei höhere Stäbe und ihre Fernmeldeeinrichtungen, besondere Einsatzmittel wie schwere Artillerieraketensysteme wie die BM-30 sowie Versorgungs- und Brückenkolonnen.
Taktische Aufklärung dient dem unmittelbaren Erkenntnisgewinn der eigenen Truppe durch die eigene Truppe in ihrem Einsatzraum und dem ihn umgebenden Interessenraum – als jeweils angrenzende Einsatzräume von Nachbarn.
Sowohl bei der operativen als auch bei der taktischen Aufklärung kommen unterschiedliche Aufklärungsmittel mit größerer und kürzerer Reichweite zum Einsatz wie Drohnen (UAVs) mit größerer oder Mini-Drohnen mit kurzer Reichweite. Im Bereich der operativen Aufklärung Fernspähtrupps mit tiefer Eindringtiefe in den gegnerischen Raum. In der taktischen Aufklärung Soldaten eines Spähtrupp des Bataillonsaufklärungszuges oder der Truppe sowie die jederzeit von allen Soldaten durchgeführte Aufklärung durch Spähen, Sehen, Hören.
Aufklärungsmittel werden je nach ihrer Eindringtiefe zur operativen oder taktischen Aufklärung eingesetzt. Unterschieden werden optische, akustische und elektronische Maßnahmen.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Militärische_Aufklärung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |