Als die Mimik (hochsprachlich auch die „Miene“ oder das „Mienenspiel“) werden die sichtbaren Bewegungen der Gesichtsoberfläche bezeichnet. In den meisten Fällen entsteht ein Gesamteindruck aus einzelnen mimischen Facetten, da die einzelnen Bewegungen der Gesichtsmuskulatur in Sekundenbruchteilen ablaufen. Die Mimik kann zusammen mit anderen Verhaltensweisen und Handlungen, wie der Gestik, ein wichtiger Bestandteil der Nonverbalen Kommunikation sein.
Der Gesichtsausdruck beruht im Wesentlichen auf der Kontraktion der mimischen Muskulatur und wird besonders durch Augen und Mund als den beweglichsten Teilen des Gesichts hervorgebracht.
Mimik besitzt in folgenden Bereichen eine besondere Bedeutung:
Mimische Kommunikation und Interaktion ist sozial bedeutsamer, als es die auffälligere und besser dokumentierbare Sprache vermuten lässt.
In europäischen Kulturen bedeutet etwa
Gelegentlich wird das Wort Mimik auch synonym zu Theater spielen verwendet. So wird das Verb mimen und das Substantiv Mime synonym für Schauspieler oder umgangssprachlich für eine schauspielerisch überhöhte Darstellung verwandt. Beispiel: „Er mimt, krank zu sein“ (im Sinne von: er tut so, als ob er krank wäre).
Mimik ist in manchen Vereinen ein Höhepunkt der Jahres-Festivitäten, in der für die Mitglieder Ereignisse aus dem Vereinsleben karikiert und pantomimisch überhöht werden.
Wesentliche Überlegungen zur Mimik gehen auf Béla Balázs, den ersten Filmtheoretiker der Weimarer Republik und dessen epochales Werk Der sichtbare Mensch (1924) zurück.
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