Dienstag, 29. Mai 2012

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Risalit

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Das Herrenhaus Pronstorf verfügt über einen Mittel- und zwei Seitenrisalite; die jeweils dritte und vierte Fensterachse bilden eine Rücklage.

Ein Risalit,[1] auch Avantcorps[2] oder Avant-corps[3][4], ist ein – zumeist auf ganzer Höhe – aus der Fluchtlinie eines Baukörpers hervorspringender Gebäudeteil. Als Mittel zur Fassadengliederung ist er ein typisches Gestaltungsmittel der Architektur des Barocks und der Renaissance, tritt jedoch auch in anderen Epochen auf.

Steht der Risalit mittig in der Fassade, wird er als Mittelrisalit bezeichnet; ist er außermittig zu einer Seite verrückt, ist es ein Seitenrisalit. Münden zwei rechtwinkelig zueinander verlaufende Flügel in einen Risalit, spricht man von einem Eckrisalit.

Die gegenüber der Fassadenfront des Risalits zurücktretende Fassade der eigentlichen Fluchtlinie des Baukörpers nennt man Rücklage oder Arrierecorps.[5]

Siehe auch

Ein hervorspringender Gebäudeteil, der sich vom Boden aus nicht über die ganze Höhe des Baukörpers erstreckt, wird auch als Auslucht oder Standerker bezeichnet, einer, der nicht vom Boden an beginnt, wird Erker genannt.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Von italienisch risalto, „Vorsprung“.
  2. Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1854, Band 1, S. 354.
  3. Von französisch avant corps, „vor dem Baukörper“.
  4. Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 1. Leipzig 1911., S. 131.
  5. Auch Arrière-corps, von französisch arrière corps, „hinter dem Baukörper“.
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