| Banca Monte dei Paschi di Siena S.p.A. | |
|---|---|
| Rechtsform | Società per Azioni |
| ISIN | IT0001334587 |
| Gründung | 1472 |
| Sitz | Siena, |
| Leitung | Antonio Vigni (CEO) Giuseppe Mussari (Chairman) |
| Mitarbeiter | 32.867 (31. Dezember 2008) |
| Bilanzsumme | 213,8 Mrd. EUR (31. Dezember 2008) |
| Branche | Bankwesen |
| Website | www.mps.it |
Die Banca Monte dei Paschi di Siena S.p.A. (MPS) ist eines der größten Kreditinstitute Italiens und gilt als die älteste noch existierende Bank der Welt.
Die Bankzentrale residiert im Palazzo Salimbeni im Zentrum von Siena in der Toskana. Neben dem klassischen Bankgeschäft werden auch Versicherungsdienstleistungen angeboten. Monte dei Paschi ist mit ihren rund 32.800 Mitarbeitern in ganz Italien und weltweit aktiv. Die Bank ist u. a. auch an der Banca Toscana, an der Banca Agricola Montovana, an der Banca Popolare di Spoleto und an der Banca Monte Parma beteiligt.
Die Bank hat bedeutende Kunstsammlungen des 14. bis 19. Jahrhunderts.
Die Bank wurde 1472 in Siena als Leihhaus Monte di Pietà (oder Monte Pio) gegründet und erhielt 1624 den aktuellen Namen.[1] Sie diente zunächst der vergünstigten Vergabe von Kleinkrediten. 1568 kam es zu einer ersten Reform. 1624 wurden die Statuten erneut geändert. Großherzog Ferdinand II. besicherte die Bank mit staatlichen Einnahmen aus den Domänenweiden in der Maremma, den sogenannten Paschi. Zugleich dehnte das Haus seine Aktivitäten auf Gebiete außerhalb Sienas in die Toskana aus. Mit der Gründung Italiens galt es als eines der Fundamente zur Finanzierung der Staatsausgaben und gab erstmals Bodenkredite aus (credito fondiario). Zwischen 1907 und 1930 entstanden Zweigstellen in Empoli, Florenz, Perugia, Neapel und Rom. Zugleich unterstützte der Monte die Gründung der Banca Toscana.
1936 erhielt die Bank ein neues Statut, das aus ihr ein ein Kreditinstitut entsprechend dem seinerzeitigen Staatsrecht machte (Istituto di credito di diritto pubblico), und das mit wenigen Änderungen bis 1995 Gültigkeit beanspruchte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg gelang die Expansion in die bedeutenden Finanzzentren New York, Singapur, Frankfurt und London. 1990 bis 1994 gelang es der Bank als erste in Italien, sich im Banken-Versicherungsgeschäft anzusiedeln. Dazu entstand MontePaschi Vita. Zudem erwarb sie Mediocredito Toscano und das Istituto Nazionale per il Credito Agrario. Diese beiden Bereiche für mittelgroße und langfristige Kredite wurden als MPS Banca per l’Impresa zusammengefasst. Diese erwirbt Anteile an ausländischen Banken in Belgien, der Schweiz und in Frankreiche.
Am 8. August 1995 dekretierte der Finanzminister (Ministro del Tesoro) die Gründung zweier Einrichtungen, nämlich der Fondazione Monte dei Paschi di Siena und der Banca Monte dei Paschi di Siena S.p.A.. Die Banca war dabei für Versicherungs- und Bankgeschäfte zuständig, die Stiftung hingegen für wohltätige, aber auch wissenschaftliche und Unterrichtsvorhaben, für Gesundheits- und Kunstprojekte. Kernbereich ist dabei die Stadt Siena und die gleichnamige Provinz.
1999 ging die Bank an die Mailänder Börse. In den Jahren 2000 bis 2005 erwarb sie mehrere Kreditinstitute mit starker lokaler Bindung, wie die Banca Agricola Mantovana, mit dem Schwerpunkt Mantua. 2007 kaufte sie 55 % der auf kleine und mittlere Unternehmen spezialisierten Biverbanca - Cassa di risparmio di Biella e Vercelli, die etwa 700 Beschäftigte und 105 Filialen in Piemont, der Lombardei, in Latium und im Aosta-Tal aufwies. 2008 erwarb sie die Banca Antonveneta. Das Kernhaus konzentrierte sich zunehmend auf Unternehmenskredite und Fragen der Corporate Finance.
Quelle: [2]
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