Dienstag, 29. Mai 2012

Themen


Mulleklenkes

Mulleklenkes
MulleKlenkes.JPG
Basisdaten
Ort: Aachen, Karlshöhe
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 44′ 44,1″ N, 6° 2′ 35,8″ O50.7455976.043278
Koordinaten:
50° 44′ 44,1″ N, 6° 2′ 35,8″ O
Höhenpunkt: 342 m ü. NHN
Verwendung: Fernmeldeturm
Status: in Betrieb
Bauweise: Stahlbetonbau
Turmtyp: FMT12
Baudaten
Bauzeit: 1984
Bauherr: Deutsche Bundespost
Baukosten: 5,6 Mio. DM
Betriebsdaten
Inbetriebnahme: 1984
Eigentümer: Deutsche Funkturm
Technische Daten
Gesamthöhe: 133 m
Baustoff: Stahl, Beton
Mulleklenkes (Nordrhein-Westfalen)
Red pog.svg
Mulleklenkes v. unten

Der Mulleklenkes ist ein etwa 7 km südwestlich des Aachener Stadtzentrums gelegener Sendeturm. Er steht auf der Karlshöhe, einem Höhenzug im Aachener Stadtwald, nahe dem Dreiländereck und in unmittelbarer Nähe zur belgischen Grenze. Der 133 m hohe Turm (Typenturm FMT 12) wurde 1984 fertiggestellt. Die Baukosten betrugen 5,6 Millionen DM.[1] Betreiber und Eigentümer der Anlage ist die Deutsche Funkturm (DFMG), einer Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom mit Sitz in Münster.

Mulleklenkes ist kein Spitzname, sondern der offizielle Name des Turms. Der Name setzt sich zusammen aus den beiden Öcher-Platt-Wörtern mullen (klönen, schwatzen) und Klenkes (abgespreizter kleiner Finger der rechten Hand, Aachener Erkennungszeichen). Die Sendeanlage selbst wird als Sender Aachen-Stadt oder Sender Aachen-Karlshöhe bezeichnet.

Frequenzen und Programme

Analoges Radio (UKW)

Frequenz (MHz) Programm RDS PS RDS PI Regionalisierung ERP (kW) Antennendiagrammrund (ND)/gerichtet (D) Polarisationhorizontal (H)/vertikal (V)
100,1 Antenne AC _ANTENNE D098 - 1 D (10°-140°) V
102,7 Deutschlandfunk __DLF___ D210 - 0,5 D (340°-200°) H

Digitales Fernsehen (DVB-T)

Die DVB-T-Ausstrahlungen vom Mulleklenkes laufen im Gleichwellenbetrieb (Single Frequency Network) mit anderen Sendestandorten.

Am 20. November 2007 wurden die analogen Fernsehsignale durch die folgenden DVB-T-Aussendungen (in vertikaler Polarisation) ersetzt:[2]

Kanal Frequenz (MHz) Multiplex Programme im Multiplex ERP (kW) Antennendiagrammrund (ND)/ gerichtet (D) Polarisationhorizontal (H)/ vertikal (V) Modulations- verfahren FEC Guard- intervall Bitrate (MBit/s) SFN
E26 514 ZDFmobil 5 D V 16-QAM  (8-k-Modus) 2/3 1/4 13,27 Colonius (Köln-Ehrenfeld, Bonn (Venusberg), Aachen (Stolberg-Donnerberg), Aachen (Karlshöhe-Mulleklenkes), Gummersbach (Kerberg), Hohe Warte/Engelskirchen (Ründeroth)
E49 698 WDR-Bouquet 2 Aachen 10 D V 64-QAM 1/2 1/4 14,93 Aachen (Stolberg-Donnerberg), Aachen (Karlshöhe-Mulleklenkes)
E50 706 WDR-Bouquet 1 10 D V 16-QAM  (8-k-Modus) 2/3 1/4 13,27 Colonius (Köln-Ehrenfeld), Bonn (Venusberg), Aachen (Stolberg-Donnerberg), Aachen (Karlshöhe-Mulleklenkes), Gummersbach (Kerberg), Hohe Warte/Engelskirchen (Ründeroth)

Ehemaliges analoges Fernsehen (PAL)

Vor der Umstellung auf DVB-T wurden folgende Fernsehprogramme im analogen PAL-Standard ausgestrahlt (jeweils in horizontaler Polarisation):

Kanal Frequenz (MHz) Programm ERP(kW) Antennendiagrammrund (ND)/ gerichtet (D) Polarisationhorizontal (H)/ vertikal (V)
26 511,25 RTL (Nordrhein-Westfalen) 0,1 D H
27 519,25 Sat.1 (Nordrhein-Westfalen) 0,1 D H
30 543,25 ZDF 0,01 D H
33 567,25 WDR Fernsehen (Aachen) 0,01 D H
37 599,25 ZDF 320 D H
52 719,25 Das Erste (WDR) 0,02 D H
58 767,25 WDR Fernsehen (Aachen) 400 D H
60 783,25 VOX 0,1 D H

Die kleineren Sendeleistungen stellen Füllsender dar. Die gerade im Vergleich zu heute ganz erheblichen Sendeleistungen im Hunderte-kW-Bereich wurden hingegen für die Grundnetzsender aufgewendet. Die Privaten Fernsehprogramme wurden bereits im Zusammenhang mit der DVB-T-Einführung im Großraum Köln/Bonn am 8. November 2004 abgeschaltet. Das Fernsehprogramm RTL auf Kanal 26 wurde schon am 24. Mai 2004 abgeschaltet.

Einzelnachweise

  1. Chronik der Stadt Aachen 1984
  2. DVB-T Empfangsprognose für die Region Aachen. Projektbüro DVB-T Nordrhein-Westfalen (Überallfernsehen), abgerufen am 2.12. 
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Diese Seite wurde zuletzt am 8. Mai 2012 um 12:30 Uhr geändert.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Mulleklenkes aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

TOP



TOP