Dienstag, 29. Mai 2012

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Muskauer Faltenbogen

Der Muskauer Faltenbogen ist eine Stauchendmoräne der Elstereiszeit. Er ist Bestandteil des Lausitzer Grenzwalles. Der Gletscher, das Inlandeis, stauchte die vor und unter ihm liegenden Sand- und Braunkohleschichten auf einer Länge von mehr als 40 km zu einem kleinräumigen Faltenbogen auf, der rezent als flachwelliger Hügelzug beiderseits der Lausitzer Neiße erhalten und weltweit nahezu einmalig ist.

Der Muskauer Faltenbogen erstreckt sich in Form eines Hufeisens von Döbern im Nordwesten über Weißwasser/Oberlausitz und Bad Muskau im Süden bis zum polnischen Trzebiel im Nordosten.

Während man lange Zeit davon ausging, dass der Faltenbogen in der Saaleeiszeit gebildet wurde, entstand er nach neueren Untersuchungen bereits in der Elstereiszeit. Dass er im Bereich einer saalezeitlichen Endmoräne liegt, ist dabei eher zufälliger Natur.

Auf deutscher Seite ist die gesamte Fläche dieser geologischen Struktur – unter Einbeziehung südlich angrenzender Gebiete – seit 2003 ein Geopark. Dieser wurde 2007 als Nationaler Geopark in Deutschland zertifiziert und – zusammen mit dem polnischen Schwester-Geopark – im Jahr 2011 zu einem Geopark des European Geopark Network gewählt.

Literatur

  • Manfred Kupetz: Der Muskauer Faltenbogen – ein Geotop von europäischer Bedeutung. In: Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge, 1/1996, S. 125–136, Kleinmachnow 1996.
  • Almut Kupetz, Manfred Kupetz, Jochen Rascher: Der Muskauer Faltenbogen – ein geologisches Phänomen, Grundlage einer 150jährigen standortgebundenen Wirtschaftsentwicklung und Geopark in Brandenburg, Sachsen und der Wojewodschaft Lubuser Land. (Hrsg.: Gesellschaft für Geowissenschaften e. V., Berlin 2004)

Weblinks

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