Dienstag, 29. Mai 2012

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Nachtstück

Detail aus einem Triptychon von Hieronymus Bosch, um 1505

Als Nachtstück bezeichnet man eine Darstellung, die eine Szenerie bei künstlicher Beleuchtung, bei Mondschein o.ä. zeigt.

In der Malerei

Großer Beliebtheit erfreuten sich Nachtstücke bzw. Nachtbilder in der Zeit vom 15. bis zum 17. Jahrhundert; eine Renaissance erlebten sie während der Romantik. Die Hell-Dunkel-Malerei Caravaggios, das Chiaroscuro, stellt eine Sonderform des Nachtstücks dar; die beliebten Mondscheinmotive auf Ansichtskarten um die Wende zum 20. Jahrhundert entstammen wohl dem gleichen Bedürfnis nach geheimnisvollen und romantischen Lichtverhältnissen, die schon Nachtstücke von Künstlern wie Hieronymus Bosch, Rembrandt oder Caspar David Friedrich populär gemacht hatten.

Häufig vertreten ist das Motiv der Krippe in Bethlehem bei Fackelschein.

In der Literatur

Im Gebiet der Literatur ist der Begriff Nachtstück ebenfalls gebräuchlich. Hier wird er für Werke verwendet, die sich mit düsteren, unheimlichen Inhalten befassen, so z.B. für etliche Erzählungen von E. T. A. Hoffmann (siehe auch: Schwarze Romantik, Schauerliteratur, Horrorliteratur). Das Blankversgedicht A Night-Piece von William Wordsworth beschreibt eine romantisches nächtliches Naturerlebnis.

In der Musik

Nocturne oder Notturno ist statt des deutschen Ausdrucks Nachtstück im Bereich der Musik gebräuchlicher, beispielsweise bei Frédéric Chopin.

Literatur

  • R. Brenstedt, Die Entstehung und Entwicklung des Nachtbildes in der abendländischen Malerei, Diss., o.V., Göttingen 1966
  • Mirjam Neumeister, Das Nachtstück mit Kunstlicht, ISBN 3935590792, o.V., Petersberg 2003

Weblinks

 Wikisource: E. T. A. Hoffmann: Nachtstücke – Quellen und Volltexte
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Diese Seite wurde zuletzt am 18. März 2011 um 04:37 Uhr geändert.

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