Dienstag, 29. Mai 2012

Themen


Narmada

Narmada
Verlauf der Narmada

Verlauf der Narmada

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Indien
Flusssystem NarmadaVorlage:Infobox Fluss/ABFLUSSWEG_fehlt
Quelle nahe Amarkantak22° 40′ 12″ N, 81° 45′ 0″ O22.6781.751057
Quellhöhe ca. 1.057 m[1]
Mündung in das Arabische Meer21.57166472.7287480
Koordinaten:
21° 34′ 18″ N, 72° 43′ 43″ O
21° 34′ 18″ N, 72° 43′ 43″ O21.57166472.7287480
Mündungshöhe mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied ca. 1.057 m
Länge 1.312 km[1]
Einzugsgebiet 98.800 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Abfluss am Pegel Garudeshwar (EZG: 89.345 km²)[2] MQ 1.218 m³/s
Durchflossene Stauseen Bargi-Damm, Indirasagar-Damm
Großstädte Jabalpur, Hoshangabad, Bharuch
Mittelstädte Mandla
Die Narmada bei Omkareshwar

Die Narmada bei Omkareshwar

Die Narmada oder Nerbudda (Hindi, f., नर्मदा, narmadā, [nʌɽmʌdɑː]) ist einer der heiligen Flüsse Indiens. Er fließt von Zentralindien in westlicher Richtung und mündet in das Arabische Meer. Seine Länge beträgt 1312 km.

Verlauf

Die Narmada entspringt im Norden des Bundesstaates Madhya Pradesh auf dem Gipfel des Amarkantak, windet sich auf den ersten 320 km ihres Laufes zwischen den Hügeln des Mandla-Hochlandes, die den Beginn des Satpuragebirges bilden, fließt bei Jabalpur durch schön anzusehende marmorne Felsen (Bhedaghat), die den Flusslauf der Narmada einkeilen, dann durch das vom Vindhya- und Satpuragebirge gebildete Tal in südwestliche Richtung. Die etwa 20 km lange Trichtermündung liegt nördlich von Surat im Golf von Khambhat am Arabischen Meer.

Einzugsgebiet und Flusssystem

Einzugsgebiet des Narmada

Das Einzugsgebiet umfasst die nördlichen Abhänge des Satpuragebirges, nicht aber jene des nördlich begrenzenden Vindhya-Hochlandes, dessen Gewässer in die Flüsse Ganges und Yamuna fließen. Der längste Nebenfluss ist der Tawa. Zusammen mit dem Vindhya-Gebirge bildet die Narmada eine Art Grenze zwischen dem nördlichen Indien (insbesondere die Gangesebene) und dem südlichen Indien (Dekkan).

Kulturelle Bedeutung

Die Narmada wird nach dem Ganges und der Yamuna als heiligster Fluss Indiens angesehen. Aus diesem Grund befinden sich an seinem Lauf viele Pilgerstätten, beispielsweise Maheshwar in Madhya Pradesh. Als besonders fromme Wallfahrt gilt, von der Quelle bis zur Mündung und anschließend auf der anderen Flussseite zurück zu pilgern. Diese Pilgerreise kann bis zu zwei Jahre in Anspruch nehmen.

Nutzung

Der Fluss wird nicht nur zur Bewässerung verwendet, sondern auch zur Schifffahrt. In den Regenzeiten können auch größere Schiffe in bestimmten Gebieten mitunter den Fluss befahren.

Im Unterlauf des Flusses ist seit 1961 ein großer Staudamm mit einem Wasserkraftwerk mit 1.450 MW im Bau, der zum stark umstrittenen Sardar-Sarovar-Bewässerungsprojekt gehört (die Sardar-Sarovar-Talsperre). Gegner dieses Projekts formten die Bewegung Narmada Bachao Andolan (Rettet-die-Narmada-Bewegung) unter der Führung von Medha Patkar. Auch die indische Schriftstellerin Arundhati Roy hat sich als Gegnerin des Projekts hervorgetan. Im Jahr 1999 wurden allerdings die Hoffnungen der Bewegung durch ein Urteil des obersten Gerichtshofs enttäuscht.

Einzelnachweise

  1. ab Sharad K. Jain, Pushpendra K. Agarwal, Vijay P. Singh: Hydrology and water resources of India. New York 2007, S. 513-559
  2. National Center for Atmospheric Research: Monthly Discharge Data for World Rivers (except former Soviet Union) Inventories (CISL Research Data Archive), Boulder (USA) 2001

Literatur

  • Christoph Dittrich: Widerstand gegen das Narmada-Staudammprojekt in Indien. Geographische Rundschau 56(12), S. 10 – 15 (2004), ISSN 0016-7460

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Narmada River – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Diese Seite wurde zuletzt am 24. April 2012 um 08:23 Uhr geändert.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Narmada aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

TOP



TOP