| Strukturformel | ||||||||||||||||||
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| Allgemeines | ||||||||||||||||||
| Name | Natriumcarbonat (wasserfrei) | |||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | Na2CO3 | |||||||||||||||||
| CAS-Nummer |
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| Kurzbeschreibung |
farbloses kristallines Pulver[1] |
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||||
| Molare Masse | 105,99 g·mol–1 | |||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest |
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| Dichte |
2,53 g·cm–3[1] |
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| Schmelzpunkt | ||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
1600 °C (Zersetzung)[2] |
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| Löslichkeit |
gut in Wasser (217 g·l−1 bei 20 °C)[1] |
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| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||
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| LD50 |
4090 mg·kg−1 (Ratte, oral)[2] |
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| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | ||||||||||||||||||
Natriumcarbonat (fachsprachlich) oder Natriumkarbonat (Na2CO3), wasserfrei auch calciniertes Soda genannt, ist ein Salz der Kohlensäure. Als Lebensmittelzusatzstoff trägt es das Kürzel E 500.
Natriumcarbonat ist polymorph, kristallisiert also in Abhängigkeit von Druck und Temperatur bei gleicher chemischer Zusammensetzung in verschiedenen Kristallsystemen, die wasserfrei sein, aber auch Kristallwasser (Hydrat) enthalten können.
Darüber hinaus findet sich Natriumcarbonat zusammen mit Natriumhydrogen- beziehungsweise Calciumcarbonat in der Natur in folgenden Mineralen:
Als Salz der schwachen Kohlensäure reagiert es mit stärkeren Säuren unter Bildung von Kohlenstoffdioxid (Aufschäumen). In Wasser löst Natriumcarbonat sich unter Wärmeentwicklung (Hydratationswärme). Eine stark alkalische Lösung entsteht, da das Carbonatanion als Base mit einem Proton aus dem Dissoziationsgleichgewicht des Lösungsmittels Wasser zum Hydrogencarbonation (HCO3-) reagiert und eine entsprechend hohe Hydroxidionenkonzentration entsteht:
Vor der Verfügbarkeit größerer Mengen von Natriumhydroxid war Natriumcarbonat damit die wichtigste Base, da es sich in Wasser gelöst verhält wie eine Mischung aus Natriumhydrogencarbonat und Natriumhydroxid: Eine Lösung von 50 g Natriumcarbonat pro Liter Wasser weist einen pH-Wert von 11,5 auf.[2]
Die Standardbildungsenthalpie von Natriumcarbonat beträgt ΔfH0298 = −1131,7 kJ·mol−1,[4] die Freie Standardbildungsenthalpie ΔG0298 = −1048,4 kJ·mol−1,[4] und die molare Standardentropie S0298 = 136,1 J·K−1 ·mol−1.[4]
In Sodaseen in Ägypten, Türkei (Van-See), Ostafrika (z. B. Lake Natron und andere Seen des Ostafrikanischen Grabens), Kalifornien, Mexiko und als Trona (Na(HCO3) · Na2CO3 · 2H2O) in Wyoming (USA), Mexiko, Ostafrika und in der südlichen Sahara.
Kristallsoda muss gut verschlossen in feuchten Räumen gelagert werden, da sie an trockener Luft Kristallwasser abgibt und in ein weißes Pulver zerfällt.
Umgekehrt muss man calcinierte, d. h. wasserfreie Soda in trockenen Räumen aufbewahren, da sie – ohne dadurch sofort feucht auszusehen – leicht Feuchtigkeit aus der Luft aufnimmt und mit dieser in das Monohydrat Na2CO3 · H2O übergeht (Hygroskopie).
Natriumcarbonat wird seit langer Zeit durch den Menschen genutzt. Schon die alten Ägypter setzten es zum Mumifizieren ein. Ebenso fand es seit dem Altertum Verwendung als Reinigungsmittel und bei der Glasherstellung. Heute wird Natriumcarbonat von fast allen Industriezweigen eingesetzt und ist damit eines der vielseitigsten chemischen Produkte.
Natriumcarbonate werden in der Lebensmitteltechnik als Backtriebmittel, Säureregulator oder Trägerstoff eingesetzt, zum Beispiel in Backpulver. Sie sind in der EU als Lebensmittelzusatzstoff der Nummer E 500 ohne Höchstmengenbeschränkung (quantum satis) für alle Lebensmittel allgemein zugelassen und dürfen nach EG-Öko-Verordnung auch sogenannten „Bio“-Lebensmitteln zugesetzt werden.
Weltweit wurden 1997 ca. 39 Millionen Tonnen Soda produziert. In Deutschland betrug das Marktvolumen 1999 ca. 2,4 Millionen Tonnen. Der größte Anteil an Soda wird dabei von den folgenden fünf Industriebranchen verbraucht:
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