| NeXT, Inc. | |
|---|---|
| Rechtsform | Inc. |
| Gründung | 1986 |
| Auflösung | 1996 |
| Sitz | Silicon Valley, USA |
| Leitung | Steve Jobs |
| Branche | Elektroindustrie |
Das Unternehmen NeXT, Inc. [nɛkst] wurde 1986 von Steve Jobs gegründet. Zuvor hatte er Apple nach einem verlorenen Machtkampf verlassen. Ende 1996 wurde NeXT von Apple übernommen.
Nachdem Steve Jobs mit fünf Kollegen (Rich Page, George Crow, Bud Tribble, Dan'l Lewin und Susan Barnes) Apple 1985 verlassen hatte, gründete er zusammen mit ihnen sowie Randy Heffner und Gary H. Moore 1986 NeXT Computer, Inc. Steve Jobs steuerte 7 Millionen US-Dollar aus seinem eigenen Vermögen zur Gründung bei. 1987 erwarb Ross Perot für 20 Millionen US-Dollar einen Anteil von 16 % an NeXT. Im Oktober 1988 stellte Steve Jobs den ersten NeXT-Computer in San Francisco vor. Ab September 1989 wurde dieser dann auch als NeXTcube ausgeliefert. Ebenfalls 1989 erwarb Canon einen Anteil von 16,6 % an NeXT für 100 Millionen US-Dollar.
1990 wurde die NeXTstation vorgestellt, eine flache Pizza box, die unter den Monitor gestellt wurde.
Ende 1990 etablierte sich in Deutschland eine Vertriebsorganisation aus NeXT Deutschland GmbH (München), drei NeXTcentern (d'ART Hamburg, AMG Dortmund und DCS Waldbronn bei Karlsruhe) und zahlreichen NeXTpartnern, darunter auch die Computerabteilung des Karstadt-Oberpollingers in München.
1993 verabschiedete sich NeXT vom Hardware-Geschäft und entwickelte die plattformunabhängige Software NeXTStep für Intel, NeXTstep für Motorola (NeXT-Hardware) und für spezielle Unix-Workstations (PA-RISC) von HP und Sun SPARC, sowie – zumindest im Labor – auch für IBM PowerPC.
Im Zuge der Umorientierung wurde der Unternehmensname 1995 in NeXT Software, Inc. geändert. OPENSTEP, eine Implementierung der OpenStep-Spezifikation, lieferte NeXT für Intel-Rechner (als vollständiges Betriebssystem openSTEP/Mach for Intel und als OpenStep/NT als Aufsatz auf Windows NT) und seine bestehende NeXT-Hardware. Parallel dazu entstand mit WebObjects eine objektorientierte Entwicklungs- und Laufzeitumgebung für dynamische Webseiten.
Schließlich wurde das Unternehmen am 20. Dezember 1996 für 400 Millionen US-Dollar von Apple Computer aufgekauft. Steve Jobs kehrte zu Apple zurück und hatte von 1997 bis zu seinem Rücktritt im August 2011 die Position des CEO inne.
Das Unternehmen NeXT hat bedeutende Beiträge für die Fortschritte im Bereich der Informationstechnologie geleistet. In NeXTStep und den NeXT-Rechnern wurden erstmals Konzepte einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht, die später zum Standard wurden. Beispiele:
Das Betriebssystem NeXTStep, genauer gesagt der Mikrokernel Mach und die API OpenStep, bilden heute zusammen mit FreeBSD die Grundlagen für das derzeitige Apple-Betriebssystem Mac OS X.
Open-Source-Projekte wie die Fenstermanager AfterStep und GNU Window Maker machen das Look and Feel der NeXT-Benutzeroberfläche auch für andere Betriebssysteme verfügbar. Eine OpenStep-kompatible API für Unix-Systeme wird mit dem Projekt GNUstep entwickelt.
Auf den Workstations von NeXT lässt sich auch NetBSD als alternatives modernes Betriebssystem einsetzen.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel NeXT aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |