Die Neue Politische Ökonomie (NPÖ) (auch Public Choice), umfasst jene Theorien und Forschungsgebiete, die politisches Verhalten, Entscheidungsprozesse und Strukturen mittels der Methodik der Ökonomik erklären. Betrachtet werden die politischen Akteure individuell und/oder innerhalb kollektiv handelnder Gruppen wie Wähler, Verwaltungen, Parteien und Interessenverbände.
Die Bezeichnung Neue Politische Ökonomie wurde zur Abgrenzung von der (neo-)marxistisch dominierten Politischen Ökonomie gewählt.[1] Die Neue Politische Ökonomie versteht sich als positive Ökonomie, die die aktuellen Zusammenhänge beschreiben will. Der Gegensatz dazu ist die normative Ökonomie, die einen Idealzustand erläutern will.
Grundannahme der Neuen Politischen Ökonomie ist der Methodologische Individualismus mit dem Modell des rational handelnden, von Eigeninteressen geleiteten Homo oeconomicus, der seinen Nutzen maximieren will und dementsprechende Entscheidungen trifft. Im politischen Umfeld geht die Theorie davon aus, dass es im politischen Kräftefeld einen Kampf um Ämter gibt. Das Ziel der Politiker sei, damit ihre Wiederwahl zu sichern und ihre eigene Wohlfahrt zu maximieren. Hierbei wird ihnen ein Hang zur Macht unterstellt. Politische Entscheidungen würden hierbei als Nebenprodukt angesehen (→ Schumpeter).
Mit dem Public-Choice-Ansatz versuchen die Vertreter dieser Theorie, unter anderem Staatengründungen, Bildung von staatlichen Institutionen oder auch Wahlverhalten zu erklären.
Mikroökonomisch orientiert:
Makroökonomisch orientiert:
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