Das Neue Museum - Staatliches Museum für Kunst und Design in Nürnberg (NMN) ist ein staatliches Museum für Kunst und Design in Nürnberg. Unterstützt wird es durch die „Förderstiftung Neues Museum in Nürnberg“ und den Verein „Museumsinitiative - Freunde und Förderer des Neuen Museums in Nürnberg e.V.“. Es besteht im Wesentlichen aus zwei Sammlungen, der Sammlung Kunst (internationale Kunst der Gegenwart), hervorgegangen aus einer Kunstsammlung der Stadt Nürnberg, und einer Sammlung Design aus Beständen der Neuen Sammlung München - hinzu kommen noch private Stiftungen.
Die Sammlung Kunst des Neuen Museums geht zurück auf die in den sechziger Jahren von Dietrich Mahlow in der Kunsthalle Nürnberg begonnene Sammlung. Zweck der Sammlung ist internationale Gegenwartskunst seit den 1950er Jahren. Dieser Grundstock wurde schon vor der Eröffnung um große Schenkungen von Werken deutscher Künstler seit den 1960er Jahren aus der Privatsammlung der Nürnberg Galeristen Marianne und Hansfried Defet erweitert, hinzu kamen in den ersten Jahren Dauerleihgaben von rund 150 Werke aus der internationalen Sammlung des Berliner Galeristen und Kurators René Block und 200 Werke von rund 70 vorwiegend amerikanischen Künstlern des Kölner Galeristen Rolf Ricke.[1] Weitere Ankäufe, Schenkungen und Leihgabe erweiterten den Bestand in der Folgezeit.
Das Hauptgebäude nach einem Entwurf des Architekten Volker Staab mit einer 100 m langen Glasfassade fügt sich trotz seiner modernen Architektur nach allgemeiner Ansicht Aufsehen erregend in den historischen Stadtkern ein. Die Fertigstellung erfolgte 1999. Das Museum wurde am 15. April 2000 eröffnet.
In den ersten fünf Jahren des Bestehens zählte das Museum etwa 500.000 Besucher. Seine Partner im Museumsgebäude sind das Institut für moderne Kunst Nürnberg und das Designforum Nürnberg. Im Museum findet man unter anderem Werke von Andy Warhol, Joseph Beuys und Neo Rauch. Als eines der Hauptwerke der Sammlung Kunst gilt das Gemälde „Telephone“ von Richard Lindner aus dem Jahre 1966.
Das Museum betreut u.a. den Nachlass des Malers Gerhard Wendland.
Im Zwinger zwischen Sterntor und Frauentor, nur wenige Schritte vom Neuen Museum entfernt, wurde 2004 ein Skulpturengarten eröffnet. Dort befinden sich neun Skulpturen der Künstler Hiromi Akiyama, Johannes Brus, Bernd Klötzer, Alf Lechner, Horst Münch, Karl Prantl, Ulrich Rückriem, Alf Schuler und Timm Ulrichs. Sie sind tagsüber frei zugänglich.
2010 wurde zum dritten Mal Ulrich Rückriems aus elf Steinkuben bestehende Skulptur Granit Bleu de Vire zusammen mit weiteren Arbeiten des Künstlers, erneut anders angeordnet, ausgestellt.
49.44777777777811.08
Koordinaten: 49° 26′ 52″ N, 11° 4′ 48″ O
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