Dienstag, 29. Mai 2012

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Neufundlandbank-Tsunami 1929

Epizentrum des Grand Banks Erdbebens von 1929

Am 18. November 1929 gegen 17 Uhr erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,2 die Neufundlandbank vor Neufundland, Kanada. Das Erdbeben verursachte keine größeren Schäden, da das Epizentrum ca. 250 km südlich im Meer lag. Das Beben löste aber einen Tsunami aus. Insgesamt drei Wellen trafen die Burin-Halbinsel und töteten 28 Menschen und machten 10.000 obdachlos.

Das Besondere ist, dass sich die Ursachen erstaunlich gut rekonstruieren lassen. Auslöser des Tsunami war vermutlich ein Unterwasserrutsch. Er hat etwa ein Dutzend Unterseekabel zerstört. Durch die zeitlichen Abstände der Ausfälle und da der (ungefähre) Ort der Kabel bekannt ist, konnte die Rutschung rekonstruiert werden. Dadurch wurde erkannt, dass die Massenbewegung ungewöhnlich weit und schnell geflossen ist. Als Grund dafür wird vermutet, dass es sich um einen Trübestrom (Turbidit) aus sehr wasserreichen Sedimenten gehandelt habe.

Weblinks

Literatur

  • Richard Lovett: Histories: The wave from nowhere. New Scientist Nr. 2592, 14. Februar 2007, S. 52 (Vorschau)
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