Neuses bei Ansbach
Neuses bei Ansbach (amtlich: Neuses b.Ansbach, oft auch als Ansbach-Neuses bezeichnet, umgangssprachlich: Naises [1]) ist ein Ortsteil der kreisfreien Stadt Ansbach, Mittelfranken.
Geografie
Neuses liegt im Nordwesten des Ansbacher Stadtgebietes, etwa 1,5 Kilometer von der Stadtmitte entfernt, direkt an der Bundesstraße 13. Wasserzell im Nordosten ist etwa einen Kilometer entfernt und Weinberg im Nordosten ebenfalls. Schalkhausen befindet sich circa zwei Kilometer südöstlich. Durch Neuses fließt die Fränkische Rezat.
Geschichte
Der Ort wurde 1132 als Chunrat de Niusaze zum ersten Mal namentlich erwähnt. Es handelte sich um einen Herrensitz, der erwähnte Chunrat war vermutlich ein Burgvogt der Herren von Dornberg.
1801 gab es in dem Ort 17 Haushalte, die alle dem Kameralamt Ansbach untertan waren.
Mit dem Gemeindeedikt bildete Neuses bei Ansbach mit den Ortsteilen Strüth und Wasserzell eine politisch eigenständige Gemeinde. Im Zuge der Gebietsreform wurde diese am 1. Juli 1972 nach Ansbach eingemeindet[2].
Baudenkmäler
- Haus Nr. 1 (ehemals Markgräfliches Gutshaus): seit 1699 im Besitz der Freiherren v. Seefried, zweigeschossiger Massivbau des 18. Jahrhunderts mit rustizierten Ecklisenen und Walmdach mit Schleppgauben. Zugehörige gleichzeitige Fachwerkscheune mit Krüppelwalm und Schleppgauben.
- Haus Nr. 53 (ehemals Gästehaus der Markgrafen, jetzt Gasthaus zum roten Adler): zweigeschossiger Massivbau des 18. Jahrhunderts mit Putzfeldergliederung, rustizierten Ecklisenen, Walmdach und Stichbogenportal mit gerader Verdachung
- Häuser Nr. 7 und 8. Zweigeschossige Massivbauten des 18. Jahrhunderts mit Walmdach; Nr. 7 mit einfacher Sonnenuhr, bezeichnet 1731
- Haus Nr. 9: Zweigeschossiger Massivbau mit Walmdach und Schleppgauben sowie geehrter Tür mit brandenburgischem Wappen, bezeichnet 1791
- Rezatbrücke der Barockzeit mit zwei gemauerten Bögen und Brüstung aus Sandsteinquadern
Einwohnerentwicklung der Gemeinde Neuses
- 1910: 372 [3]
- 1933: 424
- 1939: 434 [4]
- 1963: 767
- 1987: 895 (nur Neuses)[5]
Verkehr
Der Ort liegt an der B 13, die nach Ansbach bzw. nach Lehrberg führt.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Geographisches statistisch-topographisches Lexikon von Franken. Band 3. Stettinische Buchhandlung, Ulm 1801, Sp. 774, DNB 790364301.
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Erlangen 1955, S. 141, DNB 480570132.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach. In: Bayerische Kunstdenkmale, Bd. 2. Deutscher Kunstverlag, München 1958, S. 130, DNB 451224701.
- Konrad Rosenhauer u. a. (Hrsg.): Der Landkreis Ansbach. Vergangenheit und Gegenwart. Verl. f. Behörden u. Wirtschaft Hoeppner, Aßling-Pörsdorf/Obb. 1964, S. 179, DNB 450093387.
- Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 600.
Weblink
Einzelnachweise
- ↑ E: Fechter, S. 141.
- ↑ W. Volkert (Hrsg.), S. 600.
- ↑ http://www.ulischubert.de/geografie/gem1900/gem1900.htm?mittelfranken/ansbach.htm
- ↑ http://geschichte-on-demand.de/bay_ansbach.html
- ↑ http://gov.genealogy.net/ShowObjectSimple.do?id=NEUSES_W8800
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Diese Seite wurde zuletzt am 23. April 2012 um 21:51 Uhr geändert.