Dienstag, 29. Mai 2012

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Nițchidorf

Nițchidorf Nitzkydorf Niczkyfalva
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Nițchidorf (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Banat
Kreis: Timiș
Koordinaten: 45° 35′ N, 21° 32′ O45.582521.530833333333132
Koordinaten:
45° 34′ 57″ N, 21° 31′ 51″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 132 m
Fläche: 64,13 km²
Einwohner: 1.570 (1. Juli 2007)
Bevölkerungsdichte: 24 Einwohner je km²
Postleitzahl: 307295
Telefonvorwahl: (+40) 02 56
Kfz-Kennzeichen: TM
Struktur und Verwaltung (Stand: 2004)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Nițchidorf, Blajova, Duboz
Bürgermeister: Ioan Mașcovescu (PSD)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 212 loc. Nițchidorf, jud. Timiș, RO-307295
Graf Kristóf Niczky (1725-1787)

Nițchidorf (deutsch Nitzkydorf, ungarisch Niczkyfalva) ist eine Gemeinde im Kreis Timiș im rumänischen Banat. Erstmals wurde der Ort im Jahre 1784 schriftlich erwähnt.

Lage

Nițchidorf liegt im Südosten des Landkreises Timiș, dicht an der Grenze zum Kreis Caraș-Severin, südwestlich von Lugoj, 11 Kilometer südlich von Bad Busiasch.

Etymologie

Auf dem Gebiet des heutigen Nițchidorf gab es schon im Mittelalter eine Ortschaft namens Kutus. 1785 war der Name des Ortes Neu-Wukowar, wie aus einem Schriftstück vom 20. Juni 1785 des Csanáder Bischofs Emmerich Christovich hervorgeht. Bereits im Herbst desselben Jahres erhielt der Ort den Namen Nitzkydorf nach Graf Christophorus von Nitzky, der die Ansiedlung des Ortes durchführte. Während der ungarischen Zeit hieß die Ortschaft Niczkyfalva, 1918 nach dem Anschluss an Rumänien wurde der Bahnhof in Nichișoara umbenannt. Die rumänische Schreibweise der Ortsbezeichnung ist Nițchidorf.

Geschichte

Nitzkydorf wurde zwischen 1784-1786, infolge des sogenannten Dritten Schwabenzugs (1782-1786) der Ansiedlung des Banats mit Deutschen angelegt. Die Ansiedlung Nitzkydorfs erfolgte nach dem Erlass vom 21. September 1782 Josefs II., von 1765 bis 1790 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und Mitregent der habsburgischen Erblande.

Die ersten Ansiedler kamen 1785 aus dem Elsass, aus Lothringen, der Pfalz, Trier, Luxemburg, Schwaben, aus dem Schwarzwald und aus Schlesien. Bereits 1784 wurden sie in Wien in Listen erfasst, traten die Reise im Oktober an, überwinterten in Werschetz und erreichten im Sommer 1785 den Ansiedlungsort. In den Jahren 1822–1823 kamen noch einige Familien aus Ungarn und aus Böhmen hinzu und 1828 einige Deutschböhmen aus Wolfsberg und aus Weidenthal.

Nițchidorf hat 1.570 Einwohner (Stand 2007) und eine Gesamtfläche von 64,13 km². Der Bürgermeister ist Ioan Mașcovescu (Partidul Social Democrat).

Bevölkerung

Entwicklung der ethnischen Gruppen
Jahr Gesamt Rumänen Ungarn Deutsche Roma Übrige
1880 2861 1015 19 1803  ? 24
1910 3455 1226 71 2123  ? 35
1941 3157 1035 29 2078  ? 15
1977 2106 956 14 1131 - 5
1992 1555 1411 21 59 - 64
2002 1584 1465 32 19 7 61

Persönlichkeiten

  • Sebastian Kräuter (1922–2008), Bischof des Bistums Temeswar
  • Balthasar Waitz (* 1950), Schriftsteller und Journalist
  • Herta Müller (* 1953), deutschsprachige Schriftstellerin, Literaturnobelpreisträgerin 2009

Bibliografie

  • Helmut Wettel, Der Buziascher Bezirk. Landschaften mit historischen Streiflichtern, Temesvár, Südungarische Buchdruckerei, 1919
  • Elke Hoffmann, Peter-Dietmar Leber und Walter Wolf: Das Banat und die Banater Schwaben, Band V, Städte und Dörfer. Beiträge zur Siedlungsgeschichte der Deutschen im Banat, München, 2011, 670 Seiten

Weblinks

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Diese Seite wurde zuletzt am 20. Februar 2012 um 06:56 Uhr geändert.

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