Der Nokia Store (früher: Ovi Store) ist eine im Mai 2009 gegründete Vertriebsplattform des finnischen Unternehmens Nokia für Inhalte (Apps und Medien) für deren Mobilgeräte, insbesondere Smartphones. Inhalte sind darin für die von Nokia verwendeten Betriebssysteme Symbian, Maemo und Meego erhältlich. Im Mai 2011 kündigte Nokia eine Umbenennung aller Ovidienste an. In Zukunft werden alle Dienste in Verbindung mit dem Unternehmen „Nokia“ im Namen tragen. [1]
Im Nokia Store werden Anwendungen, Spiele, Videos, Audiodateien, Bilder, Themes und Klingeltöne gratis oder kostenpflichtig angeboten.
Der Nokia Store kann über den Webbrowser oder über eine eigens dafür vorgesehene App, dem Nokia Store Client, welcher zur Standardausstattung aller neueren Mobilgeräte Nokias gehört, aufgerufen werden. Das Herunterladen von Inhalten funktioniert aber nur vom Mobiltelefon. Für kostenpflichtige Inhalte muss man ein Nokia-Konto registrieren.
Der Nokia Store ist ein geschlossenes System, um den Kunden vor fehlerhafter und schädlicher Software zu schützen. Inhalte müssen dazu von Nokia explizit freigegeben werden.
Anders als bei anderen Anbietern sind im Nokia Store nicht alle der für das Symbian-Ökosystem verfügbaren Inhalte vorhanden. Ein Teil wird noch klassisch über die Webseiten der Hersteller vertrieben. Erworbene Inhalte bleiben dauerhaft auf dem Server gespeichert und können beliebig oft heruntergeladen werden.
Im Mai 2011 führte Nokia das „Store-in-Store“-Konzept für Mobilfunkprovider ein. Dabei bekommen Mobilfunkprovider einen eigenen Kanal, in denen sie eigene Dienste und Anwendungen anbieten können.[2]
600 bis 700 Mitarbeiter sind für den Store tätig.
Alle Inhalte können bewertet und kommentiert werden, sowie als Link per kostenloser SMS an Freunde empfohlen werden oder ans eigene Handy gesendet werden.
Mit der Version 2.8 vom Mai 2011 wurde eine Update-Funktion für Apps eingeführt. Kunden können sehen, für welche von ihnen installierten Programme Aktualisierungen verfügbar sind, und diese alle oder einzeln installieren. Zunächst steht diese Funktion nur für Symbian 3 zur Verfügung, soll aber auch für ältere Symbian-Geräte folgen.[3]
Zukünftig sollen alle Inhalte auch per Bluetooth und NFC von Gerät zu Gerät übertragen werden können.[4]
Etwa die Hälfte der Apps sind kostenlos. Kostenpflichtige Inhalte kann man über die Telefonrechnung oder per Kreditkarte bezahlen. Bei der Zahlung mit Kreditkarte stehen zur Auswahl: Visa, MasterCard, American Express, Diners Club, und JCB. Der Kauf über die Telefonrechnung funktioniert nur über eine Mobil-Verbindung, also nicht über WLAN oder ähnliches.
Der Preis kann vom Ersteller frei gewählt werden. Je nach der vom Kunden gewählten Zahlungsmethode erhält der Ersteller 60 bzw. 70 % des Verkaufspreises. Wird per Kreditkarte bezahlt, erhält der Ersteller 70 %, wird per Handyrechnung bezahlt 60 %. [5]
Der Store ist 190 Ländern in 32 lokalisierten Sprachversionen verfügbar. Weltweit gibt es 100 Millionen registrierte Anwender. Bei der Bezahlung über die Telefonrechnung ist Nokia mit der Anbindung von 150 Mobilfunkanbietern in 50 Ländern marktführend. Laut eigenen Angaben verzeichnet der Nokia Store im März 2012 mehr als 100.000 Apps. Im Juli 2011 waren es 50.000 Apps. Jede Woche kommen 1.000 Apps hinzu. Es gibt täglich rund 250.000 Neuanmeldungen.[6][7] Im Oktober 2011 wurden 10 Millionen Downloads am Tag erreicht, davon 30 % von Series 40-Geräten.[8]
Spiele und Anwendungen müssen mit dem von Nokia angebotenen SDK für Symbian oder Meego erstellt sein. Für die Entwicklung von Apps empfiehlt Nokia die plattformübergreifende Klassenbibliothek Qt.
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