| ORF III | |
|---|---|
| Senderlogo | |
| Allgemeine Informationen | |
| Empfang: | DVB-T, Kabel, Satellit |
| Länder: | |
| Sendeanstalt: | ORF |
| Intendant: | Alexander Wrabetz |
| Sendebeginn: | 26. Oktober 2011[1] |
| Rechtsform: | Öffentlich-rechtlich |
| Programmtyp: | Spartenprogramm (Information und Kultur) |
| Liste von Fernsehsendern | |
ORF III, manchmal auch ORF 3, ist ein österreichischer Fernsehsender, der am 26. Oktober 2011 um 14 Uhr auf Sendung gegangen ist.[2][3] Er hat über Satellit und Kabel die Frequenzen von TW1, einem privaten Tochtersender des ORF, der sich auf Tourismus und Wetter spezialisierte, übernommen sowie einen neuen Sendeplatz über Antenne erhalten.[2] Einzelne Sendungen sind im Internet über die ORF-TVthek abrufbar. ORF Sport Plus, der Sender, der sich bisher die Frequenz mit TW1 geteilt hat, ist ebenfalls zu einem eigenständigen Sender, ORF SPORT +, geworden, der sein Programm 24 Stunden am Tag ausstrahlt.
Das Programm von ORF III basiert auf vier Programmsäulen: Kultur/Religion/Volkskultur und Regionalität, österreichische Zeitgeschichte und Zeitgeschehen, Information und europäische Integration sowie Kunst und Kultur. Der Hauptabend jedes Wochentages steht unter einem bestimmten Schwerpunktthema. So ist der Montag der Doku-Tag. Dienstag steht im Zeichen von Kunst und Kultur. Religion und Wissenschaft gibt es am Mittwoch. Der Donnerstag setzt den Schwerpunkt Europa und Internationales. Freitag ist der Österreich-Tag, auch mit österreichischem Autorenfilm. Am Samstag folgt Zeitgeschichte, am Sonntag Oper, Theater und Konzert.[4][5] ORF III nahm seinen Programmbetrieb mit der Dokumentation „Ein Sender stellt sich vor“ auf.
Ebenfalls am Donnerstag läuft eine 50-teilige Reportagereihe mit dem Namen „Im Brennpunkt“, in der die langjährige Afrika-Korrespondentin von ARD und auch ORF, Marion Mayer-Hohdahl gestaltet. Darin werden mit Fokus auf Entwicklungsländer verschiedene Themenschwerpunkte aufgearbeitet.[6]
Derzeit wird es aus Kostengründen keine Version in High Definition geben, allerdings werden/wurden die ORF-III-Sendungen zum Großteil in HD gedreht, sodass ein ORF III HD in wenigen Jahren durchaus möglich ist.
| Name der Sendung[7] | |
|---|---|
| KulturHEUTE | KulturWerk |
| Aus dem Rahmen | erLesen |
| Wiener Vorlesung | Treffpunkt Medizin |
| Inside Brüssel | Im Brennpunkt |
| Was schätzen Sie? | Das ganze Interview |
| Im Zeit-Raum | Im Klartext |
| Print.Talk | |
| Moderatoren[8] | |
|---|---|
| Johannes Kaup | Patrick Suppan |
| Christoph Takacs | Peter Fässlacher |
| Ani Gülgün-Mayr | Raimund Löw |
| Karl Hohenlohe | Barbara Rett |
| Heinz Sichrovsky | |
Nach ORF eins und ORF 2 wird auch der dritte ORF-Sender anders geschrieben, auch die Logos werden bis auf den „Ziegel“ unterschiedlich gestaltet. Eine bewusste Entscheidung, meinte Alexander Wrabetz: „Man zeigt die Familie, aber gleichzeitig auch die Unterschiedlichkeit“.[9] Das Design der Programmvorschau ist den drei Balken im Logo angepasst. Wie bei ORF eins erhält dort jede Programmsäule ein anderes Farbschema. Häufig, so auch im Cornerlogo, wird dem Logo der Beisatz „Kultur und Information“ angehängt. Dieses Cornerlogo ist in Graustufen gehalten, gelegentlich, zum Beispiel bei der Programmvorschau, wird es im Farbschema zum entsprechenden Thema gezeigt. Das ursprüngliche Cornerlogo von ORF III wurde in einem dunklen Grauton gehalten, mittlerweile ist es hellgrau, vergleichbar mit den übrigen ORF-Programmen.
Nachdem die Medienbehörde KommAustria grünes Licht für den neuen Informations- und Kulturspartenkanal ORF III gegeben hatte, erlegte die Behörde dem ORF zwei wesentliche Einschränkungen in puncto Werbung auf.
So ist es untersagt, den neuen Sender mittels sogenannter Cross-Promotion in anderen ORF-Programmen zu bewerben, Werbezeiten für ORF III dürfen außerdem nicht in einem gemeinsamen Paket mit Werbezeiten auf anderen Programmen angeboten werden.
Mit den Einschränkungen bei der Bewerbung und Vermarktung von ORF III will die Medienbehörde „sicherstellen, dass die negativen Auswirkungen auf den Wettbewerb am TV-Markt durch das neue ORF-Angebot nicht unverhältnismäßig sind“.[10]
Beschränkungen hinsichtlich konkreter Programminhalte gibt es nicht. Solche Auflagen sind der Behörde gesetzlich nicht erlaubt, „um die redaktionelle Freiheit des ORF zu wahren“. Die Zustimmung der Medienbehörde zum neuen Spartensender und einem begleitenden Onlineangebot ist eine gesetzliche Voraussetzung dafür, dass ORF III auf Sendung gehen kann.[11]
Die Bundeswettbewerbsbehörde hatte in ihrer Stellungnahme zum Genehmigungsverfahren bei der Medienbehörde kritisiert, dass der Name „ORF III“ ein drittes Vollprogramm insinuiere, was bei einem Spartenkanal nicht der Fall sei. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz sieht keinen Grund, am Namen des neuen Spartensenders für Information und Kultur zu rütteln. Wrabetz kann dies nicht nachvollziehen, wie er am Rande der Präsentation des ORF-Public-Value-Berichts sagte. Auf die Frage, ob er die Kritik verstehe und sich eine Änderung vorstellen kann, antwortete er nur mit einem knappen „Nein“.[12]
Genaue Quotenangaben gibt es von den beiden neuen ORF-Spartensendern noch nicht, ungefähre Größenordnungen errechnete der ORF trotzdem. Demnach erreichten ORF III und SPORT + am ersten Sendetag gemeinsam mehr als 400.000 Seher (Tagesreichweite). Empfangbar ist ORF III über Kabel oder über Satellit auf der Frequenz des Vorgängers TW1.[13] ORF III wird über Satellit verschlüsselt ausgestrahlt. Für den Empfang ist eine aktive ORF DIGITAL-SAT-Karte Voraussetzung. ORF III wird auch in den österreichischen Ballungsräumen via DVB-T (Mux B) ausgestrahlt.[14]
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