Die Oberflächenwellen-Magnituden-Skala (MS, von englisch surface wave magnitude) ist eine Methode zur Messung von Erdbeben-Magnituden. Sie basiert auf der Untersuchung der Bewegung der Oberfläche durch Rayleighwellen mit einer Periode T von 20±2 Sekunden.
Beno Gutenberg entwickelte 1945 folgende dimensionslose Kennzahl für teleseismische Oberflächenwellen:
Die Koeefizienten sind dabei:
Sergei Leonidowitsch Solowjow schlug 1955 die Verwendung der maximalen Bodenpartikel-Geschwindigkeit
vor, die die seismische Energie besser wiedergibt.
Die heutige Skala, genannt Moskau-Prag-Formel, wurde 1962 durch Vít Kárník formuliert als:
Diese Formel gilt nur für
und Erdbeben mit einer Herdtiefe von 50 km oder weniger.
Die Oberflächenwellen-Magnituden-Skala besitzt eine Sättigung bei MS=8,5.
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