Montag, 28. Mai 2012

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Oberpfälzer Wald

Oberpfälzer Wald
Höchster Gipfel Čerchov ("Schwarzkopf") (1.042 m n.m.)
Lage Bayern (Deutschland), Tschechien
Oberpfälzer Wald (Tschechien)
Oberpfälzer Wald
Koordinaten 49° 23′ N, 12° 47′ O49.3833512.7837166666671042
Koordinaten:
49° 23′ N, 12° 47′ O

p1f1

Der Oberpfälzer Wald (tschechisch Český les, Böhmischer Wald) ist eine Mittelgebirgslandschaft, südlich des Fichtelgebirges und nördlich des Bayerischen Waldes, entlang der Grenze zwischen Deutschland und Tschechien.

Geographie

Wegkreuz bei Weiden

Der Oberpfälzer Wald breitet sich in einer Länge von über 100 km zwischen den Städten Waldsassen im Norden und Waldmünchen im Süden aus. Nach Süden geht er in die Cham-Further Senke, Neumarker Senke, Neumarker Pass und Neugedeiner Furche über, die ihn vom Böhmerwald trennen.

Kennzeichnend für das Gebirge sind tiefe Täler, Burgen und Ruinen, weite Fernsichten, abgelegene Kirchen und Kapellen. Charakteristisch sind auch die Rodungsinseln. Im Mittelalter wurden für die zahlreichen Eisenhämmer, die an den Flüssen und Bächen standen, große Waldflächen abgeholzt. Die damals erfolgten Rodungen sind nach den seitdem erfolgten Wiederaufforstungen noch erkennbar.

Die für den Oberpfälzer Wald charakteristischen Burgen und Burgruinen wurden vom 11. bis zum 13. Jahrhundert als Befestigungsanlagen errichtet.

Geologie

Geologisch besteht er, als Teil der Böhmischen Masse, im Wesentlichen aus verschiedenen Gneisen mit teilweise eingeschalteten Redwitziten und Kalksilikaten. Ferner gibt es große Granit-Intrusiva wie den Flossenbürger Granit oder den Leuchtenberger Granit. Im Westen und Norden treten auch Serpentinite auf. Der südliche Teil des Oberpfälzer Waldes gehört zum Moldanubikum (polymetamorphe Gneise), während der äußerste Norden um Waldsassen bereits zum Saxothuringikum gehört. Der Oberpfälzer Wald war für seine Goldvorkommen bekannt, die in der Vergangenheit immer wieder ausgeschöpft wurden. Im Jahr 2009 begann die Deutsche Rohstoff AG erneut mit Erkundungen.[1]

Berge

Der Tillen im Norden des Oberpfälzer Waldes
Der Rauhe Kulm mit Aussichtsturm (2011)

Die höchsten Erhebungen des Oberpfälzer Walds sind − sortiert nach Höhe (für die Berge in Deutschland Meter über Normalnull):

  • Čerchov ("Schwarzkopf"; 1042 m), Tschechien
  • Dyleň ("Tillenberg"; 939 m), Tschechien
  • Gibacht (938 m), Bayern
  • Entenbühl (901 m), Bayern
  • Weingartenfels (896 m), Bayern
  • Havran (Großer Rabenberg; 894 m), Tschechien
  • Signalberg (888 m), Bayern
  • Reichenstein (874 m), Bayern
  • Velký Zvon (Plattenberg; 856 m), Tschechien
  • Přimda (Pfraumberg; 848 m), Tschechien
  • Frauenstein (835 m), Bayern
  • Schellenberg (829 m), Bayern
  • Stückstein (808 m), Bayern
  • Steinberg (802 m), Bayern
  • Fahrenberg (801 m), Bayern
  • Eisberg (771 m), Bayern
  • Sulzberg (755 m), Bayern
  • Schwarzwihrberg / Schloßberg (706 m), Bayern
  • Rauher Kulm (682 m), Bayern
  • Geissleite (636 m)
  • Fischerberg (633 m), Bayern
  • Heiligdreifaltigkeitsberg (631 m), Bayern
  • Johannisberg (605 m), Bayern

Wichtige Orte im Oberpfälzer Wald

Ruine Flossenbürg

Flüsse

Felsblöcke in der Waldnaab

Im Oberpfälzer Wald entspringen mehrere Flüsse:

Burgen und Burgruinen

Burg Falkenberg im gleichnamigen Ort des Landkreises Tirschenreuth

siehe auch: Liste von Burgen und Schlössern in Bayern/RB Oberpfalz

Natur-Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Naturpark Oberpfälzer Wald

Weblinks

 Commons: Oberpfälzer Wald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Harald Elsner: Goldgewinnung in Deutschland – Historie und Potenzial. Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, 16. Februar 2009, abgerufen am 18. Mai 2012 (PDF). 
  2. http://www.vfmg-weiden.de/parkst.htm
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Diese Seite wurde zuletzt am 26. Mai 2012 um 19:53 Uhr geändert.

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