| Onna | |||
| Staat: | Italien | ||
| Region: | Abruzzen | ||
| Provinz: | L’Aquila (PE) | ||
| Gemeinde: | L’Aquila | ||
| Koordinaten: | 42° 20′ N, 13° 29′ O42.32888888888913.480555555556581 Koordinaten: 42° 19′ 44″ N, 13° 28′ 50″ O |
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| Höhe: | 581 m s.l.m. | ||
| Einwohner: | 350 (2007) | ||
| Demonym: | onnesi | ||
| Telefonvorwahl: | 0862 | CAP: | 67020 |
| Website: | Offizielle Website | ||
Onna ist eine Fraktion der italienischen Stadt L’Aquila, der Hauptstadt der Region Abruzzen und der Provinz L’Aquila.
Onna liegt in Mittelitalien in den Abruzzen am kleinen Fluss Aterno. Die Ortschaft befindet sich etwa sieben Kilometer südöstlich des Zentrums von L’Aquila und gut 90 km nordöstlich von Rom. Autobahnabfahrten befinden sich an der italienischen Autobahn A 24 (Rom-Adriaküste), Bahnstationen gibt es eine etwa zwei Kilometer vom Ort entfernt und in L’Aquila an der Bahnlinie Terni-Sulmona.
Während des Zweiten Weltkriegs wurden am 11. Juni 1944 in Onna 17 Zivilisten von der deutschen Wehrmacht als „Vergeltung“ für einen vermeintlichen Partisanenangriff willkürlich ermordet. Bevor die deutsche Wehrmacht das kleine Dorf verließ, sprengten die Soldaten ein Dutzend Gebäude.[1][2]
Bei dem Erdbeben von L’Aquila 2009 starben 42 der ursprünglich etwa 280 Einwohner des Ortes und ca. 90 % der Wohngebäude wurden zerstört bzw. sind seitdem unbewohnbar. Die Meisten der Überlebenden wohnen derzeit (Stand August 2011) in provisorischen Holzhäusern neben dem zerstörten Dorf. Am 28. April 2009 besuchte Papst Benedikt XVI. die Erdbebenregion und den Ort Onna. [3][4][5]
Die Deutsche Botschaft Rom richtete nach dem Erdbeben ein Spendenkonto ein und unterstützt seitdem mit den Geldern den Wiederaufbau Onnas. Auch die Partnerstadt Rottweil hat umfangreiche Spenden gesammelt. Unter der Koordination der Botschaft wurde für mehrere Monate eine Einheit des Technischen Hilfswerks entsandt, ein Gemeindehaus errichtet[6] und ein Wiederaufbauplan für das Dorf begonnen. Der damalige Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat seinem italienischen Amtskollegen Franco Frattini zudem Hilfe bei dem Wiederaufbau der Dorfkirche aus dem 18. Jahrhundert zugesagt.[7] Dafür wurden aus Deutschland circa 3,5 Millionen Euro gespendet. Trotzdem wurde mit dem Wiederaufbau auch zwei Jahre nach dem Erdbeben noch nicht begonnen.[8] Beim Erdbeben traten in der Kirche allerdings Fresken aus dem 15. Jahrhundert unter abgefallenen Putzschichten zutage.[9]
Im Vorfeld des G8-Gipfeltreffens in L’Aquila 2009 besuchten am 8. Juli 2009 die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi die Ortschaft.[10]
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