| Opel | |
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Opel Corsa Dreitürer (2006–2011) |
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| Corsa D | |
| Hersteller: | Adam Opel AG |
| Produktionszeitraum: | seit 2006 |
| Klasse: | Kleinwagen |
| Karosserieversionen: | Schrägheck, drei-/fünftürig |
| Motoren: | Ottomotoren: 1,0–1,6 Liter (44–155 kW)Dieselmotoren: 1,3–1,7 Liter (55–96 kW) |
| Länge: | 3999 mm |
| Breite: | 1713–1737 mm |
| Höhe: | 1488 mm |
| Radstand: | 2511 mm |
| Leergewicht: | 1100–1354 kg |
| Vorgängermodell: | Opel Corsa C |
| Nachfolgemodell: | keines |
Der Corsa D ist ein seit Sommer 2006 von Opel gebauter Kleinwagen, der seinen Vorgänger Corsa C ablöste.
Der Corsa D wurde am 18. Juli 2006 der Weltpresse auf der British International Motorshow in London präsentiert[2] und ist seit dem 7. Oktober 2006 erhältlich.
Der Corsa D auf Punto-3-Plattform ist wie der Fiat Grande Punto in allen Abmessungen gegenüber seinem Vorgänger gewachsen.[3] Insbesondere hat die Länge um 160 mm auf 3999 mm zugenommen. Damit bleibt Opel, anders als Fiat mit dem Grande Punto oder Peugeot mit dem 207, knapp unter der 4-Meter-Marke. Es gibt eine sportlich betonte dreitürige und eine fünftürige Version, der man eher das gestiegene Platzangebot ansieht. Zudem gibt es noch die besonders sportliche, ausschließlich dreitürige OPC-Version mit einer Länge von 4040 mm.
Das Leergewicht beträgt ab 1100 kg für den Dreitürer beziehungsweise ab 1145 kg für den Fünftürer.[4] Die Beschleunigungswerte sind wegen des höheren Gewichts etwas schlechter, was aber auch in der längeren Übersetzung seine Ursache findet. Dank der längeren Übersetzung ist aber der Kraftstoffverbrauch trotz des höheren Gewichts auf dem Niveau des Vorgängermodells Corsa C. Die zulässige Zuladung beträgt bis zu 445 kg für den Dreitürer beziehungsweise bis zu 420 kg für den Fünftürer.[4]
Optisch ähnelt der Corsa D stark dem Astra H bzw. dem Astra H GTC. Der Rundumblick ist, besonders in der dreitürigen Variante mit den heruntergezogenen hinteren Seitenfenstern, wie bei vielen anderen modern gestalteten Autos auch beim Corsa D eingeschränkt.
Zum Verkaufsstart wurde der Corsa D mit drei Benzinmotoren von 1,0 l Hubraum mit 44 kW (60 PS) über 1,2 l mit 59 kW (80 PS) bis zu einer 1,4-l-Variante mit 66 kW (90 PS) angeboten. Bei den Dieselmotoren gab es zwei 1,3 l CDTi mit 55 kW/66 kW (75/90 PS) und den 1,7 l CDTi mit 92 kW (125 PS). Der 1,0-l-Corsa hat einen Dreizylindermotor; alle anderen Wagen haben Vierzylinder-Reihenmotoren.[5]
Die beiden Modelle für Autogasbetrieb (Flüssiggas LPG, Liquefied Petroleum Gas) haben neben dem serienmäßigen Kraftstofftank mit 45 Litern Inhalt einen Tank für 42 Liter LPG. Bei Befüllen beider Tanks erhöht sich die Gesamtreichweite des Fahrzeugs entsprechend.
Der 1,3-Liter-CDTI-Motor wurde gemeinsam von GM Powertrain und Fiat entwickelt. Nach Beendigung des Joint Ventures teilten sich General Motors und Fiat die geistigen Rechte an diesem Motor, die Fertigung erfolgt aufgrund langfristiger Lieferverträge weiterhin bei Fiat.[6] Der 1,3 CDTI aus der ECOTEC-Triebwerkfamilie von Opel wurde 2005 zum Motor des Jahres in der Klasse von 1,0 bis 1,4 l Hubraum gewählt.[7]
Der im März 2007 auf dem Genfer Auto-Salon vorgestellte Corsa OPC ist mit einem 1,6 Liter großen ECOTEC-Benzinmotor mit Turboaufladung und 141 kW (192 PS).[8] ausgestattet. Dieser ermöglicht eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 7,2 s und eine Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h.
Der im September 2007 auf den Markt gebrachte Corsa GSi hat ebenfalls einen 1,6-Liter-ECOTEC-Benzinmotor mit Turboaufladung. Die 110 kW (150 PS) starke Maschine erlaubt eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h. Im Gegensatz zum OPC-Modell ist der Corsa GSi auch als Fünftürer erhältlich.
Corsa OPC, GSi und die beiden Dieselmodelle mit 66 kW (1.3 CDTI) und 92 kW (1.7 CDTI) haben jeweils ein 6-Gang-Getriebe, alle anderen Modelle werden mit einem 5-Gang-Getriebe angeboten. Zusätzlich gibt es ein Easytronic genanntes automatisiertes Schaltgetriebe mit fünf (1,2-l-Benzinmotor mit 59 kW) bzw. sechs Gängen (1,3-l-Dieselmotor mit 66 kW) sowie eine 4-Stufen-Automatik für das Modell mit 1,4-l-Benzinmotor und 66 kW.
Im Dezember 2009 erschien der Corsa 1,3 CDTI ecoFLEX mit 70 kW Leistung und einem Normverbrauch von 3,7 Litern je 100 km.[9]
Zum Januar 2010 wurde der Corsa D technisch überarbeitet. Alle Benzinmotoren erfüllen seitdem die Abgasnorm Euro 5. Der 1,0-Liter-Benziner wurde in Deutschland aus dem Angebot gestrichen, die Benziner mit 1,2 und 1,4 Litern Hubraum sind dafür seitdem in jeweils zwei Leistungsstufen erhältlich. Den stärkeren 1,2-Liter-Benziner gibt es nur in Kombination mit dem automatisierten Schaltgetriebe Easytronic. Im weiteren Verlauf des Jahres 2010 wurden auch alle Dieselmotoren auf Euro 5 umgestellt. Die Benzin-Autogas-Motoren wurden dagegen Ende 2010 vom Markt genommen.
Das dreitürige 1.3-CDTI-Modell ist ohne Aufpreis mit einem sogenannten CO2-Paket erhältlich. Der Wagen mit dem 55-kW-Dieselmotor hat zur Verbesserung der Aerodynamik neben einer optimierten Spoilerlippe vorn eine 20 Millimeter tiefergelegte Karosserie, eine längere Getriebeübersetzung und schmalere 175/70-R-14-Räder (Seriengröße 185/70 R 14). Das Tankvolumen ist von 45 auf 40 Liter verringert. Der Wagen hat einen reduzierten Emissionswert von 109 Gramm/km CO2 und einen um 0,4 Liter/100 km geringeren Verbrauch.
Im November 2010 präsentierte Opel den überarbeiteten Corsa, der hauptsächlich an der geänderten Frontpartie zu erkennen ist. Außerdem bekam er ein geändertes Angebot an Ausstattungsvarianten. Die GSI-Version ist entfallen.
Beim Händler steht die modifizierte Version seit dem 29. Januar 2011.
Alle Modelle verfügen serienmäßig über Front- und Seitenairbags für Fahrer und Beifahrer, Antiblockiersystem (ABS) mit Kurvenbremskontrolle und Bremsassistent, Elektronische Bremskraftverteilung (EBV), Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP), Auskuppelnde Sicherheitspedale (PRS) und Traktionskontrolle mit Motor- und Bremseingriff (TC). Mit Ausnahme des Basismodells gehören Kopfairbags zur Serienausstattung.
Das ESP Plus ist seit Ende März 2009 bei allen Modellen serienmäßig, bis dato nur beim 1.7 CDTI und den Ausführungen Sport, GSi und OPC. Die Modelle bis einschließlich 66 kW Leistung haben innenbelüftete Scheibenbremsen vorn und Trommelbremsen hinten. Die drei stärksten Modelle Corsa 1.7 CDTI, GSi und OPC haben Scheibenbremsen auch an der Hinterachse.
Im Fond ist für nur zwei Kindersitze genügend Platz vorhanden. Isofix-Halterungen auf den Außensitzen der Rückbank gehören zur Serienausstattung, für den Beifahrersitz sind sie gegen Aufpreis erhältlich. Der Beifahrerairbag ist abschaltbar, so dass auf dem Beifahrersitz auch rückwärtsgerichte Kindersitze montiert werden dürfen.
Das Basismodell Selection verfügt serienmäßig über elektrisch einstellbare Außenspiegel, Drehzahlmesser, höhen- und längseinstellbare Lenksäule, höhenverstellbaren Fahrersitz, geschwindigkeitsabhängige Servolenkung und Zentralverriegelung. Im Sommer 2010 wurde es als unverändertes Sondermodell Limited ab 8.990 Euro und damit 2.410 Euro günstiger angeboten. Bereits im Jahr 2007 gab es das Sondermodell Catch me now mit 16-Zoll-Aluminiumfelgen, Klimaanlage, CD-Radio, elektrischen Fensterhebern und Funk-Zentralverriegelung.[10]
Die nächsthöhere Version Edition 111 Jahre bietet zusätzlich elektrische Fensterheber vorn, Klimaanlage, Lederlenkrad, CD-MP3-Radio, geteilt umklappbare Rücksitzlehne, Tempomat und Zentralverriegelung mit Funkbedienung. Seit November 2010 wird stattdessen die Version Navi angeboten, die zusätzlich über ein Navigationsgerät und Nebelscheinwerfer verfügt. Als Alternative zu dieser Version gibt es das etwas weniger umfangreich ausgestattete, nach dem gleichnamigen Eurovision-Song-Contest-Lied benannte Sondermodell Satellite.
Für farbliche Akzente sorgten die im Jahr 2011 angebotenen Editionsmodelle Color Line, Color Race und Color Stripes, die neben Farbstreifen auf Motorhaube, Seiten und Heckklappen auch über eingefärbte Felgen verfügten.
Die Version Innovation hat zusätzlich zur Edition 111 Jahre beheizbare Außenspiegel, Kurven- und Abbiegelicht, Nebelscheinwerfer und Leichtmetallräder, die Version Sport bietet anstelle des Kurven- und Abbiegelichts zusätzlich Klimatisierungsautomatik und Sportsitze vorn. Die Versionen GSi und OPC haben dieselbe Komfortausstattung wie Sport. Seit November 2010 werden die Versionen Sport und GSi nicht mehr angeboten, der 110-kW-GSi-Motor ist seitdem aber für das Modell Innovation und einige Monate später für fast alle Modelle erhältlich.
Als Sonderausstattung wird unter anderem ein Panorama-Schiebedach und ein Flex-Fix genanntes Fahrradträgersystem am Heck angeboten.
Im Gegensatz zum Corsa C ist kein Xenonlicht und auch keine Kühlmitteltemperaturanzeige mehr erhältlich. Ledersitze können nur noch für den Opel Corsa OPC bestellt werden. Die ursprünglich vorhandenen Seitenschutzleisten sind mit Beginn des zweiten Modelljahres entfallen.
Alle Dieselmotoren sind serienmäßig mit Dieselpartikelfilter ausgestattet.
In den ersten zwei Monaten nach der offiziellen Präsentation wurden schon über 150.000 Corsa D bestellt, eineinhalbmal so viele wie von Opel zuvor erwartet. Erklärtes Ziel war es, im Jahr 2007 in Deutschland den VW Polo vom Spitzenplatz der Neuzulassungen im Kleinwagensegment zu verdrängen.[11] Zwischen dem 1. Januar und dem 31. Mai 2007 lag der Corsa mit 31.947 Neuzulassungen erstmals seit Jahren wieder über einen längeren Zeitraum an der Spitze des Kleinwagensegments und ließ damit den bisherigen Spitzenreiter (VW Polo, 30.334 Neuzulassungen im selben Zeitraum) hinter sich. In der Jahresbilanz 2007 war der Opel Corsa mit 79.098 Neuzulassungen bestverkaufter Kleinwagen in Deutschland, gefolgt vom VW Polo mit 76.683 Exemplaren.[12] Ein weiterer Erfolg ist der Gewinn von 14 Titeln, unter anderem „Car of the Year“[13] und „Gelber Engel 2007“, gewählt von den ADAC-Lesern.
Die dreitürige Variante wird überwiegend im Werk Eisenach (Deutschland) und die fünftürige Variante in Saragossa (Spanien) gebaut.
Der Bordcomputer des Corsa D besitzt - ähnlich wie das Triple-Info-Display des Corsa B und C - ein nicht öffentlich dokumentiertes Menü mit zusätzlichen Informationen, die teilweise nicht an den Instrumenten ablesbar sind. Um das Menü aufzurufen muss die Zündung eingeschaltet und der Knopf zur Rückstellung des Tageskilometerzählers (oder, falls vorhanden, die Reset-Taste des Cockpit-Bordcomputers am rechten Lenkstockhebel) erst 3 mal hintereinander gedrückt und dann ca. 15 Sekunden gehalten werden. Es erscheint nun ein Menü mit folgenden Punkten, zwischen denen durch Drücken des Tageskilometerzähler-Rückstellknopfes bzw. mit besagter Reset-Taste vorwärts umgeschaltet werden kann:
Durch Ausschalten der Zündung wird die Funktion deaktiviert, sodass sie nur wie oben beschrieben wieder aufgerufen werden kann.
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