| Opel | |
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Opel Rekord P2 (1960–1963) |
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| Rekord P2 | |
| Hersteller: | Adam Opel AG |
| Produktionszeitraum: | 1960–1963 |
| Klasse: | obere Mittelklasse |
| Karosserieversionen: | Limousine, Kombi, Coupé |
| Motoren: | 4-Zylinder-Viertakt (Ottomotoren) 1,5 l – 50 PS 1,7 l – 55 PS 1,7 l – 60 PS |
| Länge: | 4515 mm |
| Breite: | 1632 mm |
| Höhe: | 1405–1516 mm |
| Radstand: | 2541 mm |
| Leergewicht: | 940–1015 kg |
| Vorgängermodell: | Rekord P1 |
| Nachfolgemodell: | Rekord A |
Der Opel Rekord P2 ist ein Pkw-Modell der oberen Mittelklasse, das Opel im Jahr 1960 als Nachfolger des Opel Rekord P1 mit modernerer und weniger modischer Karosserie vorstellte. Neu war die zunächst auswärts gebaute und später werkseigene Coupé-Version. Nachfolger war 1963 der Opel Rekord A.
Der Rekord P2 war dem Zeitgeschmack entsprechend moderner gestaltet, seine Karosserieform wirkte geradliniger als beim Vorgänger Rekord P1 und damit auch weniger „amerikanisch“. Die Panoramascheiben fielen weg, dadurch wurden die vorderen Türen breiter und der Einstieg vereinfacht. Technisch orientierte sich der P2 zu weiten Teilen an seinem Vorgängermodell, allerdings wurde der Insassenschutz in Details verbessert. Auf der Handschuhfachklappe befand sich immer noch der Schriftzug „Olympia“. Erhältlich als zwei- oder viertürige Limousine, Coupé, Kombiversion Caravan und dreitüriger Lieferwagen (Caravan ohne hintere Seitenfenster) war dieses Modell drei Jahre lang im Programm.
Das Coupé mit dem im Vergleich zur Limousine niedrigen und hinten stark abgeschrägten Dach erhielt wegen der etwas unausgewogenen Proportionen den Spitznamen „Rasender Kofferraum“. Anfangs baute Autenrieth die Limousine in ein Coupé um, ab August 1961 fertigte Opel die Coupé-Karosserie selbst.
Auf Wunsch gab es Cabrio-Umbauten von den Karosseriebauern Deutsch aus Köln und Autenrieth aus Darmstadt. Von 20 gebauten Cabrios sollen noch acht Stück existieren (Stand 2005).
Das Interieur zeigte sich ebenfalls etwas modernisiert und den Zeitgeschmack angepasst. Nach wie vor waren auch bei dieser Modellreihe zweifarbige Polsterungen und zweifarbige Lackierungen erhältlich.
Als Antriebsquellen kam wie auch beim Rekord P1 die bewährte und sehr robuste Vorkriegskonstruktion des Reihen-Vierzylinders aus dem Opel Olympia von 1937 mit 1,5 Liter (50 PS), 1,7 Liter (55 PS) Hubraum und beim 1700 L die auf eine Leistung von 60 PS gesteigerte 1,7-Liter-Maschine zum Einsatz.
Der Rekord P2 1500 wurde mit einem vollsynchronisierten Dreiganggetriebe, die Modelle 1700, 1700 L und das Coupé auf Wunsch mit einem Vierganggetriebe angeboten (Lenkradschaltung).
Für alle Modelle außer dem 1700 L war mit Dreiganggetriebe auch die halbautomatische Kupplung Saxomat von Fichtel & Sachs erhältlich, die bei Opel den Namen „Olymat“ hatte. Das System, ein halbautomatisches Getriebe, bestand aus einer fliehkraftgesteuerten Anfahrkupplung und einer zweiten Kupplung für den Gangwechsel, wodurch das Kupplungspedal entfiel. Die vom Unterdruck des Motors betätigte zweite Kupplung wurde beim Schalten durch einen elektrischen Kontakt am Schalthebel aktiviert. Der Olymat arbeitete ähnlich dem Kupplungsautomaten „Hydrak“ in den Ponton-Mercedes (W105), die eine komfortablere hydraulische Anfahrkupplung besaßen, die technisch aufwändiger war.
Bis zum Produktionsende 1963 liefen insgesamt zirka 786.000 Exemplare vom Band. Im selben Jahr wurde der Nachfolger, der Opel Rekord A, eingeführt.
| Technische Daten Opel Rekord P2 (1960–1963) | |||||
| 1200 (1958–63) | 1500 (1957–59) | 1500 (1959–63) | 1700 (1959–63) | 1700 S (1962–63) | |
|---|---|---|---|---|---|
| Motor: | 4–Zylinder–Reihenmotor (Viertakt-Ottomotor) | ||||
| Hubraum: | 1196 cm³ | 1488 cm³ | 1680 cm³ | ||
| Bohrung × Hub: | 72 × 74 mm | 80 × 74 mm | 85 × 74 mm | ||
| Leistung bei 1/min: | 29 kW (40 PS) 4400 | 33 kW (45 PS) 3900 | 37 kW (50 PS) 4000 | 40 kW (55 PS) 4000 | 44 kW (60 PS) 4100 |
| Max. Drehmoment bei 1/min: | 82 Nm 2500 | 98 Nm 2300 | 106 Nm 2100 | 120 Nm 2100 | 125 Nm 1700–2000 |
| Verdichtung: | 7,5 : 1 | 6,9 : 1 | 7,25 : 1 | 8,0 : 1 | |
| Gemischaufbereitung: | Ein Fallstromvergaser Opel (Lizenz Carter) mit 30 mm Ø (1700 S: 36 mm) | ||||
| Ventilsteuerung: | Hängende Ventile, Stoßstangen und Kipphebel seitliche Nockenwelle, Antrieb durch Stirnräder | ||||
| Kühlung: | Wasserkühlung, Pumpe und Thermostat | ||||
| Getriebe: | 3–Gang–Getriebe (ab 1960 auch 4–Gang–Getriebe), Lenkradschaltung | ||||
| Radaufhängung vorn: | Doppelquerlenkerachse, Schraubenfedern | ||||
| Radaufhängung hinten: | Starrachse an 2 semielliptischen Blattfedern mit 3 (Caravan: 4) Federlagen | ||||
| Bremsen: | hydraulisch betätigte Trommelbremsen, Ø 200 mm (Caravan hinten 230 mm) | ||||
| Karosserie: | Stahlblech, selbsttragend | ||||
| Spurweite vorn/hinten: | 1260/1270 mm (ab 1960: 1265/1280 mm) | ||||
| Radstand: | 2541 mm | ||||
| Länge: | 4433 mm, ab 1960 4515 mm | ||||
| Leergewicht: | 910–975 kg (Caravan: 1000–1015 kg) | ||||
| Höchstgeschwindigkeit: | 119 km/h | 125–128 km/h | 130–132 km/h | 135–140 km/h | |
| 0–100 km/h: | 33 s | 24–27 s | 20–22 s | 20 s | |
| Verbrauch (Liter/100 km): | 9,0 l Normal | 9,5–10,5 l Normal | 9,5 l Super | ||
Werner Oswald: Deutsche Autos 1945–1975. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1975, ISBN 3-87943-391-7, S. 88–93
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