Montag, 28. Mai 2012

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Opel Super 6

Opel
Opel Super 6 BW 3.JPG
Super 6
Hersteller: Adam Opel AG
Produktionszeitraum: 19371938
Klasse: Oberklasse
Karosserieversionen: Limousine, Cabriolet, Roadster
Motoren: 2,5 l Ottomotor, 40 kW (55PS)
Länge: 4307/4370 mm
Breite: 1565/1600 mm
Höhe: 1600 mm
Radstand: 2337/2340 mm
Leergewicht: 1145 kg
Vorgängermodell: Opel 6 (2 Liter)
Nachfolgemodell: Opel Kapitän

Der Opel Super 6 wurde im Februar 1937 im Rahmen der Automobil- und Motorrad-Ausstellung in Berlin von der Firma Opel zusammen mit deren Spitzenmodell „Admiral" vorgestellt und nur bis November 1938 gebaut. Durch die Bauweise mit separatem Fahrgestell waren diverse Sonderaufbauten möglich: Gebaut wurde das Fahrzeug u. a. als Cabriolet, Limousine und Roadster. Das Super 6 Cabriolet „Gläser“ mit einer Karosserie der Gläser-Karosserie GmbH, Dresden war das luxuriöse Schmuckstück dieser Reihe.

Nachdem in fast zwei Jahren 46.453 Wagen des „Super 6" hergestellt waren, folgte mit dem gleichen Motor ab Ende 1938 der Opel Kapitän mit selbsttragender Karosserie und einer anderen Vorderachse an Stelle der Opel-„Synchronfederung".

Technik

Der Wagen übernahm vom Opel 6 den verwindungssteifen Kastenrahmen mit Kreuztraverse und die Opel-„Synchronfederung" (Dubonnet-Federung) an der Vorderachse. Im Gegensatz zum Vorgängermodell mit 2-Liter-Motor, das ein unsynchronisiertes Vierganggetriebe hatte, konnte der hubraumstärkere Super 6 mit einem Dreiganggetriebe versehen werden, das wegen des synchronisierten II. und III. Ganges zum Herunterschalten kein „Zwischengas" benötigte.

Wie der „Admiral" (mit 3,6 Litern Hubraum) hatte der Super Sechs als erster Opel den neu konstruierten 2,5 Liter Sechszylindermotor mit nun obenliegenden Ventilen und stirnradgetriebener seitlicher Nockenwelle, dessen Grundkonstruktion sich bis 1966 (außer im ab 1962 produzierten „Kadett") in allen Opel-Modellen wiederfand. Eine kleinere Version mit nur vier Zylindern und 1,5 Litern Hubraum ersetzte ab Ende 1937 im Opel Olympia den anfangs verwendeten seitengesteuerten Motor aus dem Opel 1,3 Liter. Ab Frühjahr 1938 wurde die 3,6-Liter-Maschine auch im Lkw „Blitz" eingebaut.

Verschiedenes

Eine interessantes Detail war der Scheibenwischerantrieb über eine mechanische Kupplung von der Nockenwelle aus; eine Lösung, die noch bis 1957 im Rekord Verwendung fand.

Besondere Beachtung fand der „Super 6" durch den vergleichsweise niedrigen Preis von 3350 Reichsmark (RM).[1] Das viersitzige Cabrio kostete 4326 RM. Das Spitzenmodell „Admiral" war erst ab 6500 RM zu haben.

  • Opel Super 6 Cabrio, Baujahr 1937 (Juli 2008)

  • Blick unter die Motorhaube des Opel Super 6 Cabrio (Juli 2008)

  • Opel Super 6 Roadster (Kühn)

  • Opel Super 6 Cabriolet (1938) im Auto- und Technikmuseum, Sinsheim

Literatur

  • Schneider, Hans-Jürgen: 125 Jahre Opel – Autos und Technik. Verlag Schneider + Repschläger, Weilerswist 1987, 472 S., zahlreiche Ill., ohne ISBN
  • Bartels, Eckhart: OPEL Fahrzeug-Chronik 1887-2000. Podszun Verlag, Brilon 2000, ISBN 3-86133-146-2, (Zweiräder, Pkw, Lkw)

Einzelnachweise

  1. Diese Summe entspricht heute ca. 13.000 Euro. Diese Zahl wurde mit der Vorlage:Inflation ermittelt, auf 1000 EUR gerundet und gilt für den zurückliegenden Januar
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