| Wappen | Deutschlandkarte | |
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Koordinaten: 48° 28′ N, 8° 10′ O |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Freiburg | |
| Landkreis: | Ortenaukreis | |
| Höhe: | 277 m ü. NN | |
| Fläche: | 73,04 km² | |
| Einwohner: |
4.850 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 66 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 77724–77728 | |
| Vorwahl: | 07804 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OG | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 3 17 098 | |
| Stadtgliederung: | Fünf Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 1 77728 Oppenau | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Thomas Grieser (parteilos) | |
| Lage der Stadt Oppenau im Ortenaukreis | ||
Oppenau ist eine Stadt im Renchtal, gelegen im mittleren Schwarzwald. Sie liegt am Zusammenfluss von Lierbach und Rench in 260 bis 1.000 Metern Höhe. Die nächstgelegenen Gemeinden sind talauswärts Lautenbach und Oberkirch, taleinwarts Bad Peterstal-Griesbach. Über die Oppenauer Steige erreicht man Freudenstadt. Die waldreiche Gemarkung – 58,5 Quadratkilometer und damit 80 Prozent der Gemarkungsfläche sind bewaldet – wird von größeren Schwarzwaldbergen begrenzt, insbesondere der Moos (878 Meter), dem Braunberg (877 Meter), dem Schliffkopf (1.050 Meter) und dem Kniebis (960 Meter).
Zur Stadt Oppenau mit den bis in die 1970er Jahre selbstständigen Gemeinden Ibach, Lierbach, Maisach und Ramsbach gehören die Stadt Oppenau und 101 Dörfer, Weiler, Zinken, Höfe und Häuser.
Siehe auch: Liste der Orte im Ortenaukreis
Im Stadtteil Lierbach liegt die abgegangene Ortschaft Rotenfels, im Stadtteil Maisach liegt die abgegangene Ortschaft Frauenberg. In Oppenau aufgegangen sind die Häuser Zettelmatt, die abgegangene oder umbenannte Ortschaft Deiffelsmühle liegt im Stadtteil Oppenau. In Ramsbach aufgegangen ist die Ortschaft Reinhartshofen, im Stadtteil Ramsbach abgegangene Ortschaften sind Altneustein und Letschenmühle.[2]
Im 12. Jahrhundert entstand aus einer landwirtschaftlichen Ansiedlung das Dorf Noppenouwe („Aue des Noppo“), das bis 1218 den Zähringern unterstand. Nach deren Aussterben war die Herrschaft im hinteren Renchtal stark zersplittert, maßgeblichen politischen, kulturellen und religiösen Einfluss auf Oppenau hatte ab dieser Zeit das 1192 im Lierbachtal gegründete Kloster Allerheiligen. 1316 kam das Renchtal in die Hand der Bischöfe von Straßburg. An diese erinnert heute noch das aus dem Jahr 1782 stammende Wappen des Fürstbischofs Louis René Édouard de Rohan-Guéméné am ursprünglich im 16. Jahrhundert errichteten oberen Stadttor.
Um 1319 gründeten die Straßburger Bischöfe am Ausgang des Lierbachtals um die Burg Friedberg den befestigten Ort gleichen Namens und statteten ihn mit Stadtrechten aus. Grund war die Sicherung des Besitzes gegen württembergische und badische Bestrebungen, ihren Einfluss im Renchtal zu erweitern. Beide Orte waren verkehrsgünstig an der Handelsstraße von Straßburg nach Ulm gelegen und profitierten davon, dass hier auf dem Weg über den Kniebis Vorspann und oft auch Nachtquartier genommen werden musste.
Friedberg und Noppenouwe wuchsen zusammen, der aus Noppenouwe abgeleitete Namen Oppenau bürgerte sich seit dem 15. Jahrhundert für beide Siedlungen ein. Die vollständige bauliche Vereinigung der beiden Orte erfolgte allerdings erst 1770 durch die sogenannte Beilerstadt.
Zwischen 1592 und 1664 war die Stadt an die Herzöge von Württemberg verpfändet. In diese Zeit fällt der große Stadtbrand von 1615. Der durch Heinrich Schickhardt geplante Wiederaufbau nach schwäbischer Art prägt durch die zur Straße gerichteten Giebelseiten heute noch das Stadtbild im oberen Stadtteil.
1668 wurde in Oppenau ein Kapuzinerkloster errichtet, das 1804 aufgelöst wurde. Anschließend wurde an dieser Stelle durch Errichtung des Rathauses und der Pfarrkirche St. Johannes die heutige Ortsmitte mit dem Allmendplatz als zentralem Platz errichtet.
1803 fiel Oppenau im Rahmen des Reichsdeputationshauptschlusses an das Großherzogtum Baden. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Oppenau Teil des Bundeslandes Baden und gehört seit 1952 zu Baden-Württemberg.
Durch die Gemeindereform kamen am 1. Juli 1974 die früher eigenständigen Kirchspielgemeinden Ibach, Lierbach, Maisach und Ramsbach zu Oppenau.
Der Ortsteil Ibach und der zu Ibach gehörende Teilort Löcherberg liegen im Renchtal zwischen Oppenau und Bad Peterstal an der B 28. In Löcherberg zweigt die Passstraße über den Löcherbergwasen nach Oberharmersbach und Nordrach ab. Auf der 1.798 Hektar großen Gemarkung leben 768 Einwohner (Stand: 31. März 2004). Das Wappen von Ibach zeigt einen grünen Baum mit nach rechts blickendem schwarzem Vogel auf Silber.
Lierbach, mit 271 Einwohnern (Stand: 31. März 2004) der kleinste Ortsteil, zieht sich am gleichnamigen Tal entlang und ist stark durch Aussiedlerhöfe geprägt. Die Gemarkungsfläche von 2.151 Hektar – fast ein Drittel der Gesamtgemarkung – besteht zu 90 Prozent aus Wald. Das Wappen von Lierbach zeigt einen den Fluss symbolisierenden blauen gewellten Schrägbalken auf Silber.
Das Maisachtal zweigt kurz hinter Oppenau vom Lierbachtal ab. Zu Maisach gehört das im 18. und 19. Jahrhundert bekannte und vom Hochadel besuchte Kurbad Bad Antogast. Mit 298 Einwohnern (Stand: 31. März 2004) auf einer zu zwei Fünfteln aus Wald bestehenden Gemarkungsfläche ist Maisach ebenfalls stark durch alleinstehende Bauernhöfe geprägt. Das sprechende Wappen zeigt eine nach vorn blickende Meise auf einem Ast.
Ramsbach liegt talauswärts von Oppenau im Renchtal und wird von der B 28 durchzogen. Der Ortsteil ist in den letzten Jahren durch den Ausweis mehrerer Neubaugebiete stark gewachsen und zählte zum 31. März 2004 1.039 Einwohner. Die Gemarkungsfläche beträgt 1.576 Hektar. Das Wappen zeigt senkrecht eine Säge auf einem waagrechten Sägegatter und bezieht sich auf die Tatsache, dass Ramsbach bis heute Standort vieler Sägewerke ist. In Ramsbach befinden sich ein Industriegebiet sowie Sportanlagen. Zusammen mit Löcherberg teilt sich Ramsbach eine Grundschule.
Die Einwohnerzahl von Oppenau entwickelte sich über die Jahrhunderte wie folgt:
Die Bevölkerung von Oppenau ist vorwiegend katholisch. Daneben existiert auch eine evangelische Gemeinde.
Oppenau ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Oberes Renchtal, zu der auch das benachbarte Bad Peterstal-Griesbach gehört.
Die Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 führte bei einer Wahlbeteiligung von 58,2 % (- 1,1) zu folgendem Ergebnis:[3]
| Partei / Liste | Stimmenanteil | +/- | Sitze | +/- |
| CDU | 58,9 % | +10,8 | 11 | + 2 |
| UWO | 41,1 % | + 9,5 | 7 | + 1 |
Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Silber eine von einer Ringmauer umschlossene rote Burg mit zwei spitzbedachten Türmen und einem niedrigen Mittelturm.“ Das Wappen wird seit Erbauung der Burg Friedberg 1319 benutzt.
Oppenau ist auf Grund seiner Lage landwirtschaftlich geprägt, insbesondere die Forstwirtschaft und die Spirituosenherstellung haben eine große Bedeutung. Daneben existieren Unternehmen des Fahrzeugbaus und der chemischen Industrie sowie des Maschinenbaus. Der Tourismus ist ebenfalls ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.
Oppenau liegt an der Bundesstraße 28 (Kehl–Ulm) sowie an der Renchtalbahn (Offenburg–Bad Griesbach), auf der die Ortenau-S-Bahn (OSB) verkehrt. Bahnhöfe bzw. Haltestellen auf dem Stadtgebiet sind (talauswärts gezählt) Löcherberg, Ibach, Oppenau, Ramsbach Birkhof und Ramsbach Höfle. Der Bahnverkehr wird durch einen Busverkehr ergänzt. Busse sind die einzige öffentliche Verbindung in das Lierbachtal und in Richtung Kniebis/Schwarzwaldhochstraße. Die nächstgelegenen internationalen Flughäfen sind Strasbourg, Stuttgart, Karlsruhe/Baden-Baden und Basel.
Oppenau liegt an der deutsch-französischen Heinrich-Schickhardt-Straße, einer Tourismusstraße, die Städte verbindet, in denen der württembergische Baumeister sichtbare Spuren hinterlassen hat.
In der Kernstadt besteht eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. In Löcherberg und Ramsbach gbit es weitere Grundschulen. Daneben gibt es drei Kindergärten in römisch-katholischer Trägerschaft.
Jährlich stattfindende Freilichtinszenierungen im Kirchenschiff des Klosters Allerheiligen. Hauptsächlich Stücke mit allgemein historischem (Mittelalterlichem) oder lokalem Hintergrund kommen hier zur Aufführung.
Renchtäler Heimatmuseum im Rathaus
Sehenswert sind insbesondere
Jährlich stattfindende Veranstaltungen sind unter anderem:
SD-Berichte in ein Idyll [Zum Kriegsende 1944–45 in Straßburg und Allerheiligen, „Gau Baden-Elsaß“] In: Die Ortenau, Veröffentlichungen des Historischen Vereins für Mittelbaden, 75. Jahresband, Offenburg 1995, S. 477–514.
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