Die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG) ist ein im Juni 2002 gegründetes Gemeinschaftsunternehmen der Prignitzer Eisenbahn GmbH und der BeNEX. Sie betreibt fünf Eisenbahnlinien im Raum Berlin/Brandenburg, zwei in Mecklenburg-Vorpommern sowie seit Dezember 2008 vier weitere Linien in der Lausitz.
Die ODEG ist Mitglied im Tarifverband der Bundeseigenen und Nichtbundeseigenen Eisenbahnen in Deutschland (TBNE).
Die ODEG beschäftigt rund 240 Mitarbeiter und leistet rund sieben Millionen Zugkilometer. Ende 2012 wird sich das Leistungsvolumen auf 14,1 Millionen Zugkilometer erhöhen, wofür dann 370 Mitarbeiter benötigt werden.[2] Ein Teil der Mitarbeiter ist seit 2005 in Eberswalde im neu erbauten Betriebswerk beschäftigt, wo die anfallenden Reparaturen und Reinigungsarbeiten an den Triebwagen durchgeführt werden.
Im Jahre 2004 beteiligte sich die ODEG an einer Ausschreibung von RE-Leistungen in Mecklenburg-Vorpommern, die jedoch der Konkurrent DB Regio gewann.
Die ODEG erbringt derzeit 4,85 % der Verkehrsleistungen im Land Brandenburg.[3]
Am 27. Juli 2009 gab der VBB bekannt, dass die ODEG als Sieger[4] der Pakete 2 und 4 aus der 2008 eingeleiteten "Stadtbahn-Ausschreibung"[5] hervorgegangen ist.
Die ODEG ist Mitglied im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg.
Die ODEG ging aus einem gemeinsamen Vergabeverfahren des Verkehrsverbundes Oberlausitz-Niederschlesien und des Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg als Sieger für Verkehrsleistungen ab Dezember 2008 im Spree-Neisse-Netz hervor[6].
Die ODEG fährt auf folgenden Strecken:
| Linie | KBS | Zuglauf | Vertragslaufzeit | |
|---|---|---|---|---|
| R 3 | 172 | Hagenow – Parchim – Neustrelitz | Dez. 2002 – Dez. 2012 | |
| R 6 | 173 | Neustrelitz – Mirow | Dez. 2002 – Dez. 2012, danach Abbestellung des Zugverkehrs. | |
| Fahrleistung: 1,3 Millionen Zugkilometer pro Jahr | ||||
| OEX 2 | 202 | Wismar – Wittenberge – Berlin – Cottbus | Dez. 2012 – Dez. 2022 | |
| OEX 4 | 204 | Stendal – Rathenow – Berlin – Jüterbog | Dez. 2012 – Dez. 2022 | |
| OE 25 | 209.25 | Berlin-Lichtenberg – Werneuchen | Dez. 2004 – Dez. 2014 | |
| OE 33 | 209.33 | Berlin-Wannsee – Beelitz Stadt – Jüterbog | Dez. 2011 – Dez. 2022 | |
| OE 35 | 209.35 | Fürstenwalde (Spree) – Bad Saarow Klinikum | Dez. 2007 – Dez. 2014 | |
| OE 36 | 209.36 | Berlin-Lichtenberg – Beeskow – Frankfurt (Oder) | Dez. 2004 – Dez. 2014 | |
| OE 51 | 209.51 | Rathenow – Brandenburg (Havel) | Dez. 2011 – Dez. 2022 | |
| OE 60 | 209.60 | Berlin-Lichtenberg – Eberswalde – Frankfurt (Oder) | Dez. 2004 – Dez. 2014 | |
| OE 63 | 209.60 | Eberswalde – Joachimsthal | Dez. 2004 – Dez. 2014 | |
| OE 63V | 203 | Eberswalde – Prenzlau | Jan. 2011 – Dez. 2012 | |
| Fahrleistung: 10,4 Millionen Zugkilometer pro Jahr (ohne OE 63V) | ||||
| OE 46 | 209.46 | Cottbus – Forst (Lausitz) | Dez. 2008 – Dez. 2018 | |
| OE 60V | 230 | Görlitz – BischofswerdaVerstärkerzüge werktags | Dez. 2008 – Dez. 2018 | |
| OE 64 | 229 | Görlitz – Niesky – Hoyerswerda | Dez. 2008 – Dez. 2018 | |
| OE 65 | 220 | Cottbus – Görlitz – Zittau | Dez. 2008 – Dez. 2018 | |
| Fahrleistung: 2,7 Millionen Zugkilometer pro Jahr | ||||
Die ODEG setzt seit ihrer Gründung Fahrzeuge des Typs Regio-Shuttle (RS1) ein. Auf den mecklenburgischen Strecken sind derzeit sieben Triebwagen (VT 650.86 bis VT 650.92) unterwegs. Für die Expansion des Unternehmens in Brandenburg wurden weitere 25 Fahrzeuge (VT 650.58 bis VT 650.82) bestellt. Alle Fahrzeuge wurden bei Stadler in Berlin-Wilhelmsruh gebaut und werden über die Muttergesellschaften Netinera bzw. die Hamburger Hochbahn AG zur Verfügung gestellt. Die Brandenburger Fahrzeuge sind in Berlin-Lichtenberg, Beeskow und Eberswalde stationiert.
Zwei Fahrzeuge (VT 650.71 und VT 650.72) wurden nach der Abbestellung von Strecken durch den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg im Dezember 2006 nach Lichtenfels (Bay) überführt, wo sie für die (Halb-)Schwester Vogtlandbahn einige Dienste übernehmen. Ein Fahrzeug wurde zwischenzeitlich wieder zurücküberführt, da es für den Ende 2007 aufgenommenen Verkehr zwischen Fürstenwalde/Spree und Bad Saarow-Pieskow benötigt wird.
Für den Betrieb des Lausitz-Netzes hat die ODEG im Jahr 2007 drei neue Fahrzeuge vom Typ Regio-Shuttle (VT 650.83 bis VT 650.85) bei Stadler bestellt. Die Auslieferung erfolgte Anfang Mai 2009. Bei Siemens Transportation Systems hat die Muttergesellschaft BeNEX für 16 Millionen Euro sechs neue Fahrzeuge des Typs Desiro bestellt.[7] Außerdem wurden zwei Brandenburger RS1 nach Görlitz umbeheimatet.
Für das ab 2011 zu bedienende Streckennetz in Berlin-Brandenburg hat die ODEG Ende Dezember 2009 einen Großauftrag über die Lieferung von 16 Doppelstocktriebwagen vom Typ Stadler Dosto, einem Regioshuttle sowie sechs Gelenktriebwagen bei Stadler Pankow positioniert.[8]
Die Ostdeutsche Instandhaltungsgesellschaft (ODIG) ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH. Sie unterhält Betriebsstandorte in Eberswalde, Parchim und Görlitz. In diesen werden die insgesamt 47 Fahrzeuge der ODEG gereinigt und gewartet.
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