| Panzerbrigade 21 „Lipperland“ | |
|---|---|
| Aufstellung | 15. August 1957 |
| Land | |
| Streitkräfte | Bundeswehr |
| Teilstreitkraft | |
| Typ | Eingreifbrigade[1] |
| Unterstellte Truppenteile |
|
| Stärke | ca. 4.100 Mann[3][4] |
| Unterstellung | |
| Stabssitz | GFM-Rommel-Kaserne Augustdorf |
| Motto | Für den Kampf bereit,um Frieden zu schaffen[5] |
| Marsch | Des Großen Kurfürsten Reitermarsch |
| Kommandeur | |
| Kommandeur | Oberst i.G. Harald Gante[6] |
Die Panzerbrigade 21 „Lipperland“ (Abkürzung: PzBrig 21) ist eine Brigade des Heeres der Bundeswehr. Der Brigadestab und die meisten ihrer Truppenteile sind in der Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne im nordrhein-westfälischen Augustdorf stationiert. Einige Kompanien sind in der Glückauf-Kaserne in Unna-Königsborn beheimatet.
Die ca. 4.100[3][4]Mann starke Brigade zählt zu den Eingreifkräften des Heeres und untersteht wie die Panzerlehrbrigade 9 der 1. Panzerdivision mit Stabssitz in Hannover. Die Panzerbrigade 21 wurde 1957 als Panzerkampfgruppe C3 bei der 3. Panzerdivision aufgestellt und war von 1959 bis 2006 der 7. „westfälischen“ Panzerdivision unterstellt. Die Brigade führt den Beinamen „Lipperland“ als Hinweis auf ihren lippischen Stationierungsraum.
Der Auftrag der Panzerbrigade 21 ist grundsätzlich deckungsgleich mit dem Auftrag der übergeordneten 1. Panzerdivision.
Als Teil der 1. Panzerdivision stellt die Panzerbrigade 21 regelmäßig Kräfte zur Erfüllung der internationalen Verpflichtungen der Bundesrepublik Deutschland. Dazu zählen Truppengestellungen für die EU Battlegroups, die NATO Response Force und die „Balkanreserve“ ORF-Bataillon. Als Brigade der Eingreifkräfte ist die Panzerbrigade 21 befähigt friedenserzwingende Operationen auch hoher Intensität auch gegen militärisch organisierte Gegner zu führen. Anders als die meisten Brigaden des Heeres ist der Panzerbrigade 21 dazu weiter ein Panzerartilleriebataillon unterstellt, so dass die Brigade mit eigenen Kräften weiterhin umfassend zu Operationen verbundener Kräfte in der Lage ist. Im Divisionsrahmen kann die Panzerbrigade 21 durch die Divisionstruppen der 1. Panzerdivision verstärkt werden. Neben diesen Interventionseinsätzen hoher Intensität beteiligt sich die Panzerbrigade genau wie die Stabilisierungsbrigaden des Heeres an friedenserhaltenden und friedensstabilisierenden Einsätzen mittlerer und niederiger Intensität über längere Zeiträume. Dazu zählen vor allem EUFOR, KFOR und ISAF.[7][1]
| Die Blasonierung des am linken Ärmel des Dienstanzuges getragenen Verbandsabzeichen der Panzerbrigade 21 lautet:
„In Rot mit gelben Schildbord ein steigendes silbernes (weißes) Ross.“ |
Das Verbandsabzeichen folgt den heraldischen Konventionen für die Verbandsabzeichen der Brigaden des Feldheeres der Bundeswehr vor 1989. Daher ähnelt das Verbandsabzeichen der Panzerbrigade 21 dem Verbandsabzeichen der 7. Panzerdivision und deren ursprünglich unterstellten Brigaden 19 und 20 - lediglich die verschiedenfarbigen Borde unterschieden die Verbandsabzeichen dieser Verbände. Während das Verbandsabzeichen der Division mit einer silbernen Kordel mit schwarzen eingeflochtenem Faden umgeben war, erhielten die unterstellten Brigaden in der Reihenfolge ihrer Ordnungszahlen einen einfachen weißen (für die Panzergrenadierbrigade 19), einen roten (für die Panzerbrigade 20) oder, wie bei allen „dritten Brigaden“ einer Division, also wie auch im Fall der Panzerbrigade 21, einen gelben Bord. Diese Verbandsabzeichen gleichen damit bis auf den Bord dem Wappen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippes, dessen Wappen auf das Wappen der preußischen Provinz Westfalen zurückgeht, und bis heute als Symbol für Westfalen gilt. Das Ross wird daher auch als Westfalenpferd bezeichnet und findet sich bis heute in vielen Wappen der Region und auch im Wappen Nordrhein-Westfalens. Westfalen war vor 1990 die Heimat der meisten Truppenteile der 7. „westfälischen“ Panzerdivision, obwohl Lippe nicht als Teil Westfalens gilt, dem es kulturräumlich dennoch nahe steht. Das Verbandsabzeichen der 1. Panzerdivision bildet das Westfalenpferd als springendes Sachsenross in einer alternativen heraldischen Form ab.
| Das interne Verbandsabzeichen des Stabes wird von den Angehörigen des Stabes und der Stabskompanie als Anhänger an der Brusttasche der Uniform getragen. Die Blasonierung lautet:
„Von silber (weiß) und rot geteilt. Oben eine fünbfblättrige rote Rose mit goldenen (gelben) Kelchblättern belegt mit einem silbernen (weißen) Stechhelm. Unten ein steigendes silbernes Ross“ Die Rose wird in der Heraldik als Lippische Rose bezeichnet. Sie geht zurück auf das Wappen des Freistaat Lippe und dessen Vorgängern, zu dem Augustdorf vor 1947 zählte. Die Rose fand sich vormals auch im Wappen des Stabes der Luftlandebrigade 27 (deren Standort Lippstadt war einst lippisch) und heute in vielen Wappen der Region sowie in dem des Kreises Lippe, der in etwa das Gebiet des Freistaates Lippe umfasst. Der Stechhelm soll die Wehrhaftigkeit der Panzerbrigade 21 symbolisieren. |
Der Wahlspruch der Panzerbrigade 21 lautet:
„Für den Kampf bereit, um Frieden zu schaffen“
Der Wahlspruch wurde im Dezember 2006 befohlen. Der Wahlspruch soll dem Umbruch in der Ausrichtung der Panzerbrigade 21 als Teil der Eingreifkräfte gerecht werden. Der Wahlspruch wurde in einem Ideenwettbewerb mit rund 80 Einsendungen ausgewählt. Der Vorschlag „Für den Kampf bereit, um Frieden zu schaffen“ stammt von Major Ludger Hose, stellvertretender Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 212.[5]
Die Brigade ist der 1. Panzerdivision mit Stabssitz in Hannover unterstellt. Kommandeur der Panzerbrigade 21 ist in der Regel ein Kommandeur im Dienstgrad Brigadegeneral.[8] Der stellvertretende Brigadekommandeur bekleidet in der Regel den Dienstgrad Oberst.[9][10] Er ist neben seiner Dienststellung als stellvertretender Brigadekommandeur auch Kommandeur der Brigadeeinheiten.[9] Die unterstellten Bataillone werden in der Regel durch Offiziere im Dienstgrad Oberstleutnant geführt.[11][12][13][14]
Die Panzerbrigade 21 gliedert sich in den Brigadestab, vier Bataillone sowie drei zu den Brigadeeinheiten zählenden Kompanien[2]:
Quelle: Website der Panzerbrigade 21[2] |
Die spätere Panzerbrigade 21 wurde in der Heeresstruktur I am 15. August 1957 in Unna als Panzerkampfgruppe C3 aufgestellt und der 3. Panzerdivision unterstellt. Die Bezeichnung „C3“ deutete darauf hin, dass die Panzerkamfgruppe C3 als dritte Kampfgruppe (neben den in Hamburg aufgestellten Kampfgruppen A3 und B3) geplant war. Zunächst waren dem Stab der Panzerkampfgruppe das Panzergrenadierbataillon 212 und das Panzerartilleriebataillon 215 (beide mit Standort in Augustdorf) unterstellt. Diese beiden Einheiten sind bis heute ununterbrochen Teil der Brigade. Der Panzerkampfgruppe unterstanden im März 1959 vor Umgliederung zur Heeresstruktur II folgende Truppenteile:
Ab 1959 war die Kampfgruppe vollständig in der Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne Augustdorf stationiert. Am 16. März 1959 wurde die Kampfgruppe in Panzerbrigade 21 umbenannt und der 7. Panzerdivision in Unna unterstellt, die zwischen 1959 und 1980 die Bezeichnung 7. Panzergrenadierdivision erhielt. Die Panzerbrigade 21 war ihrer Ordnungsnummer nach neben der Panzergrenadierbrigade 19 und der Panzerbrigade 20 die „dritte“ Brigade der 7. Panzergrenadierdivision. Allerdings verzögerte sich die Aufstellung der Panzerbrigade 20, die erst 1964 ihren Stab erhielt, bis 1970 nicht voll aufgefüllt werden konnte und zwischen 1970 und 1975 vollständig deaktiviert war, so dass die Panzerbrigade 21 und die Panzergrenadierbrigade 19 den Kern der 7. Panzergrenadierdivision bildeten.
In der Heeresstruktur II wurde die Panzerbrigade 21 im Gegensatz zur Panzerbrigade 20 mit neu aufgestellten Truppenteilen voll aufgefüllt, die schwerpunktmäßig im östlichen Westfalen und angrenzenden niedersächsischen Gebieten disloziert waren. Die Panzerbrigade 21 war die östlich vorgeschobene Brigade der 7. Panzergrenadierdivision, die besonders zur Verteidigung des Rheinisch-Westfälisches Industriegebietes prädestiniert war. Ab 1959 konnte der Aufbau der Brigade fürs Erste als abgeschlossen angesehen werden. Im Wesentlichen blieb die nun eingenommene Gliederung in den folgenden Jahrzehnten ähnlich. Zur Panzerbrigade 21 zählten in der Heeresstruktur II folgende Einheiten:
Kurzzeitig wurden 1971/1972 im Rahmen eines 6-monatigen Truppenversuchs die selbständige Einheiten (also die selbständigen Batterien/Kompanien mit der Bataillonsnummer 210) der Brigade im Verfügungsbataillon 210 zusammengefasst. 1978 wurde der Brigade die Panzerausbildungskompanie Fahrsimulator Kette 102, die im selben Jahr neu aufgestellt wurde, unterstellt. In dieser Heeresstruktur war die Aufklärungskomponente als Panzerspähzug 210 wieder aus der Stabskompanie ausgegliedert. Außerdem waren in Augustdorf die Instandsetzungskompanie 210 und die Nachschubkompanie 210 als Brigadeeinheiten aufgestellt.
In der Heeresstruktur 4 wurde die Brigade um das Panzerbataillon 211 erweitert, das im Oktober 1980 neu in Augustdorf aufgestellt wird. Die Kampfkompanien des Bataillons wurden im Frieden von den Panzerbataillonen 213 und 214 geführt und ausgebildet. 1979 wurde der Panzerspähzug 210 zunächst wieder in die Stabskompanie integriert und 1982 als 4. Kompanie dem Panzeraufklärungsbataillon 7 unterstellt. Juni 1988 erhielt die Panzerbrigade 21 den Beinamen „Lipperland“. Bereits seit dem 22. Juni 2006 bestand eine Patenschaft zum Kreis Lippe.
Die Doktrin der Flexible Response und das damit verbundene Verteidigungskonzept der Vorneverteidigung bedeutete für die Panzerbrigade 21, die im Stationierungsraum der 7. Panzerdivision den östlichen Teilraum abdeckte, einen erhöhten Bereitschaftsstand. Im Verteidigungsfall sollte sie den Kampf gegen die Truppen des Warschauer Paktes schnell aufnehmen können möglichst weit ostwärts führen. Zwar hatte die 7. Panzerdivision ihren Stationierungsraum westlicher als viele anderen NATO Divisionen in der Bundesrepublik, zwischen Augustdorf und der Innerdeutschen Grenze lagen jedoch auch nur rund 150 Kilometer. Strategisch wichtige Verteidigungslinien waren im Stationierungsraum der Panzerbrigade 21 die Weser und das stark durchschnittene Weserbergland sowie als weitere Geländehindernisse Mittellandkanal, Wiehen- und Wesergebirge mit dem wichtigen Pass durch die Porta Westfalica und weiter südlich der langgestreckte Teutoburger Wald, der das letzte große Geländehindernis vor der Westfälischen Bucht mit den wichtigen Industriezentren im Ruhrgebiet darstellte.
Zum 30. September 1992 wurden die Panzerbataillone 211 und 213 außer Dienst gestellt. Dafür wurden der Brigade 1992 das Panzerbataillon 33 (Neustadt am Rübenberge, Ortsteil Luttmersen) und das Panzergrenadierbataillon 32 (Nienburg) unterstellt. Die Panzeraufklärungskompanie 210 wird am 16. November 1992 als Aufklärungskompanie 210 (KRK) neu aufgestellt und meldet am 1. April 1993 Einsatzbereitschaft. Im Frieden unterstand es weiterhin dem Divisions-Panzeraufklärungsbataillon 7. Außerdem erhielten die Kampftruppenbataillone je eine Feldersatzkompanie aus dem 1993 aufgelösten Feldersatzbataillon 75. Neu aufgestellt wurde auch die die Feldersatzkompanie 210. Die bis dato selbstständigen Einheiten Nachschubkompanie 210 und Instandsetzungskompanie 210 wurden dem Nachschubbataillon 7 bzw. dem Instandsetzungsbataillon 71 überstellt. In der Heeresstruktur 5 umfasste die Panzerbrigade 21 neben den nicht in KRK und HVK klassifizierten Verbänden folgende Einheiten:
1996 wurden das Panzergrenadierbataillon 32 und die Panzerjägerkompanie 210 aufgelöst. Das Panzerbataillon 33 wechselte 2002 zur Panzergrenadierbrigade 1 in Hildesheim.
2002 unterstanden der Brigade u.a.
2002 wurde das bisher unterstellte Panzerbataillon 214 aufgelöst. 2006 wurde der Brigade das Instandsetzungsbataillon 7 aus Unna unterstellt. Mit Auflösung der 7. Panzerdivision mit Sitz in Düsseldorf wechselte die Brigade zur 1. Panzerdivision mit Sitz in Hannover. Ebenfalls 2006 wurde der Brigade die Aufklärungskompanie 210 aus Sontra unterstellt und das Panzerpionierbataillon 1 aus Holzminden wechselte zur Panzerpionierbrigade 100. Ende 2006 wurde das Panzergrenadierbataillon 192 aus Ahlen aufgelöst. 2007 verlegte des Panzerbataillon 203 von Hemer nach Augustdorf. Am 17. Dezember 2007 wurde die Panzerpionierkompanie 200 (bis dahin Panzerbrigade 14) der Panzerbrigade 21 unterstellt, nachdem sie bereits zuvor nach Augustdorf verlegt hatte. Teile Logistikbataillon 51 und Instandsetzungsbataillon 7 verschmolzen 2007/2008 zukünftig zum Logistikbataillon 7.
Die Brigade ist der letzte große Verband des Heeres, der in Nordrhein-Westfalen stationiert ist.
Quellen: Website der 1. Panzerdivision[15], Bundesarchiv[8]
Im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr wird die Panzerbrigade 21 folgende Struktur einnehmen:
Das Panzerartilleriebataillon 215, die Panzerpionierkompanie 200 und die Aufklärungskompanie 210 werden aufgelöst. Die Brigade wird in Zukunft in Augustdorf, Ahlen, Holzminden, Unna und Schwarzenborn stationiert sein.
Die Kommandeure der Panzerbrigade 21 bekleiden für gewöhnlich den Rang Brigadegeneral. Jedoch ist es nicht ungewöhnlich, dass die Kommandeure ihren Posten noch als Oberst antreten und erst nach einiger Zeit in den Generalstand befördert werden. Folgende Kommandeure führten die Brigade (höchster Dienstgrad in dieser Dienststellung):
| Name | Dienstantritt | Dienstende | Bemerkungen |
|---|---|---|---|
| Oberst i.G. Harald Gante[6] | 23.03.2012 | zuvor Verbindungsoffizier beim Bundespräsidenten | |
| Brigadegeneral Dirk Backen | März 2009 | 23.03.2012 | Anschlussverwendung Verteidigungsattaché in Washington D.C. |
| Brigadegeneral Jürgen Weigt | 2006 | Februar 2009 | derzeit Director Civil Military Synchronisation bei ISAF |
| Brigadegeneral Manfred Hofmann | 2004 | 2006 | derzeit Leiter der SDBw |
| Brigadegeneral Robert Bergmann | 2002 | 2004 | zuletzt Kommandeur der FüAkBw |
| Brigadegeneral Wolf-Dieter Langheld | 1999 | 2002 | derzeit Befehlshaber JFC Brunssum |
| Brigadegeneral Dieter Löchel | 1995 | 1999 | - |
| Oberst Jörg Schweinsteiger | 1992 | 1995 | - |
| Brigadegeneral Günter Hannstein | 1989 | 1992 | - |
| Oberst Dieter Schott | 1985 | 1989 | - |
| Brigadegeneral Jörg Schönbohm | 1983 | 1985 | späterer Inspekteur des Heeres und Innenminister von Brandenburg |
| Brigadegeneral Hartmut Behrendt | 1981 | 1983 | - |
| Oberst Roland Oppermann | 1978 | 1981 | - |
| Oberst Enno Walter | 1976 | 1978 | - |
| Brigadegeneral Richard Freiherr von Rosen | 1972 | 1976 | - |
| Brigadegeneral Wilhelm Renner | 1966 | 1972 | - |
| Brigadegeneral Rudolf Wätjen | 1962 | 1966 | - |
| Oberst Karl Pfannkuche | 1959 | 1962 | - |
| Oberst Carl-Ernst Bothe | 1958 | 1959 | - |
Im Laufe ihrer Geschichte waren der Panzerbrigade 21 verschiedene heute mittlerweile außer Dienst gestellte, heute mittlerweile anderen Truppenteilen unterstehende oder mittlerweile unter neuer Bezeichnung bekannte Truppenteile unterstellt. Einigen der aufgelösten Einheiten wird in der Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne in der Militärgeschichtlichen Sammlung Lippische Rose in Augustdorf gedacht. Zu den ehemals unterstellten Truppenteilen zählen (Auswahl):
| Truppenteil | Standort | Kurzchronik | |
|---|---|---|---|
| Panzerpionierbataillon 1 | Holzminden | ab 2002 (?) unterstellt, 2006 Wechsel zur Pionierbrigade 100, jetzt Pionierregiment 100, 1. Panzerdivision | |
| Instandsetzungsbataillon 7 | Unna | unterstellt 2006, mit Teilen Logistikbataillon 51 Umgliederung zu Logistikbataillon 7 2007/2008 | |
| Panzergrenadierbataillon 32 | Nienburg | unterstellt 1992, 1996 außer Dienst gestellt, 1997 bis zur endgültigen Auflösung im Dezember 2003 nur noch Geräteeinheit | |
| Panzerbataillon 33 | Neustadt am Rübenberge | 1992 von der der Panzerbrigade 3 der Panzerbrigade 21 überstellt; 2002 Wechsel zur Panzergrenadierbrigade 1, seit 2007 Panzerlehrbrigade 9 | |
| Logistikbataillon 51 | Stadtallendorf | 2002 aufgestellt, mit Teilen Instandsetzungsbataillon 7 2007/2008 Umgliederung zu Logistikbataillon 7 | |
| Instandsetzungsbataillon 71 | Unna | zuletzt nicht aktiver Ergänzungstruppenteil, Auflösungsapell am 5. April 2008, aufgelöst Juni 2008 | |
| Nachschubbataillon 71 | Unna | zuletzt nicht aktiver Ergänzungstruppenteil, Auflösungsapell am 5. April 2008, aufgelöst Juni 2008 | |
| Panzerausbildungskompanie Fahrsimulator Kette 102 | 1978 aufgestellt, 2005 aufgelöst | ||
| Instandsetzungsbataillon 130 | Unna | zuletzt nicht aktiver Ergänzungstruppenteil, Auflösungsapell am 5. April 2008, aufgelöst zum 31. Dezember 2008 | |
| Panzergrenadierbataillon 192 | Ahlen | 2002 von der Panzergrenadierbrigade 19 der Panzerbrigade 21 überstellt, 2006 aufgelöst. | |
| Panzerartilleriebataillon 205 | Augustdorf | (eigtl. PzArtBtl 205 n.a. GE (nicht aktiv - Geräte Einheit). Es unterstand von der "nicht aktiv"-Stellung im September 2002 bis zur Auflösung dem PzArtBtl 215. Das Panzerartilleriebataillon 205 wurde als nicht aktiver Ergänzungstruppenteil zum Juni 2008 aufgelöst (Auflösungsapell am 5. April 2008). | |
| Panzerpionierkompanie 210 | HolzmindenHöxter | ab Heeresstruktur 2 Teil der Brigade, 1959 in Holzminden aufgestellt, ab 1961 in Höxter, aufgelöst am 23. Mai 2002, Teile des Geräts und der Soldaten wurden zum Panzerpionierbataillon 1 nach Holzminden ausgesteuert | |
| Panzerjägerkompanie 210 | Augustdorf | 1970 in Augustdorf aufgestellt, 1996 aufgelöst | |
| Flugabwehrbatterie 210 | Fürstenau | 1959 in Fürstenau aufgestellt (1966) Eingliederung in Flugabwehrbataillon 7 (Handorf, Divisionstruppe 7. Panzerdivision, ab 1978 Panzerflugabwehrkanonenregiment 7, Borken) | |
| Panzeraufklärungskompanie 210 | Hemer AugustdorfSontra Augustdorf | Diese Einheit unterlag den wohl umfangreichsten Umgliederungen und Unterstellungswechsel. Nicht alle Aufklärungseinheiten mit der Nummer 210 sind dabei in einer Traditionslinie zu sehen. Aufgestellt 1959 in Hemer, 1962 Brigadespähzug (Teil der Stabskompanie), in der Heeresstruktur III wieder Panzerspähzug 210, ab 1979 wieder Brigadespähzug (Teil der Stabskompanie), 1982 als 4./Panzeraufklärungsbataillon 7 Unterstellungswechsel zur 7. Panzerdivision. 1992/1993 wieder aus 4./PzAufklBtl 7 neu als Panzeraufklärungskompanie 210 aufgestellt, im Frieden allerdings weiter zunächst dem Panzeraufklärungsbataillon 7 unterstellt. Ab 2003 Unterstellungswechsel zum Panzeraufklärungsbataillon 5 und Verlegung nach Sontra. 2006 Rückunterstellung unter Panzerbrigade 21 und 2007 Rückverlegung nach Augustdorf. | |
| Verfügungsbataillon 210 | nur 1971/1972 für 6-monatigen Truppenversuch, aufgelöst | ||
| Instandsetzungskompanie 210 | Augustdorf | Heeresstruktur III, in der Heeresstruktur V dem Instandsetzungsbataillon 71 (Divisionstruppe) überstellt | |
| Nachschubkompanie 210 | Augustdorf | ausgegliedert aus VersBtl 216 am 1. Oktober 1972, in der Heeresstruktur 5 zum 1. Oktober 1993 dem Nachschubbataillon 7 (Divisionstruppe) überstellt. | |
| Feldersatzkompanie 210 | aufgestellt in Heeresstruktur V, nicht aktiver Ergänzungstruppenteil, Auflösungsapell am 5. April 2008, aufgelöst Juni 2008 | ||
| Panzerbataillon 211 | Augustdorf | aufgestellt im Oktober 1980 in Augustdorf, aufgelöst am 30. September 1992 | |
| Panzerbataillon 213 | Dedelstorf | 1956 als Panzerbataillon 1 in Dedelstorf aufgestellt,von dort ab 23. Mai 1957 in den Standort Augustdorf verlegt, am 16. März 1959 in Panzerbataillon 213 umbenannt und der Panzerbrigade 21 unterstellt, aufgelöst am 30. September 1992 | |
| Panzerbataillon 214 | Augustdorf | aufgestellt 1959 in Augustdorf, aufgelöst 2002 | |
| Versorgungsbataillon 216 | Lippstadt Augustdorf | aufgestellt in der Heeresstruktur II in Lippstadt, ab 1962 Augustdorf, aufgelöst 1972, vor Auflösung u.a. Ausgliederung Nachschubkompanie 210 | |
| Feldersatzbataillon 217 | aufgestellt 1961, aufgelöst | ||
| Ersatzbataillon 814 | Augustdorf | aufgestellt in Heeresstruktur V, nicht aktiver Ergänzungstruppenteil aller Truppengattungen, Auflösungsapell am 5. April 2008, aufgelöst Juni 2008 | |
| Ersatzbataillon 815 | Augustdorf | aufgestellt in Heeresstruktur V, nicht aktiver Ergänzungstruppenteil aller Truppengattungen, Auflösungsapell am 5. April 2008, aufgelöst Juni 2008 | |
| 8./Fernmeldebataillon 820 | ausgegliedert aus Fernmeldebataillon 820 mit Wirkung vom 1. Januar 2004, aufgelöst 30. September 2006. |
Neben der Panzerlehrbrigade 9 ist die Panzerbrigade 21 die letzte umfassend ausgerüstete und gegliederte Panzerbrigade des Heeres. Insofern sind nur diese beiden Brigaden qualitativ mit den allerdings etwas größeren Panzerbrigaden des Kalten Krieges zu vergleichen, die umfassend zum Gefecht der verbundenen Waffen mit eigenen Truppen befähigt waren. Durch ihre Klassifikation als Brigaden der Eingreifkräfte erhalten beide Brigaden neues Material bevorzugt. Insbesondere das Vorhandensein einer eigenen Rohrartillerie unterscheiden die Panzerlehrbrigade 9 und Panzerbrigade 21 von den anderen mechanisierten Brigaden des Heeres. Hauptwaffensystem der Panzerbrigade 21 ist der Kampfpanzer Leopard 2 in der Version A6M. Das Panzerbataillon 203 verfügt über 44 Kampfpanzer. Analog gegliedert ist das Panzergrenadierbataillon 212. Dieses verfügt über 44 Schützenpanzer Marder in der Version 1A5. Der Zulauf des Schützenpanzers Puma als Ersatz für den Marder ist fest geplant, wurde jedoch bereits mehrfach nach hinten verschoben. Neues Einführungsjahr ist 2012. Die Panzerlehrbrigade 9 und Panzerbrigade 21 werden als Eingreifkräfte dieses neue Waffensystem bevorzugt erhalten. Geplant ist die Beschaffung von 44 Schützenpanzern Puma für das Panzergrenadierbataillon 212. Modernstes Waffensystem der Panzerbrigade 21 sind die 24 Panzerhaubitzen 2000 der Panzerartillerie, die Ende 2005 dem Panzerartilleriebataillon 215 zugeteilt wurden.
51.9147858.764644
Koordinaten: 51° 54′ 53,2″ N, 8° 45′ 52,7″ O
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Panzerbrigade_21 aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |