Paul A. Bloomquist (* 30. Oktober 1932; † 11. Mai 1972 in Frankfurt am Main) war ein US-amerikanischer Oberstleutnant und das erste Todesopfer eines Bombenanschlages der Rote Armee Fraktion (RAF).
Bloomquist stammte aus Salt Lake City. Er hatte im Vietnamkrieg 1964/1965 als Major die 57th Med. Det., eine Helikopter-Ambulanz-Einheit der United States Army, befehligt und war hierbei 1964 als „Army Aviator of the Year“ ausgezeichnet worden. 1968/1969 diente er wieder in Vietnam, diesmal in der 498. Medizinischen Kompanie. Er wurde dreimal mit dem Purple Heart, viermal mit dem Distinguished Flying Cross und 37-mal mit der Air Medal ausgezeichnet. Auf seinen Dienst in Vietnam folgte der Einsatz als Bataillonskommandeur in Westdeutschland. Bei einem Angriff des Kommando Petra Schelm der RAF am 11. Mai 1972 auf das US-Hauptquartier des V. Corps der US-Armee im I.G.-Farben-Haus in Frankfurt am Main mit drei Bomben kam der zweifache Familienvater ums Leben. Weitere 13 Personen wurden bei dem Anschlag verletzt.
Der Anschlag war Teil der „Maioffensive“ der ersten Generation der RAF und sollte eine Reaktion auf eine erneute Eskalation im Vietnamkrieg sein. Kurz zuvor waren nordvietnamesische Häfen durch die US-Luftwaffe vermint worden. In dem Bekennerschreiben wurde auf den Vietnamkrieg ausdrücklich Bezug genommen.
Ihm zu Ehren wurde das Quartier der 68th Medical Group in „Camp Paul Bloomquist“ umbenannt.
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